Se connecter„Sei nicht einsam, mein kleiner Engel. Es werden schon sehr bald viele andere folgen, die dir in die Finsternis nachreisen.“ Rebekah war die wölflose, verstoßene Ehefrau von Damian – einem arroganten Alpha, der sie wie nichts weiter als eine lästige Last behandelte. Als ihre kleine Tochter unter einem tödlichen medizinischen Notfall leidet, sperrt Damian Rebekah kaltblütig aus jedem Krankenhaus des Rudels aus. Er tut ihre verzweifelten Hilferufe als billigen Trick ab, mit dem sie angeblich nur seinen Abend mit seiner Geliebten ruinieren wolle. Gezwungen, ihr Kind draußen vor den verschlossenen Toren in ihren eigenen Armen sterben zu sehen, wird Rebekah öffentlich ihrer Rudelverbindung beraubt, als Schlampe gebrandmarkt und in den eiskalten Sturm geworfen. Während sie ihr Baby mit den bloßen, blutigen Händen begräbt, leistet Rebekah über dem frischen Grab einen furchterregenden Schwur: Sie wird Damians Imperium in Schutt und Asche legen – egal, was es sie kostet. Als sie entkräftet ins Territorium der Ausgestoßenen wandert, stößt sie auf einen schwer vergifteten Krieger und rettet ihm das Leben, bevor sie zusammenbricht. Sie erwacht im Versteck des gefürchteten Rogue King – einem unbarmherzigen Herrscher, der ihr einen Pakt mit dem Teufel anbietet. Verzweifelt nach Vergeltung dürstend, schneidet sich Rebekah in die Handfläche, bindet ihre Seele an die seine und steigt zur unantastbaren Lady der Rogue-Fraktion auf. Sie haben sie als fehlerhaft verspottet jetzt werden sie mit ihrem Leben dafür bezahlen.
Voir plus„Sie müssen meine Tochter retten! Sie ist die Tochter des Alphas, und ich bin die amtierende Luna! Warum verwehrt man mir den sofortigen Zugang zur Notaufnahme?!“
Meine Stimme überschlug sich vor schierer Verzweiflung. Ich umklammerte das kleine, glühend heiße Bündel in meinen Armen so fest, wie ich nur konnte, während mir der kalte Regen unaufhaltsam über das Gesicht peitschte.
Der Sicherheitsmann an den gläsernen Schiebetüren des Krankenhauses blickte mich voller Unbehagen an und verschränkte die Arme. „Ihre Biometrie ist im gesamten medizinischen System gesperrt, Ma’am. Ohne die persönliche Freigabe von Alpha Damian darf ich Sie nicht einmal in die Lobby lassen.“
Ich fuhr mir mit zitternden, durchnässten Fingern durch die Haare und unterdrückte einen Hysterischen Schrei. Es war das vierte Krankenhaus in dieser verdammten Nacht, das mich eiskalt abwies. Jede einzelne Klinik des Rudels hatte denselben digitalen Befehl erhalten: Zugriff verweigert.
„Mama...“, ertönte eine schwache, brüchige Stimme an meiner Brust. Die kleine Seren hob zitternd ihre winzige, fiebrige Hand und wischte mir sanft eine Träne von der Wange. „Mama, wird alles gut? Werde ich sterben?“
Bei diesen Worten brach mein Herz in tausend scharfe Splitter zweit. Ein ersticktes Schluchzen entkam meiner Kehle, und ich presste meine Stirn an ihre. „Nein, mein Schatz, nein! Mama wird dich retten, hörst du? Egal, was passiert, Mama lässt dich nicht im Stich!“
Mit zitternden Fingern zog ich mein durchnässtes Telefon heraus und wählte Damians Nummer. Wieder und wieder hörte ich nur das monotone Freizeichen, bis das Signal schließlich automatisch auf die Mailbox umgeleitet wurde. Ich hatte ihn in der letzten Stunde fünfzig Mal angerufen, doch er drückte mich unbarmherzig weg.
„Können Sie denn gar nichts tun?! Sie sehen doch, dass mein Kind stirbt!“, brüllte ich den Wächter verzweifelt an.
