LOGINAls Tara Valmont von dem Verrat erfuhr, den ihr Ehemann begangen hatte, begann sie, alles genau zu berechnen. Vor allem den Schmerz in ihrem Herzen, weil alles, woran sie geglaubt hatte, sich als Lüge herausgestellt hatte. Und der größte Verrat kam von ihrem eigenen Ehemann – Adrian Ashbourne. Tara fasste den Entschluss, dass jeder, der darin verwickelt war, den angemessenen Preis dafür zahlen musste. Selbst wenn sie dafür zu verrückten Mitteln greifen musste, um sich an ihnen zu rächen. Sogar den Vorschlag des Vaters des Mannes in Betracht zu ziehen, den sie für ihren Ehemann hielt – Victor Ashbourne. „Weißt du, welche Position im Moment am besten zu dir passen würde?“, fragte Victor beiläufig während eines geschäftlichen Gesprächs mit Tara. Tara runzelte die Stirn. „Welche denn, Dad?“ „Meine Frau zu werden.“ Victor lächelte vielsagend. „Was meinst du?“
View MoreAn diesem Morgen verließ Kara die Wohnung früh. Sie trug den schlichtesten Arbeitsanzug, der noch in ihrem Koffer lag. Keine Markenkostüme mehr und keine teuren Taschen, die sie gewöhnlich zu den verschiedensten Geschäftsterminen begleiteten. All dieser Luxus war Kleidung gewichen, die nicht einmal ein wenig von ihrer Würde zurückbringen konnte.Bevor sie ging, sah Helena sie eine Weile an. „Bist du dir sicher, dass du heute Arbeit suchen willst?“Kara nickte kurz. „Ich habe keine andere Wahl.“Sie schloss die Tür, ohne auf eine Antwort zu warten. Während der Fahrt öffnete sie die Jobbörsen-App und kontaktierte mehrere Unternehmen, die noch Bewerber suchten. Doch immer wieder erhielt sie dieselben Antworten.
Am nächsten Morgen lag wieder eine düstere Stimmung über der kleinen Wohnung. Kara hatte die ganze Nacht kaum ein Auge zugemacht. Jedes Mal, wenn sie die Augen schloss, sah sie vor sich Taras Gesicht, als sie vor Dutzenden von Journalisten die Heiratsurkunde gezeigt hatte. Die Nachrichten, die unaufhörlich über sie und Adrian berichteten. Ganz zu schweigen von dem Auftauchen der Ermittler, das sie zusätzlich beschäftigte.Währenddessen saß Helena am einfachen Esstisch und starrte auf eine Tasse Tee, die sie seit einer Weile nicht angerührt hatte.Noch bevor sie darüber sprechen konnten, was an diesem Tag zu tun war, ertönte erneut die Türklingel.Kara und Helena sahen einander an. Karas Herz schlug wieder schneller als gewöhnlich.
Der Himmel begann sich zu verdunkeln, als Kara und Helena schließlich in ihr gemietetes Apartment zurückkehrten. Ihre Schritte waren deutlich langsamer als noch einige Stunden zuvor, als sie das Apartment verlassen hatten. Die beiden Koffer, die zuvor voll gewesen waren, fühlten sich nun deutlich leichter an, doch aus irgendeinem Grund schnürte es Kara dadurch nur noch mehr die Brust zu.Jeder leere Platz in den Koffern schien sie daran zu erinnern, dass das Leben, auf das sie all die Jahre so stolz gewesen war, Stück für Stück in die Hände anderer übergegangen war.Sobald sich die Tür des Apartments hinter ihnen geschlossen hatte, ließ Kara sich auf das kleine, bereits abgenutzte Sofa fallen. Die dünne Polsterung konnte nicht einmal die Schmerzen in ihrem Rücken lindern. Helena se
„Komm, wir sollten besser gehen.“ Helena ergriff hastig Karas Hand.Schließlich verließen Kara und Helena das Hotel tatsächlich.Jede von ihnen zog ihren Koffer durch die Lobby, wobei sich ihre Schritte deutlich schwerer anfühlten als bei ihrer Ankunft. Einige Gäste, die im Wartebereich saßen, drehten sich spontan nach ihnen um. Manche warfen ihnen nur einen kurzen Blick zu, andere begannen sofort zu flüstern, sobald sie Karas Gesicht erkannten, das seit dem Mittag in den Nachrichten und auf den Bildschirmen der sozialen Medien zu sehen war.Kara beschleunigte ihre Schritte. Ihr Kiefer spannte sich an, während ihre Finger den Griff des Koffers immer fester umklammerten. Sie versuchte, jedes Flüstern, das an ihre Ohren drang, zu ignorieren, doc











