共有

Kapitel 6

作者: Evelyn M.M
Rowan

Es gab etwas, das in einem passierte, wenn man sah, wie die Ex-Frau, die Mutter des eigenen Sohnes, angeschossen und blutend auf dem kalten Boden des Friedhofs lag. Etwas, das ich niemals gedacht hätte, für Ava zu empfinden.

Als ich die bewaffneten Männer auf uns zielen sah, hatte ich nicht nachgedacht. Ich wusste, dass Noah sicher bei meinen Eltern war, also handelten meine Instinkte, und ich warf mich auf Emma. Ich wäre für sie gestorben und war bereit, genau das zu tun.

Ich war erleichtert, als die Schützen flohen, nachdem die Polizei eingetroffen war, aber diese Erleichterung währte nur kurz, als einer der Beamten nach einem Krankenwagen rief. Ich drehte mich um und fragte mich, wer verletzt war. Aber ich hätte niemals erwartet, dass es Ava war, und sie so verletzt zu sehen, brachte mich fast auf die Knie.

Danach war alles ein einziges Chaos. Der Krankenwagen kam, und der Beamte weigerte sich, Ava gehen zu lassen, bis er sich sicher war, dass sie in den fähigen Händen eines Arztes war.

Ich war wütend über seine Zurückhaltung, sie gehen zu lassen – sie war meine Frau, ich meine, meine Ex-Frau. Aber noch wichtiger: Ich war wütend auf mich selbst. Ich hätte sie beschützen sollen. Wenn Ava etwas Schlimmeres passiert wäre, wie hätte ich das Noah erklären können? Wie hätte ich rechtfertigen können, dass ich es nicht geschafft hatte, seine Mutter zu schützen?

Also war ich hier, lief im Warteraum hin und her, so verdammt besorgt, weil wir seit Avas Einlieferung in die Notaufnahme nichts gehört hatten. Niemand war herausgekommen, um uns eine Prognose zu geben.

„Bitte lass sie in Ordnung sein“, flüsterte Kate, ihre Mutter.

Das war das erste Mal, dass ich irgendeine Emotion in ihrer Stimme hörte, wenn es um Ava ging. Ich vermutete, der Verlust ihres Mannes und das fast verlorene Leben ihrer Tochter hatten sie etwas weicher gemacht.

Wir waren alle hier, mit Ausnahme von Noah. Travis saß neben Kate, die wiederum neben Emma saß.

Ich setzte mich, unfähig, die innere Unruhe zu kontrollieren. Ich sagte mir immer wieder, dass ich sie Noah zuliebe in Ordnung wissen musste.

Ich wusste nicht, wie lange wir warteten, aber als ich aufsah, sah ich Ava. Sie stand am Schalter der Krankenschwester und reichte Papiere ab. Ihr linker Arm war in einer Schlinge, während sie ihre Kreditkarte nahm und sie in ihre Tasche steckte.

Mit Mühe holte sie ihr Handy heraus, während sie die Tasche immer noch hielt. Man konnte an ihrem Stirnrunzeln sehen, dass es keine leichte Aufgabe war.

„Ava“, rief ich, als sie an uns vorbeigehen wollte. Ihr Blick war noch auf ihr Handy gerichtet.

Sie sah auf. Sofort bemerkte ich, dass etwas an ihr anders war. Ich konnte es nicht genau benennen, aber es war da.

„Was machst du hier? Hat sich noch jemand verletzt?“, fragte sie. Ihre Stimme war flach und ohne jegliche Emotion.

„Wie geht es dir?“, fragte ihre Mutter, anstatt zu antworten.

„Zu eurem Pech bin ich noch nicht tot.“

Ihre Antwort überraschte alle. Nicht nur wegen der Wortwahl, sondern auch wegen der Kälte, mit der sie gesprochen hatte.

Ich schaltete mich ein. „Wohin gehst du?“

„Nach Hause“, war ihre einzige Antwort.

„Deine Hand ist in einer Schlinge, du kannst nicht fahren“, argumentierte ich.

