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Die Auserwählte Braut des Alphas
Die Auserwählte Braut des Alphas
Author: Vivian

Kapitel 1

Author: Vivian
last update publish date: 2026-07-02 04:04:08

Nina saß vor dem großen Spiegel in ihrem Zimmer, während einige der Omegas ihr Haar frisierten. Sie trug ein langes weißes Hochzeitskleid.

Es war der Tag, auf den sie gewartet hatte. Der Tag, an dem sie den Mann heiraten würde, den ihre Eltern für sie ausgewählt hatten, Alpha Ezra, den Alpha des Night Howlers Rudels. Der Gedanke daran ließ sie vor Angst erschaudern.

Alpha Ezra war im ganzen Land der Werwölfe bekannt. Er war bekannt als der stärkste Alpha, und sein Rudel war das größte. Aber was sie an ihm ängstigte, war die Tatsache, dass er einen Ruf als grausam hatte. Er kümmerte sich um niemanden außer sich selbst und wollte die Kontrolle über alles und jeden, mit dem er in Kontakt kam. Alphas kleinerer Rudel taten gut daran, ihm aus dem Weg zu gehen. Aber hier war sie und bereitete sich darauf vor, seine Frau zu werden.

„Nina.“ Sie hörte die Stimme ihrer Mutter, als diese das Zimmer betrat, aber sie drehte sich nicht zu ihr um. Sie konnte sie sowieso im Spiegel sehen. „Du siehst so wunderschön aus, mein Schatz. Alpha Ezra wird überwältigt sein.“

„Ich bin mir sicher, das wird er.“ Nina antwortete in einem trockenen, sarkastischen Ton.

„Liebling, ich weiß, dass du traurig bist, den Alpha zu heiraten, aber du weißt, warum es getan werden muss.“

„Natürlich weiß ich das, Mutter. Du und Vater erinnert mich nie daran. Pflichten über Gefühle.“ Nina antwortete und sah ihre Mutter durch den Spiegel an, ihre Augen hohl. Es fühlte sich an, als würde sie durch sie hindurchsehen.

Die Frau lächelte dann. „Das ist mein liebes Mädchen. Ich wusste, dass du es verstehen würdest. Die Heirat mit dem mächtigsten Alpha wird unserem Rudel helfen, im Rang unter den anderen aufzusteigen. Vielleicht sogar unter die Top-Rudel.“ Sie lächelte bei dem Gedanken an ihre Fantasie, während Nina nur den Kopf schüttelte. Früher hatte sie sich gefragt, ob ihre Eltern sie liebten, aber jetzt kannte sie die Antwort; sie taten es nicht, sie verdammt nochmal nicht. Sie war nur ein Werkzeug, ein reserviertes Instrument, um Macht zu erlangen und ihren Horizont zu erweitern. Sie war nur eine Schachfigur im Spiel.

„Und denk daran...“

„Eine perfekte Puppe zu sein und nie gegen ihn zu gehen. Ich verstehe schon, Mom, ich werde ihn immer zufriedenstellen.“ Nina sagte und unterbrach ihre Mutter.

Ihre Mutter schenkte ihr ein zustimmendes Lächeln, das ihr den Magen umdrehte. Wie konnte sie glücklich sein, dass ihre Tochter einen Diktator heiratete? Ihr Glück bedeutete ihr nichts.

Nina spürte, wie ihre Augen brannten, aber sie blinzelte die Tränen zurück, bevor sie fielen. Sie hatte lange nicht mehr darüber geweint, sie sollte es jetzt auch nicht tun.

Nachdem sie fertig waren, sie anzukleiden, ging sie zum Veranstaltungsort, an dem die Hochzeit stattfinden sollte. Es war im Night Howlers Rudel.

Es war nur auf einer kleinen Wiese, etwas in der Nähe des Rudelhauses. Von ihrer Mutter hatte sie erfahren, dass der Alpha keine öffentlichen Versammlungen mochte. Es gab zwei Reihen von Stühlen für die wenigen eingeladenen Gäste und einen schmalen Weg dazwischen, auf dem sie nach vorne gehen sollte.

Sie stand am Ende und starrte nach vorne. Sie entdeckte den Mann, den sie heiraten würde, wie er dort stand, gekleidet in einen schwarzen maßgeschneiderten Anzug, sein rabenschwarzes Haar nach hinten gegelt, und seine scharfen bernsteinfarbenen Augen starrten sie an. Aber es lag keine Wärme darin. Er schien einfach die Person zu studieren, die er heiraten würde.

„Jetzt ist es so weit, Nina, du brauchst weder mich noch deinen Vater, um dich zu ihm zu führen.“ Plötzlich hörte sie die Stimme ihrer Mutter, und sie unterdrückte den Drang, die Augen zu verdrehen. „Denk immer daran, zu...“

„Ihn zufriedenzustellen, Mom. Ich weiß es schon.“ Nina warf ein.

Sie richtete dann ihren Blick auf ihren zukünftigen Ehemann. Die kalte Art, wie er sie anstarrte, jagte ihr Gänsehaut über den Körper. Sie wollte weglaufen, aber wohin sollte sie laufen? Sie war in der ganzen Werwolf-Welt bekannt, weil sie einen schwachen Wolf hatte, da sie von ihrem Gefährten abgelehnt worden war, der ebenfalls ein Alpha war. Sie spürte einen stechenden Schmerz in ihrem Herzen, als sie daran dachte, versuchte aber, ihn so gut wie möglich in den Hinterkopf zu schieben.

Sie begann dann, zu ihm zu gehen, ignorierte ihr wild schlagendes Herz und die schmerzhaften Knoten in ihrem Magen und ihren geschwächten Wolf, der sich dagegen wehrte.

