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last update Data de publicação: 2026-05-08 02:26:37

Juan starrte Jeff ununterbrochen an, seine Augen brannten vor reinster Empörung, Eifersucht und einem anderen Gefühl, das er in diesem Moment nicht hätte benennen können. Er wusste nur, dass es nichts Gutes war. Ein Wirbelsturm unkontrollierbarer Emotionen tobte in seinem Inneren, wie eine aufgewühlte See in einem endlosen Sturm.

—Verzeihung, kennen wir uns?— fragte Jeff, seine Stimme klang ruhig und höflich, doch Juan konnte eine leichte Spur von Verwirrung in seinem Tonfall wahrnehmen.

Jeffs
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  • Der Witwerund das Kindermädchen   150

    Die Tür knallte mit voller Wucht zu. Der Knall hallte wie ein Donnerschlag durch das ganze Haus. Durch den Aufprall kam ein Bild an der Wand ins Wanken, und Amanda legte sich erschrocken die Hand aufs Herz, ihr Herzrasen war unaufhaltsam. Juan stand mitten im Zimmer, seine Augen brannten, seine Schultern waren angespannt wie Seile, die kurz vor dem Zerreißen standen, der Kiefer vor lauter unterdrückter Wut zusammengebissen.— Jetzt wirst du es mir sagen, Alison! — brüllte er, seine Stimme schnitt wie eine Klinge durch die Luft. — Wer ist Emmas Vater?Alison starrte ihn an wie eine in die Enge getriebene Viper. In ihrem Blick lag keine Angst — sondern etwas Düstereres, Ätzenderes. Ihre Augen blitzten auf, nicht vor Reue, sondern vor reiner, rachsüchtiger Wut. Eine Art von Furie, die nur derjenige kennt, der verachtet wurde.Sie antwortete nicht sofort. Sie ging langsam zum nächstgelegenen Sessel, als hätte sie alle Zeit der Welt. Sie setzte sich mit einer bedrohlichen Eleganz hin und k

  • Der Witwerund das Kindermädchen   149

    Juan betrat den Raum mit festen Schritten, die Stirn noch feucht von Schweiß. Er war in aller Eile aus dem Auto gestiegen, als er sah, dass die Lichter des Hauses zu einer ungewöhnlichen Zeit brannten. Er hatte dort niemanden erwartet, erst recht nicht so.Als seine Augen auf die Gestalt fielen, die in der Mitte des Zimmers stand, erstarrte sein Körper.Alison.Der Name entglitt fast seinen Lippen, doch der Schrei blieb ihm im Hals stecken. Sie war hier, makellos, das platinblonde Haar zu einem eleganten Dutt hochgesteckt und die dunklen Augen voller Gift aufblitzend. Sie trug ein Kleid, das viel zu eng war für jemanden, der gerade in ein Haus eingebrochen war. Sie wirkte wie ein Schatten der Vergangenheit, lebendig, kalt und gefährlich kontrolliert.— Was tust du hier? — Juans Stimme klang heiser, als hätte er Glas geschluckt.Alison drehte langsam das Gesicht um und lächelte mit einer verstörenden Ruhe.— Ich bin nur gekommen, um die Wahrheit zu sagen, Juan. Das ist das Mindeste, wa

  • Der Witwerund das Kindermädchen   148

    Der Nachmittagshimmel war von schweren Wolken bedeckt, als ahnte er den herannahenden Sturm — aber es war kein gewöhnlicher Sturm. Es war etwas Düstereres, als stünde die Zeit selbst still.Ryans Haus, das in einem gehobenen und abgelegenen Viertel erbaut worden war, bewahrte die Stille eines Grabes. Das elektronische Tor stand immer noch halboffen, seit er in aller Eile aufgebrochen war. Das Innere wirkte mit seinen Glaswänden und minimalistischen Designermöbeln wie eine Kapsel, in der die Zeit nicht verging. Alles war makellos sauber, fast schon zu sehr, als verbärge es tiefe Sünden unter seiner Oberfläche.Emma spielte abgelenkt mit ihren Puppen auf dem Wohnzimmerteppich, während Juans vertrauenswürdiger Leibwächter, der unauffällig im Flur postiert war, jede Bewegung aufmerksam im Auge behielt. Ayla war im Obergeschoss und versuchte, einen klaren Kopf zu bewahren, nach allem, was sie über Sunny — oder besser gesagt über Alison — herausgefunden hatte. Die Enthüllung über ihre Schwe