„Deshalb habe ich einen Uber gerufen.“

„Ava, wir müssen reden. Es geht um deinen Vater“, flüsterte Kate, was Ava dazu brachte, sich ihrer Mutter zuzuwenden.

Etwas fehlte. Ich konnte es in ihren Augen sehen.

Kalt starrte sie ihre Mutter an. „Ich verstehe nicht, was das mit mir zu tun hat. Soweit ich mich erinnere, hat er mich nicht als seine Tochter betrachtet.“

Ein Schluchzen entfuhr ihrer Mutter, aber Ava schenkte ihr keine Beachtung. Es war, als hätte sie alle ihre Gefühle abgeschaltet und nichts als eine grausame Vertrautheit hinterlassen.

Sie ging zur Tür, hielt aber inne. „Wo ist mein Sohn?“

„Bei Mom zu Hause“, antwortete Travis und bohrte seinen Blick in sie.

Sie seufzte. „Sieht so aus, als würde dieses Gespräch doch noch stattfinden.“

„Ich fahre dich“, bot ich an.

Das brachte mir ein Stirnrunzeln von Emma ein, aber sie musste verstehen. Unabhängig von meinen Differenzen mit Ava war sie immer noch Noahs Mutter und verletzt. Und vergessen wir nicht, dass sie meine Frau gewesen war.

Überraschenderweise lehnte Ava ab. „Nicht nötig. Ich nehme den Uber, wie ich es geplant hatte, und treffe euch dort.“

Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und ging. Wir starrten den Ort an, an dem sie gerade noch gestanden hatte. Normalerweise hätte sie jede Gelegenheit genutzt, in meiner Nähe zu sein. Deshalb überraschte uns alle, dass sie mein Angebot ablehnte.

„Lass uns fahren, bevor sie zu Hause ankommt und wieder geht, bevor wir überhaupt die Chance hatten, mit ihr zu sprechen“, sagte Kate leise, ihre Stimme immer noch traurig.

Wir waren zusammen gefahren, also stiegen wir alle in meinen Cadillac Escalade und fuhren los. Ich ignorierte sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen und erreichte Kates Haus gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie Ava die Tür hinter sich schloss.

Ich parkte das Auto und stieg aus. Drinnen fanden wir meine Eltern, Gabe und Ava, die sie jedoch größtenteils ignorierte. Es war merkwürdig, diese Seite von ihr zu sehen. Meistens hatte sie versucht, Smalltalk mit ihnen zu führen, selbst wenn sie sie schnitten.

„Können wir das einfach hinter uns bringen?“, sagte sie genervt, während sie sich setzte.

„James kam zu mir mit einem Geschäftsvorschlag. Er wollte, dass wir zusammenarbeiten. Ich stimmte zu, weil ich dachte, es wäre eine gute Investition“, begann ich.

„Wir haben die erforderlichen Dokumente unterschrieben, weil wir dachten, es wäre eine solide Firma. Erst später haben wir festgestellt, dass die Firma einer kriminellen Bande gehörte. Weder James noch ich wollte, dass etwas Illegales unsere Unternehmen berührt. Wir wussten, dass es unvermeidlich wäre, wenn wir mit ihnen weiterarbeiteten, also fanden wir einen Weg, den Vertrag zu kündigen, und meldeten sie der Polizei.“

„Okay“, zog Ava das Wort in die Länge, ihre Stirn gerunzelt, als wäre sie verwirrt, worauf das hinauslaufen sollte.