Der Mann sah mich für einen kurzen Augenblick mitleidig an und seufzte. „Erreichen Sie den Alpha per Rudellink, Ma’am. Wenn er mir das digitale Signal schickt, öffne ich die Tür sofort.“
Ein bitteres, schmerzhaftes Lachen stieg in mir auf. Rudellink. Er verlangte allen Ernstes von mir, eine mentale Nachricht zu senden. Ich war seit meiner Kindheit die fehlerhafte, wölflose Außenseiterin des Rudels. Mein Wolf war stumm und dormant. Ich besaß nicht einmal die Fähigkeit, einen einfachen Gedanken über das Rudelnetzwerk zu schicken – und Damian wusste das genau.
Plötzlich leuchtete der riesige Werbebildschirm an der Fassade des Krankenhauses auf und unterbrach die Dunkelheit der Nacht. Die Rudel-Nachrichten schalteten eine Eilmeldung per Live-Stream.
Auf dem Bildschirm erschien Damian in seinem eleganten, maßgeschneiderten Anzug. Er stand mit besorgter Miene vor einer Gruppe von Journalisten und entschuldigte sich öffentlich dafür, dass er aus Versehen ein Glas Champagner über den rosa Plüschbären seiner Geliebten Vienna geschüttet hatte. Das gesamte Netzwerk des Rudels strahlte dieses peinliche, absurde Entschuldigungsvideo aus, als gäbe es nichts Wichtigeres auf dieser Welt.
Wut und reinste Verzweiflung brannten mir die Kehle zu. Ich wählte Damians Nummer ein letztes Mal. Diesmal nahm er ab.
„Was zum Teufel ist eigentlich dein Problem, Rebekah?!“, herrschte Damians genervte Stimme mich sofort durch den Lautsprecher an. „Du suchst ununterbrochen nach mir und belästigst mich mit Dutzenden Anrufen!“
„Damian, bitte!“, schrie ich ins Mikrofon, während mir die heißen Tränen über die nassen Wangen liefen. „Seren hat einen schweren Krampfanfall! Es geht um Leben und Tod, und die Krankenhäuser lassen mich nicht rein! Du musst die Sperre sofort aufheben!“
Ein genervtes Stöhnen war am anderen Ende der Leitung zu hören. „Hör auf mit diesen billigen, peinlichen Tricks, Rebekah. Glaubst du ernsthaft, ich falle auf diese Schauspielerei herein? Du erfindest diese Ausreden doch nur, um meine Aufmerksamkeit zu erzwingen und meinen Abend zu ruinieren.“
„Damian, ich schwöre es dir beim Leben unserer Tochter–!“
„Ich bin gerade mit extrem wichtigen Angelegenheiten beschäftigt und habe keine Zeit für deine trivialen Zickenkriege“, schnitt er mir eiskalt das Wort ab. „Belästige mich nicht noch einmal.“
Klick. Er legte einfach auf.
Das Signal erlosch. Ich starrte fassungslos auf das schwarze Display. In genau diesem Augenblick spürte ich, wie der winzige Körper in meinen Armen heftig zu krampfen begann.
„Mama...“, flüsterte Seren ein allerletztes Mal. Ihre Augen suchten meine. „Es tut mir leid... dass ich nicht stark genug war...“
„Seren! Nein! Seren, bleib bei mir!“, kreischte ich aus tiefster Seele.
Ihre kleinen Hände fielen schlaff zur Seite. Der schwache Herzschlag an meiner Brust hörte schlagartig auf zu schlagen. Die Kälte des Todes breitete sich blitzschnell in ihrem kleinen Körper aus.
„Nein! Nein, nein, nein! Tu mir das nicht an!“, schrie ich mitten in den peitschenden Regen hinein und sank auf die Knie. „Seren, du bist doch alles, was ich auf dieser Welt noch habe!“
Ich drückte meine tote Tochter krampfhaft an meine Brust und wiegte sie im Dreck vor dem Krankenhaus hin und her, während mein schmerzfülltes Heulen in der stürmischen Nacht verhallte. Mein gesamtes Leben, meine Seele und mein Verstand brannten in diesem einzigen Augenblick vollkommen zu Asche nieder.
Wenig später vibrierte mein Telefon erneut. Es war eine Textnachricht von Damian: Komm sofort ins Anwesen und koche eine beruhigende Suppe für Vienna. Sie hat sich wegen des Vorfalls vorhin furchtbar erschrocken und braucht Pflege.
Eine unbarmherzige, mörderische Kälte übernahm die Kontrolle über meinen Körper. Ich weinte nicht mehr. Meine Tränen versiegten schlagartig. Ich band mir die starre Leiche meiner kleinen Tochter mit einem Tuch fest auf den Rücken, stand auf und ging stumm nach Hause.
