LOGINIn der 25. Schwangerschaftswoche erwischt Susan Rohm ihren Mann bei einem Vorsorgetermin im Krankenhaus – er betrügt sie. Übergewichtig und ungepflegt stützt sie mühsam ihren Bauch, nur um von der jungen, bildhübschen Geliebten ihres Mannes verspottet und von ihm selbst öffentlich verstoßen zu werden. Dabei war sie bei ihrer ersten Begegnung mit Ken Guter selbst einmal der strahlende Mittelpunkt, umschwärmt und bewundert von allen. Ken, überzeugt davon, sie sei nur eine Goldgräberin, die sich in sein Bett gedrängt hatte, reichte von sich aus die Scheidung ein. In diesem Moment … war ihr Herz endgültig tot. Acht Jahre heimlicher Liebe und Aufopferung, vom Campus bis ins Berufsleben, waren umsonst gewesen. Sie brachte das Kind zur Welt, unterschrieb die Scheidungspapiere und ging, ohne sich umzudrehen. - Fünf Jahre später. Sie ist zu einer atemberaubend schönen und millionenschweren Powerfrau geworden, glamourös, brillant und von unzähligen Verehrern umschwärmt. Doch der Mann, der damals die Scheidung wollte, hat sie nie rechtskräftig vollziehen lassen. Susan reicht die Scheidungsklage ein. Doch der Mann, der sie einst verstoßen hat, taucht plötzlich wieder ständig in ihrer Nähe auf und rächt sich an jedem, der es wagt, ihr den Hof zu machen. Bis zu dem Tag, an dem Susan an der Seite eines anderen Mannes öffentlich ihre Verlobung bekannt gibt. Daraufhin drängt Ken sie in die Ecke und brüllt außer sich: „Susan, einen anderen Mann heiraten? Träum nicht mal davon!“
View MoreHendrik sagte: „Was meinst du?“Clara verstand sofort und seufzte leise. „Wenn man es so sieht, hat sie sich wirklich sehr verändert. Ich bewundere sie plötzlich. Sie gefällt mir inzwischen sogar besser als Anna.“Anna hatte eine gute Herkunft und sah gut aus, doch sie war eben eine verwöhnte junge Frau aus gutem Hause. Sie brauchte jemanden, der ihr nachgab und sie umsorgte. Für eine Beziehung mochte das reichen. Als Kens Ehefrau wäre sie allerdings kaum geeignet.Hendrik sagte: „Seine Angelegenheiten können wir nicht regeln. Es hängt davon ab, wie er selbst damit umgeht.“Clara konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Wenn er das nicht gut löst, wird Herr Frei ihn wohl noch weniger mögen.“Hendrik lachte ebenfalls.Im Van schmiegte Mila sich an Susan und bat sie, heute Nacht bei ihr zu bleiben.Susan sah in die großen, erwartungsvollen Augen ihrer Tochter. Die Ablehnung brachte sie einfach nicht über die Lippen.Sie hob den Blick und sah kurz zu Ken, der schräg gegenüber sa
„Vermutlich.“Als Hendrik merkte, dass Ken nicht weiter darüber sprechen wollte, fragte er nicht nach.Die beiden Kinder bekamen Hunger.Susan und Clara brachten sie in den Ruhebereich des Gebäudes. Das Personal hatte bereits Kaffee und Gebäck vorbereitet.Mila hielt Susan ein Stück Kuchen hin.Susan nahm einen Bissen, strich ihr über den Kopf und sah in ihr rosiges Gesicht. „Iss du selbst“, sagte sie sanft.Clara saß ihnen gegenüber, beobachtete die beiden und lächelte. „Mila hängt wirklich sehr an Ihnen, Evelyn.“Susan lächelte leicht. „Ich mag Kinder sehr.“Während ihres kurzen Gesprächs merkte Susan, dass Clara gebildet und gut erzogen war. Sie sprach ruhig und höflich. Beide wahrten ganz selbstverständlich Distanz.Da sie einander kaum kannten, blieben beide angenehm zurückhaltend. Keine fragte zu viel, keine drängte sich in die Angelegenheiten der anderen.Susan fand es nicht unangenehm, mit ihr zu sprechen.Als Ken und Hendrik hereinkamen, unterhielten sich die beiden
Susan hielt ihr Handy in der Hand und nahm ein Video auf.Ihre Tochter so fröhlich zu sehen und sie begleiten zu dürfen, machte Susan in diesem Moment einfach glücklich.Nach einer Runde setzte Susan sich mit Mila auf eine Bank, damit sie sich kurz ausruhen konnte. Dann reichte sie ihr den Becher.„Trink etwas Wasser.“Sie nahm ihr den Helm ab und wischte ihr den Schweiß von der Stirn.In diesem Moment kam Ken auf sie zu.„Papa!“, rief Mila.Ken setzte sich neben sie und strich Mila die feuchten Stirnfransen zurecht.„Hendrik und Clara kommen später mit Lotte vorbei.“„Lotte kommt?“Ken nickte.Mila mochte Lotte sehr. Als sie hörte, dass sie kommen würde, freute sie sich sofort.Dann sagte Mila zu Susan: „Tante Evelyn, dann können wir zusammen mit Lotte reiten.“Susan nickte.Sie hob den Blick zu Ken. Eigentlich hätte sie ihre Tochter heute lieber allein begleitet. Aber nun gut. Das war ihr immer noch lieber, als allein mit Ken Zeit verbringen zu müssen.Ken wollte mit S
Ken hob den Blick und sah Susan an.Susan wich seinem Blick aus und fragte stattdessen Mila: „Bist du fertig?“Mila nickte.Susan nahm ein Taschentuch und wischte ihr den Mund ab.Mila hob brav das Gesicht und spitzte leicht die Lippen, während Susan ihr den Mund abwischte.Bei diesem Anblick konnte Susan nicht anders, als zu lächeln.Wie gern hätte sie Mila jetzt geküsst.Als sie Milas Mundwinkel sauber gewischt hatte, hob sie den Blick und traf zufällig Kens Augen.Das Lächeln verschwand sofort aus ihrem Gesicht.Sie beugte sich hinunter, hob Mila vom Kinderstuhl herunter und verließ mit ihr das Esszimmer.Ken blieb sitzen. Sein dunkler Blick folgte ihr.Dann stieß er ein leises, kaltes Lachen aus.Nach dem Mittagessen fuhren die drei zum Reitstall.Mila war die ganze Fahrt über bester Laune.Susan und Ken ignorierten einander weiterhin. Mila zuliebe rissen sich beide jedoch zusammen.Nach etwa zwanzig Minuten wurde Mila schläfrig.Ken nahm sie in die Arme, ließ sie a