Ich seufzte, bereits erschöpft von den heutigen Ereignissen. „Es stellte sich heraus, dass die Mitglieder der Bande zu den meistgesuchten Kriminellen gehörten. Sie nahmen es nicht gut auf, dass wir sie entlarvt hatten, und gingen in den Untergrund. Wir dachten, dass sie sich fernhalten würden, da die Polizei involviert war.“

Kate übernahm. „Sie begannen, deinen Vater zu bedrohen. Sie versprachen, ihn bezahlen zu lassen, und gingen dann auf seine Frau und Kinder los. Sie gaben ihm die Schuld, weil er sie kontaktiert hatte, obwohl er nicht wusste, dass sie in illegale Geschäfte verwickelt waren. Wir dachten, sie würden bluffen – bis sie deinen Vater erschossen haben.“

Travis, Gabe und meine Eltern wussten bereits Bescheid. Ich sah zu Emma und bemerkte den Schock und die Angst in ihrem Gesicht. Dann schaute ich zu Ava, und derselbe tote und kalte Ausdruck lag immer noch in ihren Augen.

„Ich sehe nicht, was das mit mir zu tun hat“, sagte sie kühl und sah uns an. Ihre Augen durchbohrten uns wie Eissplitter.

Sie stand auf. „Ich werde Noah nehmen und gehen.“

„Verdammt noch mal, Ava, du nimmst das nicht ernst“, sagte ich durch zusammengebissene Zähne.

Wusste sie nicht, was das bedeutete? Wie viel Gefahr ihr drohte? Wie heute hätte enden können, wenn wir ihre Beerdigung hätten planen müssen?

„Doch, das tue ich, und wie ich schon sagte, ich sehe nicht, was das mit mir zu tun hat.“

Travis knurrte und zeigte dieselbe Frustration, die auch ich fühlte. „Du wurdest heute angeschossen… Sollte dir das nicht etwas sagen?“

Sie warf ihm einen scharfen Blick zu. „Das Einzige, was es mir sagt, ist, dass ich zur falschen Zeit am falschen Ort war.“

„Ava…“, begann Kate zu sprechen, doch Ava schnitt ihr das Wort ab.

„Nein. Sie waren hinter euch dreien her, nicht hinter mir. Jeder in dieser verdammten Stadt wusste, dass keiner von euch mich als Teil dieser Familie ansah, also warum sollten sie sich die Mühe machen, jemanden zu verfolgen, den es euch nicht einmal interessieren würde, wenn sie stirbt?“

Ihre Worte schnitten durch die Luft und ließen uns alle wie versteinert zurück. Das war so untypisch für sie. Was, zum Teufel, war hier los?

Sie wandte sich mir zu. Ihre Augen waren vollkommen leer, als ob nichts mehr in ihr lebendig wäre. Es war, als hätte sie sich innerlich völlig abgeschaltet. Irgendetwas an der Art, wie sie mich ansah, störte mich. Ich hasste es, dass ich keinerlei Emotionen in ihren Augen erkennen konnte.

„Wenn es jemanden gibt, um den ihr euch Sorgen machen solltet, dessen Sicherheit oberste Priorität haben sollte, dann ist es die Frau neben dir“, sagte sie und deutete mit einem kaum merklichen Nicken auf Emma. „Sie war immer seine perfekte kleine Prinzessin, also hört auf, mich in das Chaos hineinzuziehen, das er hinterlassen hat.“ Sie hielt kurz inne, bevor sie sich den anderen zuwandte und jedem von ihnen direkt in die Augen blickte.

„Hört auf mit eurem scheinheiligen Mitgefühl. Ich brauche es nicht, verdammt. Und wenn es sich herausstellt, dass ich in Gefahr bin, werde ich es alleine regeln. Ich sterbe lieber, als eure sogenannte Hilfe anzunehmen.“

Ihre Mutter schnappte hörbar nach Luft, und wir alle starrten sie überrascht an. Es war, als könnten wir die Frau, die vor uns stand, nicht mehr erkennen. Kate sah aus, als hätte Ava sie gerade geohrfeigt.

Emma sprang auf und starrte Ava an, als wollte sie sie einschüchtern. Früher hätte Ava in einer solchen Situation nachgegeben, aber diesmal nicht.

„Hör auf, so eine kleine Zicke zu sein. Wie immer willst du, dass sich alles nur um dich dreht“, fauchte Emma. Doch Ava lachte nur trocken.

