ANMELDENAntonios Worte wiederholten sich immer wieder in Alessias Kopf wie das hektische Läuten einer Hinrichtungsglocke.Don Prieto... Italienisch-Spanische Allianz... Heirat mit Rocco Prieto. Die Worte verschwimmten zusammen und erfüllten das private Arbeitszimmer mit einer Dunkelheit, die die wenig Luft zu schlucken schien.Ihre Sicht wurde verschwommen, weiße Flecken tanzten vor ihren Augen, als sich der Raum unter ihrem knienden Körper neigte.Rocco Prieto Derselbe Mann, dessen explizites, räuberisches Flüstern sie auf die Haut kriechen ließ. Derselbe Mann, der ihre Taille im Dunkeln verletzt hatte, knurrte, dass er sie direkt auf die Banketttische genommen hätte, wenn er die Chance gehabt hätte.Derselbe Mann, der sie wie ein wildes Tier nach seiner Beute durch die Gänge gejagt hatte. Sie einem solchen Mann zu geben, war keine Heiratsvereinbarung - es war eine verzögerte Hinrichtung.„Nein...“, atmete Alessia, ihre Stimme zitterte. Sie hob ihr Kinn und sah Antonio durch ihre Tränen an.
Alessia starrte ihre Mutter verwirrt an, ihre zitternde Hand drückte sich immer noch gegen ihre brennende, pochende Wange.Sie hatte keine Ahnung, was sie diesmal falsch gemacht hatte. Sie hatte das Gestern kaum überlebt - sie ertrug ein wütendes Fieber, entkam Roccos räuberischen Händen und brach zu Cassians Füßen zusammen - nur um in dieses private Arbeitszimmer gezerrt und wie ein Hund geschlagen zu werden, sobald sie durch die Tür trat.„Ich... ich verstehe nicht, Madre...“, verschluckte sie sich, ihre Stimme war eine zerbrechliche Raschel.Ihre tränengefüllten Augen wanderten an ihrer Mutter vorbei in Richtung des großen Mahagoni-Exekutivschreibtischs am anderen Ende des üppig dekorierten Arbeitszimmers.Don Antonio saß ruhig hinter dem polierten Holz, seine breiten Hände über einen dicken Lederordner gefaltet. Seine dunklen Augen waren auf sie gerichtet, kalt und berechnend.“Ha! Du hast gegen Rocco gekämpft! Wir haben es alle gesehen! Und jetzt willst du es wagen, es zu leugnen
Alessia wachte am nächsten Morgen mit nur einem dumpfen Schmerz auf, der hinter ihren Schläfen pochte.Das schwere Gewicht des Fiebers, das ihren Körper tagelang verwüstet hatte, war fast vollständig verschwunden. Die starken Medikamente, die Cassian sie in der Nacht zuvor einnehmen ließ, hatten Wunder gewirkt, das Fieber senken und ihr etwas von ihrer Kraft zurückgeben.Sie rollte von ihrem schmalen Eisenbett und schlurfte sofort in ihr kleines Badezimmer, um zu duschen. Das kalte Wasser fühlte sich diesmal eher erfrischend als schmerzhaft an.Als sie ausstieg, zog sie ein altes, verblasstes blaues Baumwollkleid an, das locker um ihren Körper hing - ein übergroßes, schlichtes Kleidungsstück, das ihre Taille und Kurven vor wandernden Augen verbarg.Sie nahm ihren Mut zusammen, ging in den Servicekorridor, ging direkt zum Hauswirtschaftsschrank und schnappte sich einen Holzmopp, einen Eimer Seifenwasser und einen Satz sauberer Lappen.Sie brauchte Arbeit. Sie brauchte etwas, um ihre Hä
Alessias Atem stockte in ihrer Kehle. Ihre Finger umklammerten den Messingknopf, ihre Knöchel wurden weiß, als sie ihn festhielt, als ob er sie ruhig halten könnte.Sich ihres eigenen Körpers so bewusst zu sein, versetzte sie in Panik. Sie war völlig nackt unter seinem übergroßen Seidenhemd, und der Gedanke daran ließ sie sich entblößt und hilflos fühlen.Was wäre, wenn er sich jetzt entscheiden würde, sie auszunutzen? Sie war in seiner privaten Suite gefangen, immer noch schwach vom Fieber, kaum genug Kraft, um zu stehen.Wenn er sie verletzen wollte, wusste sie, dass sie ihn nicht aufhalten konnte. Cassian breitete langsam seine Arme aus. Er nahm die unbeleuchtete Zigarette von seinen Lippen und legte sie auf den Mahagoni-Schreibtisch, dann stand er auf.Alessia beobachtete ihn, ihre Augen weiteten sich, als er zu seiner vollen Größe aufstieg und auf sie zuging. Seine Schritte waren langsam, so dass sie viel Zeit hatte, ihn näher kommen zu sehen.Seine blasssilbernen Augen blieben a
Alessia atmete zitternd erleichtert auf, als Roccos schwere Lederstiefel schließlich in den fernen Lärm des Herrenhauses übergingen. Er war weg.Erst dann wurde ihr klar, wo sie war und an wem sie sich immer noch festhielt. Sie wurde gegen Cassians Brust gedrückt, ihre nackte, fieberhafte Haut berührte seinen nassen Oberkörper.Ihre Hände waren immer noch um seine Arme gewickelt, und ihre Tränen hatten dunkle Streifen über sein nacktes Schlüsselbein hinterlassen. Schock traf sie, und sie ließ schnell los und stolperte rückwärts, als ob seine Haut sie plötzlich verbrannt hätte.„Ich... es tut mir wirklich leid, Cassian... Ich habe nur...“ ihre Stimme war kaum ein Flüstern im ruhigen Flur.Sie biss sich auf die Unterlippe, als eine weitere Welle von Schwindel sie traf, wodurch sich der dunkle Korridor um sie drehte. Sie wollte sich richtig entschuldigen. Sie hatte den gefährlichsten, unantastbarsten Mann im De Rossi-Syndikat gepackt, weil sie Angst hatte und sich nirgendwo anders wenden
Rocco verschärfte seinen Griff um ihre Taille und zog sie näher, bis sein schwerer Körper sie gegen die Steinsäule drückte.Er senkte den Kopf, sein heißer, feuchter Atem streifte die empfindliche Haut unter ihrem Ohr. Alessia schauderte angewidert.„Gib nach, Alessia“, flüsterte Rocco, seine raue Stimme trug ein dunkles Versprechen. „Hast du eine Ahnung, wie wahnsinnig erregt du mich gemacht hast, als du diese Halle betratst? Sieht aus wie eine kleine Schlampe in diesem engen roten Kleid?”Alessia drehte ihren Kopf weg, ihre schwachen Hände drückten verzweifelt gegen seine breiten Schultern, aber das Fieber hatte ihr die Kraft genommen, die sie brauchte, um ihn zu bewegen.“Wenn dies nicht ein formelles Treffen mit all diesen alten Dons wäre, die zuschauen”, knurrte Rocco gegen ihr Ohr, seine Finger drückten so fest in ihre Taille, dass sie spüren konnte, wie die Haut unter dem dünnen Samt anfing, sich zu quetschen, “Ich hätte dich über einen dieser langen Tische ausgestreckt und dic






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