Als ich die prunkvolle Villa des Alphas betrat, tropfte das Regenwasser vermischt mit Schlamm von meiner Kleidung auf den teuren Marmorboden. Damian stand im Wohnzimmer und strich der schluchzenden Vienna sanft über den Rücken.
Sobald Damian mich sah, zog er wütend die Augenbrauen zusammen. „Wo warst du so lange?! Siehst du nicht, wie schlecht es Vienna–“
Weiter kam er nicht. Ich trat mit schnellen Schritten auf ihn zu, holte aus und schlug ihm mit meiner gesamten Kraft mitten ins Gesicht.
Klatsch!
Der Schockwelle fuhr durch den Raum. Es war das allererste Mal in den fünf Jahren unserer Ehe, dass ich ihm nicht gehorchte oder mich gegen ihn auflehnte. Damian taumelte einen Schritt zurück, hielt sich die brennende Wange und starrte mich mit feurigem Zorn an.
„Bist du komplett irre geworden, du Miststück?!“, brüllte Damian mich an.
Bevor er reagieren konnte, holte ich erneut aus und schlug ihm ein zweites Mal mit voller Wucht ins Gesicht.
„Ja, ich bin irre!“, schrie ich ihm mit einer Stimme entgegen, die nicht mehr menschlich klang. „Du bist ein nutzloses, elendes Stück Abschaum! Du hast mich im gesamten medizinischen System sperren lassen! Du hast verhindert, dass mein Kind Hilfe bekommt!“
Vienna kreischte auf und flüchtete sich gespielt ängstlich hinter Damians breiten Rücken. „Damian, hilf mir! Sie will mich umbringen!“
Ich setzte an, um auf die Hexe loszugehen und ihr die Augen auszukratzen, doch Damian packte mich grob an den Schultern und stieß mich gewaltsam zu Boden. Ich krachte hart auf den Fliesenboden.
Er sah mich mit reinem Abscheu an und blickte dann auf das Tuch auf meinem Rücken. Als er die reglose, eiskalte Hand der kleinen Seren sah, die schlaff aus dem Tuch hing, fror seine Miene für eine Bruchteil einer Sekunde ein. Doch seine Arroganz siegte sofort wieder.
„Du hast dieses Gör also wirklich sterben lassen, nur um mir ein schlechtes Gewissen zu machen?!“, brüllte Damian voller Verachtung. „Du bist nichts weiter als eine billige Schlampe, die sich einmal flachlegen ließ, schwanger wurde und dachte, sie könnte mich an sich binden!“
Er trat einen Schritt vor, packte mich an den Haaren und riss meinen Kopf nach hinten.
„Ich habe genug von dir und deinem wertlosen Dasein!“, zischte er eiskalt. „Gott sei Dank ist dieser kleine Bastard endlich weg!“
Mit einer einzigen, brutalen Geisteskraft riss er das Band unserer verbliebenen Rudelverbindung krampfhaft entzwei. Ein stechender Schmerz fuhr durch meine Seele, als der aufgezwungene Schwur schlagartig zerbrach.
„Hiermit verstoße ich dich offiziell aus dem Rudel!“, dröhnte seine Stimme durch die Halle. „Du bist ab diesem Augenblick eine verfehmte Landstreicherin! Schmeißt diesen Müll raus auf die Straße!“
Zwei Sicherheitskräfte packten mich grob an den Armen, zerrten mich aus dem Anwesen und warfen mich gnadenlos in den schlammigen Vorgarten. Die schwere Eichentür knallte dröhnend zu.
Ich lag im Dreck, presste die kalte Leiche meiner Tochter fest an mich und blickte ein letztes Mal zu den erleuchteten Fenstern hinauf.