„Ich weiß nicht, in welchem Loch du dich versteckt hast, liebe Schwester, aber nichts drehte sich jemals um mich. Es ging immer nur um dich. Aber darum geht es gerade nicht. Ich habe mein Leben lang ohne den Schutz dieser Leute gelebt. Ich verstehe nicht, warum sie sich plötzlich für meine Sicherheit interessieren. Es ist heuchlerisch, und ich will keine heuchlerischen Leute um mich herum… Und jetzt entschuldigt mich, ich muss nach Hause.“

Sie drehte sich um, ignorierte Emma und den Rest von uns, als würden wir gar nicht existieren. Ich konnte nicht glauben, was sie gerade gesagt hatte. Sie sprach von uns, als wären wir verdammte Fremde. Als wären wir ihr völlig egal.

„Noah“, rief sie, und Sekunden später hörten wir, wie kleine Füße durch das Haus rannten. Kurz darauf tauchte mein Sohn im Wohnzimmer auf.

Sein Keuchen, als er seine Mutter sah, ließ mich wie ein elender Versager fühlen.

„Mama, was ist mit deinem Arm passiert?“, fragte er und rannte auf sie zu, um sie zu umarmen.

Sie zog ihn mit einem Arm an sich. „Nichts, mein Schatz. Ich habe mir den Arm an der Tür gestoßen, und der Arzt musste ihn richten.“

Sanft strich sie über seine Wange, ihre Augen voller Liebe. Der harte und kalte Ausdruck war komplett verschwunden, als sie ihren Sohn ansah.

„Tut es weh?“, fragte Noah leise.

„Ein bisschen, aber ich werde wieder gesund. Komm, lass uns nach Hause gehen, Eis essen und kuscheln“, sagte sie mit einem Lächeln, das Noahs Gesicht zum Strahlen brachte.

Das zauberte ein breites, wunderschönes Lächeln auf Noahs Lippen. Sein Gesicht strahlte vor Freude über die Worte seiner Mutter.

Ava wollte seinen Rucksack tragen, aber Noah hielt sie auf.

„Ich schaffe das. Ich bin jetzt ein großer Junge. Du wirst sehen, wenn wir zu Hause sind, werde ich mich um dich kümmern und dir den Schmerz wegküssen, so wie du es immer bei mir machst.“

Ava lächelte, und ihr Lächeln verwandelte ihr ganzes Gesicht. Der eisige Ausdruck war wie weggewischt. Wir alle beobachteten die liebevolle Interaktion zwischen Mutter und Sohn und konnten unsere Blicke nicht abwenden. Die Hingabe, die sie füreinander hatten, war unübersehbar.

„Ist die Frau deine Schwester?“, Noah warf neugierige Blicke in Emmas Richtung.

„Nein. Ich habe keine Schwester“, antwortete Ava und fügte leise hinzu: „Und auch keine Familie.“

Ich glaubte nicht, dass wir diesen letzten Teil hören sollten, aber wir taten es, wenn man die scharfen Atemzüge um uns herum als Anhaltspunkt nahm. Ich sah zu Noah, um zu sehen, ob er gehört hatte, was Ava gesagt hatte, aber es schien nicht so, denn er winkte mir fröhlich zu.

„Tschüss, Papa.“

„Tschüss, mein Junge“, antwortete ich heiser.

Er verabschiedete sich von den anderen, und dann waren sie weg.

Wir blieben in stiller Nachdenklichkeit zurück. Ich starrte weiter auf die Tür, verwirrt darüber, was gerade passiert war. Ihr distanziertes Verhalten hatte etwas in mir aufgewühlt. Es zerrte an unbekannten Fäden tief in mir.

Das war eine Seite von Ava, die ich noch nie gesehen hatte. Eine Seite, die mir völlig fremd war – und ich mochte sie verdammt noch mal nicht.