Als sie vorne ankam und ihn sah, bot er ihr seine Hand an. Sie war einen Moment lang überrascht, nahm aber trotzdem seine Hand. Sie war dankbar, dass er an ihrem Hochzeitstag die Anständigkeit besaß, sanft zu sein, aber sie fürchtete, was danach kommen würde.

Der Trauungsbeamte begann dann mit der Zeremonie. Es war genau wie bei jeder anderen menschlichen Hochzeitszeremonie. Sie dauerte nicht einmal lange, da sie nur ihre Gelübde sprachen und Ringe austauschten. Gelübde, von denen sie sicher war, dass sie leer waren. Auf keinen Fall würde dieser Mann ihr treu bleiben.

„...Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“

Ninas Herz schlug vor Schrecken. Sie hatte alles verpasst, was der Trauungsbeamte gesagt hatte, aber jetzt, als er das Küssen erwähnte... Oh Gott!

Aber zu ihrer Überraschung nahm der Alpha nur ihre Hand und zog sie vom Veranstaltungsort weg, sodass die Leute verblüfft und unzufrieden zurückblieben. Sie hatte gehört, dass es ihn nicht kümmerte, was die Leute von ihm dachten, er tat einfach, was ihm gefiel. Wie zum Teufel war er ein Alpha?

Sie fragte sich, wohin er sie brachte, bis sie einen schwarzen BMW sah, der ein Stück vor ihnen geparkt war. Er brachte sie weg. Vielleicht zum Rudelhaus? Aber warum so schnell? Er hatte nicht einmal auf seine Eltern gewartet.

„Ähm... Alpha...“ Sie biss nervös auf ihre Unterlippe, als er sich zu ihr umdrehte, sein Blick kalt und durchdringend. Es machte sie wollen zu fliehen.

„Was ist?“ Seine tiefe Baritonstimme hallte glatt wider und ließ ihr bereits wild schlagendes Herz völlig durchdrehen.

„Warum warten wir nicht? Die Zeremonie ist kaum vorbei.“

„Ich bin hierhergekommen, um dich zu meiner Frau zu machen. Jetzt bist du meine Frau, es gibt keinen Grund, länger zu bleiben.“

Sie schluckte den Kloß in ihrem Hals hinunter, bevor sie nickte. Er fuhr dann fort, sie zum Auto zu ziehen. „Wohin fahren wir, Alpha?“

„Wohin gehen verheiratete Paare nach ihrer Hochzeit?“ fragte er sie bedeutungsvoll, und sie wusste bereits, was er meinte. Das, wofür sie nicht bereit war.

„Aber Alpha, ich bin nicht...“

„Steig ins Auto!“ befahl er, ohne sich anzuhören, was sie sagen wollte. Er öffnete die Fahrerseite des Autos und stieg ein. Nachdem er eine Weile gewartet hatte und Nina nicht ins Auto stieg, stieg er wieder aus. Sie hatte sich keinen Schritt von der Stelle bewegt, an der sie zuvor gestanden hatte.

Der Alpha starrte sie an, verärgert über ihren Ungehorsam.

„Was zum Teufel machst du hier, indem du hier stehst?“

„Ich versuche nur, dass du mir zuhörst.“

Sie bemerkte das überraschte Aufblitzen in seinen Augen, und niemand musste ihr sagen, dass er es nicht gewohnt war, dass Leute sich seinen Befehlen widersetzten. Er schritt dann mit schweren Schritten auf sie zu, und sie wich instinktiv zurück und spürte das Bedürfnis, sich vor diesem Mann zu schützen.

Als er bei ihr ankam, packte er sie am Arm und begann, sie ins Auto zu ziehen, während sie sich wehrte, aber ihre Kraft war kein Match für seine.

„Du tust mir weh, Alpha.“ Beschwerte sie sich, als sie begann, auf seine Hand zu schlagen, wo er sie festhielt. Als er immer noch unnachgiebig blieb, beugte sie sich hinunter und biss ihn fest, und er ließ sie sofort los, Überraschung blitzte in seinen Augen auf.

„Jetzt hör mir zu, ich bin nicht bereit, meine Ehe mit dir zu vollziehen, und du wirst warten, bis ich bereit bin.“ Sagte sie zwischen Atemzügen und überraschte den Alpha erneut.

„Du bist eine Sturköpfige.“ Dann schaute er auf seine Hand hinunter, bevor er seinen Blick auf sie verengte. „Ich weiß nicht, wie du deinen Alpha in deinem Rudel behandelst, aber hier ist das nicht erlaubt. Du wirst dafür bestraft werden. Jetzt steig ins Auto.“

„Was ist mit der Vollziehung?“ fragte sie hartnäckig weiter.

„Du willst das so dringend wissen, hm? Du bist meine Frau, und es gehört zu deinen Pflichten, von mir gefickt zu werden. Also ja, ich werde dich ficken.“

Nina spürte, wie sich Schweißperlen auf ihrer Stirn und ihren Handflächen sammelten. Ihr Herz schlug vor Angst vor dem Schrecken, der über sie hereingebrochen war.

„Es ist noch nicht einmal Nacht?“

„Wer hat gesagt, dass es nachts sein muss? Du bist jetzt meine Frau, und ich werde dich ficken, wann immer es mir gefällt. Verstehst du?“

Nina starrte ihn einen Moment lang an, ihr Blick voller Bedeutung. Vielleicht eine Herausforderung. Dann ging sie an ihm vorbei und stieg auf der Beifahrerseite des Autos ein. Nicht lange danach stieg Ezra auf der Fahrerseite ein und startete den Wagen.

„Warum hat dein Gefährte dich eigentlich abgelehnt?“ fragte er, und er bemerkte, wie sie sichtlich versteifte.

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