„Ihr werdet alle brennen“, flüsterte ich mit eisiger, tödlicher Entschlossenheit in die stürmische Nacht. „Ich schwöre es beim Blut meines Kindes.“
REBEKAH„Bruder …?“Damians Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, doch das Wort hallte durch die plötzliche Stille im Ballsaal. Verwirrt sah ich ihn an und blickte dann zu Jayden, der neben mir stand – mit demselben gelassenen Gesichtsausdruck wie beim Betreten des Saals. Kein Anflug von Überraschung lag auf seinen Zügen, nichts deutete darauf hin, dass Damians Reaktion ihn auch nur im Mindesten berührte. Es war fast so, als hätte er genau auf diesen Moment gewartet.Wieder sah ich abwechselnd von dem einen zum anderen. *Bruder?*Ich wusste natürlich, dass Damian Familie hatte. Schließlich war ich jahrelang mit ihm verheiratet gewesen, auch wenn er sich nie große Mühe gegeben hatte, mich an seinem Privatleben teilhaben zu lassen. Dennoch hatte er nie einen älteren Bruder erwähnt – und schon gar keinen, der nun totgeglaubt vor uns stand.„Hat er ihn gerade seinen Bruder genannt?“, murmelte jemand hinter uns.Das Geflüster breitete sich rasend schnell aus, und ich bemerkte, wie etliche
„Bitte, Miss, Sie übertreiben es total mit dem Training“, flüsterte Ellie, die junge Assistentin, die Jayden mir persönlich zugeteilt hatte, mit fast schon panischer Stimme. Sie trat vorsichtig näher und hielt mir eine kalte Flasche Wasser entgegen. „Wenn der Boss erfährt, dass Sie sich hier bis zur völligen Erschöpfung getrieben haben, ohne dass ich Sie gestoppt habe, werden wir beide seine unnachsichtige Strafe zu spüren bekommen.“Ich hielt inne, ließ die schwere Hantel sinken und atmete tief aus, während mir der Schweiß von der Stirn rann. Die Muskeln in meinen Armen brannten vor Schmerz, aber dieser Schmerz fühlte sich gut an er war ein Beweis dafür, dass ich lebte und stärker wurde.Ich nahm die Wasserflasche aus Ellies Händen und lächelte matt. „Es tut mir leid, Ellie. Du hast recht, ich werde für heute aufhören. Du musst dir keine Sorgen machen.“Sie atmete erleichtert aus und reichte mir ein weiches Handtuch. Als sie sich kurz wegdrehte, griff ich in die Tasche meiner Trainin
Ein sanfter, warmer Windzug streifte meine Haut, als ich langsam die Augen aufschlug.Kein peitschender Regen. Kein kalter Schlamm. Kein Geruch von feuchter Erde auf dem frischen Grab meiner Tochter.Ich starrte auf die riesige, stuckverziehrte Decke über mir und das sanfte Licht eines Kristallkronleuchters. Ein Seidenteppich lag unter dem wuchtigen Himmelbett, auf dem ich lag, und der Raum war erfüllt von einem schweren, rauchigen Duft nach Zedernholz.Bin ich... bin ich tot?, dachte ich flüsternd bei mir selbst. Ist das das Jenseits?„Du bist keineswegs tot, kleines Mädchen“, ertönte eine tiefe, raue Stimme direkt neben dem Bett.Ich schreckte auf und zog die samtige Decke schützend bis an meine Brust. In einem eleganten, dunklen Sessel am Fenster saß ein Mann. Er war breitgebaut, hatte ein scharf geschnittenes Kiefer und Augen wie flüssiges Eis. Er trug keine Maske. Er war makellos, gefährlich und atmete eine schiere, einflößende Dominanz aus, die den gesamten Raum erdrückte. Ich h
„Ich schwöre dir beim Blut deiner unschuldigen Seele, Seren... Damian und Vienna werden brennen“, flüsterte ich mit gebrochener, aber eiskalter Stimme in die Finsternis der Nacht.Mit meinen bloßen, blutigen Händen grub ich die nasse Erde hinter einem verlassenen Unterstand nahe der Rudelgrenze auf. Der kalte Regen wusch den Schlamm von meinen Wangen, während ich die starre, kleine Leiche meiner Tochter behutsam in das kühle Grab legte. Ich deckte ihren winzigen Körper vorsichtig mit der weichen Erde zu und schichtete schwere Steine darüber, um sie vor den wilden Tieren des Waldes zu schützen.„Sei nicht einsam, mein kleiner Engel“, murmelte ich, während ich meine Stirn an die kalten Steine presste. „Es werden schon sehr bald viele andere Menschen folgen, die dir in die Finsternis nachreisen.“Ich erhob mich langsam. Meine Kleidung war durchnässt, meine Hände bluteten, und die Wunde der zerrissenen Rudelverbindung brannte wie flüssiges Feuer in meiner Seele. Ich besaß nichts mehr auf