この本を無料で読み続ける
コードをスキャンしてアプリをダウンロード

最新チャプター

  • Die Reue meines Ex-Ehemannes   Chapter 1003

    „Ich habe ihm nicht gedroht“, sagte Nolan achselzuckend. „Ich habe ihn nur getestet.“„Du hast ihm gesagt, die Ehe sei eine Falle, und wenn er mir wehtut, würdest du ihn im Wald vergraben!“Nolan zuckte mit den Schultern. „Die Sache mit dem Wald war Papas Idee.“„Noah!“Irgendwo vom Flur rief mein Mann vollkommen reuelos zurück: „Dazu stehe ich!“Val warf frustriert die Hände in die Luft. „Jetzt verstehe ich, warum Nova früher immer gesagt hat, ihr seid wahnsinnig!“„Ich habe nie behauptet, normal zu sein, kleine Schwester“, sagte Nolan und grinste sie an.Ich lachte so heftig, dass mir Tränen in die Augen stiegen, aber unter all dem war ich die glücklichste Mutter der Welt.Die Tür öffnete sich erneut, und Nova kam herein, ihre Tochter auf der Hüfte, während sie eine Wickeltasche über der Schulter balancierte.Inzwischen war sie mit der Liebe ihres Lebens verheiratet, obwohl sie früher Angst gehabt hatte, einsam und als Jungfrau zu sterben. Ihr Mann war großartig, und er verg

  • Die Reue meines Ex-Ehemannes   Chapter 1002

    „NOAH! Was zur Hölle stimmt nicht mit dir?“„Du hast ein böses Wort gesagt, Mama“, sagte Val süß, wurde aber sofort von Nova unterbrochen.Nova ließ sich aufs Sofa fallen und lehnte sich an mich. „Ich werde niemals heiraten.“„Doch, wirst du. Versprochen“, versuchte ich sie zu beruhigen.„Nein, werde ich nicht! Bei diesem Tempo bekomme ich nicht einmal meinen ersten Kuss! Ich werde allein und als Jungfrau sterben, weil mein Papa und mein Bruder beide wahnsinnig sind!“Noah räusperte sich unbeholfen. „Es ist nichts Falsches daran, J-Jungf—“„Du kannst nicht einmal das Wort Jungfrau aussprechen“, fiel Nova ihm ins Wort. „Wie hast du es überhaupt geschafft, Kinder zu bekommen?“„Okay, genug. Alle zusammen … Nova, alles wird gut. Wenn die Zeit gekommen ist, wirst du deinen Menschen fürs Leben finden. Und du, Nolan, hör auf, dich in die Angelegenheiten deiner Schwester einzumischen.“Nolan seufzte. „Keiner von ihnen verdient sie … Sie sind zu feige, um meiner Zwillingsschwester würd

  • Die Reue meines Ex-Ehemannes   Chapter 1001

    Acht Jahre später.„Ich schwöre, ich bringe ihn um!“Novas Stimme hallte durchs Wohnzimmer und riss Noah und mich aus unserem ruhigen Moment auf dem Sofa. Der einmonatige Liam schlief an Noahs Brust, während ich versuchte, winzige Babykleidung zusammenzulegen, die auf unerklärliche Weise nie weniger zu werden schien, egal, wie viele Ladungen Wäsche ich wusch. Unser viertgeborener Sohn Oliver lag derweil ausgestreckt auf dem Boden und malte.Er war sechs, und ich schwöre, nichts brachte ihn aus der Ruhe. Nicht einmal das Drama, das irgendwie schon immer mit Novas Namen verbunden zu sein schien.Noah setzte sich sofort ein Stück aufrechter hin. „Achte auf deine Sprache.“„Ist mir egal!“, fauchte Nova und warf ihre Tasche so heftig auf den Boden, dass Val, die kopfüber im Sessel lag und Hausaufgaben machte, sie erschrocken anblinzelte.Mit zehn Jahren war Val noch immer kleiner als die meisten Kinder in ihrem Alter. Ihr Körper holte nach allem nur langsam auf, doch ihren scharfen gr