  • Der Witwerund das Kindermädchen   147

    Das Haus war stiller als je zuvor. Es war, als würden all die ungesagten Worte in der Luft schweben, gefangen zwischen den Räumen, wartend darauf zu explodieren.Ayla war im Wohnzimmer, unruhig, den Blick auf irgendeinen Punkt fixiert, als würde dort gleich etwas auftauchen. Die Wanduhr tickte gedämpft im Rhythmus ihres rasenden Herzschlags. Alles schien viel zu ruhig... und diese Ruhe verstärkte nur die Panik.Seit sie Sunny bei diesem seltsamen Telefongespräch beobachtet hatte, konnte Ayla das Unbehagen nicht mehr ignorieren, das sie von innen heraus auffraß. Es lag an der Art, wie sie sprach, an den zurückhaltenden Gesten, am Tonfall der Stimme. Aber vor allem war da dieser alte Blick, viel zu gelebt für jemanden mit so wenigen Jahren. Als würde sie Jahrzehnte voller Groll auf den Schultern tragen. Das hatte sich in sie eingebrannt wie ein Brandmal.Sie war es die ganze Zeit gewesen. Ihre Anwesenheit war nie zufällig. Aber… waren sie tatsächlich Schwestern?Ayla schluckte trocken,

  • Der Witwerund das Kindermädchen   146

    Juan verließ die Veranda mit geballten Fäusten und brennender Brust.Er durchquerte den breiten Flur von Ryans Villa wie ein blinder Stier, die Wut hallte in seinen Knochen wider. Jeder schwere Schritt ließ den Boden knarzen und spiegelte seine Entscheidung wider: Er würde nichts mehr schweigend herunterschlucken.Das Morgenlicht fiel durch die Buntglasfenster und warf schöne Farben auf den Boden. Juan sah nichts davon.Als er die Tür von Ryans Arbeitszimmer erreichte, stieß er sie auf, ohne anzuklopfen.Ryan war dort drinnen, saß in einem Sessel, in eine Decke gehüllt, das Gesicht blasser als je zuvor. Zwischen seinen Fingern zitterte ein Glas Wasser.Die beiden starrten sich einige Sekunden lang schweigend an.Ryan riss die Augen auf, als er seinen Bruder sah.— Juan...?Juan ging auf den Schreibtisch zu.— Wir werden jetzt reden.Ryan schluckte trocken.— Worüber?Juan biss die Zähne zusammen.— Über Alison.Ryan schloss die Augen, ein Zittern ging durch seinen ganzen Körper.— Fan

  • Der Witwerund das Kindermädchen   145

    Der Tag brach mit dem Gewicht einer nicht getroffenen Entscheidung an.Juan war in der Küche; der Kaffee dampfte in seiner Tasse, aber er trank nicht. Er beobachtete nur die dunkle Flüssigkeit, als könnte er darin Antworten finden.Ayla kam herein, die Haare zu einem unordentlichen Dutt hochgesteckt. Ihr Gesicht verriet die schlaflose Nacht.— Du hast nicht geschlafen — stellte sie fest, ohne Vorwurf, nur mit mitfühlender Erschöpfung.— Du auch nicht.Sie schüttelte den Kopf, zog einen Stuhl heran und setzte sich ihm gegenüber.— Juan... — begann sie mit leiser Stimme. — Wir müssen uns entscheiden.Er antwortete nicht. Ein nervöses Zucken in seinem Kiefer ließ den Muskel pulsieren.Ayla seufzte.— Ich habe Angst. Wirklich. Und nicht nur um mich. Um dich. Um Emma.Juan umklammerte die Tasse. Schließlich hob er die Augen, schwer und gerötet.— Ich werde nicht weglaufen.Sie schloss die Augen, in denen sich Wut, Frustration und Erleichterung mischten.— Dann werden wir kämpfen. Aber um z

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