  • Die Reue meines Ex-Ehemannes   Chapter 1000

    Und irgendwann in all dieser Zeit begann ich wirklich, die Veränderung in ihm zu sehen. Nicht die Version von Noah, die ich früher angefleht hatte, mich zu lieben. Nicht den Mann, der von Schuld und Reue zerfressen war. Sondern jemanden völlig anderen …Noah war zu einem Mann geworden, der gelernt hatte, zu lieben, ohne alles um sich herum zu zerstören. Und langsam, ohne überhaupt zu merken, wann es geschehen war, begann ich, ihm mein Herz wieder anzuvertrauen.Meine Gedanken verblassten, als Mama schließlich stehen blieb, und ich lächelte sanft, während sie meine Hand in Noahs legte.In dem Moment, in dem unsere Haut sich berührte, spürte ich, wie seine Hand zitterte. Sein Blick hielt meinen fest, als könne er noch immer nicht glauben, dass das hier echt war. Als hätte er Angst, ich würde verschwinden, wenn er auch nur blinzelte.Danach begann die Zeremonie, aber ehrlich gesagt zog das meiste davon wie im Nebel an mir vorbei, weil Noah nicht aufhörte, mich anzusehen. Und genauso k

  • Die Reue meines Ex-Ehemannes   Chapter 0999

    Ich sah ab und zu noch nach Caseys Sohn, und ehrlich gesagt ging es ihm gut. Er war glücklich bei seiner Großtante, was mich manchmal fragen ließ, ob er wohl genauso glücklich und unbeschwert gewesen wäre, wenn Benji und seine Mutter noch am Leben gewesen wären.Ich will nicht sagen, dass sie grausam zu ihm gewesen wären. Aber genau wie Casey wäre er in diese ganze Sache mit dem Hass hineingezogen worden und wäre von Hass umgeben aufgewachsen statt von Liebe.„Mein Schatz.“ Mamas Stimme holte mich sanft zurück. „Es ist Zeit.“Vorsichtig legte ich Val zurück in Nolans Arme, bevor ich aufstand. Ich betrachtete mich ein letztes Mal im Spiegel, dann drehte ich mich um und folgte den anderen nach draußen.Am Eingang drückte Lilly meine Hand. „Bist du bereit?“Ich atmete tief ein. „So bereit, wie ich nur sein kann.“Sie grinste, öffnete die Türen und ging mit Juliette an ihrer Seite hinein. Nach ihnen traten Nova und Nolan gemeinsam ein, und genau zwischen ihnen tapste Val nach vorn, w

  • Die Reue meines Ex-Ehemannes   Chapter 0998

    Mama lachte noch lauter. „Nein, nein. Die Pferde-Rede kam erst, nachdem sie gesagt hatte, alle Männer seien emotional verklemmt.“„Bitte hör auf“, stöhnte ich und verbarg mein Gesicht.Lilly war noch lange nicht fertig. „Und dann gab es noch den Moment, in dem sie sagte, sie würde lieber einen Kaktus heiraten, als es noch einmal mit Beziehungen zu versuchen.“„Zu meiner Verteidigung: Ich meinte das damals wirklich ernst“, murmelte ich.Alle brachen in Gelächter aus, und der Klang erfüllte den Raum mit einer solchen Wärme, dass sich für einen Moment alles leicht anfühlte. Wir hatten uns kaum davon erholt, als die Tür aufflog und gegen die Wand dahinter schlug.„Mama!“ Nova stürmte herein, in einem flauschigen rosafarbenen Kleid, mit passenden Schleifen im Haar.Sie blieb vor mir stehen, schnappte laut nach Luft und sagte dann: „Du siehst aus wie die Sterne. Ganz wunderschön.“Sofort entwich mir ein Lachen. „Seit wann kannst du denn solche Komplimente machen?“Nova zuckte stolz m

続きを読む
無料で面白い小説を探して読んでみましょう
GoodNovel アプリで人気小説に無料で!お好きな本をダウンロードして、いつでもどこでも読みましょう!
アプリで無料で本を読む
コードをスキャンしてアプリで読む
DMCA.com Protection Status