LOGINDiese Geschichte enthält sensible Themen, die für einige Leser unangenehm oder verstörend sein können. Die Lektüre wird für Personen ab 18 Jahren empfohlen. In ihrem ersten Jahr an der Universität, geprägt von tiefer Einsamkeit und dem verzweifelten Verlangen nach Zugehörigkeit, greift Lara, eine junge Gotikerin mit hexischem Erbe, zu einem uralten Blutzauber, um von Dorian, ihrem Literaturprofessor, begehrt zu werden. Was als Ritual beginnt, um seine Aufmerksamkeit zu erobern, verwandelt sich rasch in eine Spirale krankhafter Obsession, die beide verschlingt. Dorian, ein verheirateter und angesehener Mann, sieht sein gesamtes Leben zusammenbrechen, als der Zauber seinen Geist korrumpiert und ihn in eine finstere, verdorbene Version seiner selbst verwandelt. Besitzergreifend. Gewalttätig. Unwiedererkennbar. Er gibt alles für Lara auf: seine Ehe, seine Karriere, seine Moral. Doch je mehr er sich der Obsession hingibt, desto stärker verschwimmt die Grenze zwischen Zauber und Realität. Es folgt ein gefährlicher Tanz aus Macht und Unterwerfung, in dem Lara erkennt, dass manche Zauber sich nicht kontrollieren lassen. Gefangen in einem Netz ihrer eigenen Schöpfung, muss sie mit ansehen, wie der Professor, den sie einst vergötterte, sich in einen obsessiven Kerkermeister verwandelt. Er entführt sie in ein verlassenes Haus, in dem Liebe zu Folter verkommt, und Begierde zu Zerstörung.
View MoreDas Geräusch des Regens, der gegen das Fenster meines Zimmers prasselte, war die einzige Gesellschaft, die ich wirklich besaß. Draußen lag die Welt in dichten Nebel und Finsternis gehüllt – genau so, wie ich es liebte. Hier drinnen, zwischen heruntergebrannten Kerzen und Postern obskurer Bands, konnte ich endlich atmen.
— Lara! — Die Stimme meiner Adoptivmutter hallte die Treppe hinauf und zerschnitt meinen Moment der Ruhe. — Komm sofort runter, dein Vater und ich müssen mit dir sprechen.
Ich seufzte schwer, zog mich widerwillig aus dem Bett und schlurfte barfuß durch das Meer aus verstreuten Büchern zur Tür. Mit zwanzig Jahren wurde ich in meinem eigenen Zuhause immer noch wie eine aufsässige Jugendliche behandelt.
Ich stieg die Treppe hinunter und fand sie im makellos aufgeräumten Wohnzimmer. Meine Mutter, Margaret, saß mit verkrampften Händen im Schoß, während mein Vater, Richard, etwas auf seinem Tablet las, als wäre ich gar nicht da.
— Ja? — fragte ich und verschränkte die Arme vor der Brust.
Margaret kam gleich zur Sache.
— Wir haben heute eine E-Mail von deiner Universität bekommen. Wegen dieser Praktikumsstelle im Literaturdepartment. — Sie machte eine bedeutungsvolle Pause. — Sie haben angedeutet, dass deine… optische Erscheinung möglicherweise nicht für ein professionelles Umfeld geeignet sei.
— Es ist nur Make-up und Kleidung, Mutter. — Meine Stimme blieb fest. — Und meine akademischen Leistungen sprechen für sich.
Richard hob langsam den Blick.
— Es geht nicht nur um Noten, Lara. Auf dem Arbeitsmarkt zählt das Äußere. Du musst lernen, dich wie ein normaler Mensch zu kleiden, wenn du in dieser Wirtschaft überhaupt eine Chance haben willst.
— Normal? — Ein bitteres Lachen entkam mir. — Wie soll ich denn normal sein, wenn diese Familie mich nie wie ein echtes Mitglied behandelt hat?
Margaret presste die Kiefer aufeinander.
— Fang nicht schon wieder damit an. Wir haben dir alles gegeben, was du brauchst — Bildung, Chancen, ein Dach über dem Kopf…
— Alles, nur keine Akzeptanz. — Die alten Wunden rissen sofort wieder auf.
— Jetzt reicht’s! — Richard schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. — Bis Ende des Monats sorgst du für ein professionelleres Erscheinungsbild. Sonst streichen wir dir das Taschengeld. Verstanden?
Ohne ein weiteres Wort drehte ich mich um und stieg die Treppe hinauf. Ihre missbilligenden Murmeln verfolgten mich. Oben angekommen, schloss ich die Tür meines Zimmers ab, lehnte mich dagegen und atmete tief durch. Sie würden es nie verstehen. Manche Menschen waren einfach nicht dazu geboren, sich anzupassen.
In diesem Moment kam mir meine verstorbene Großmutter väterlicherseits, Agnes, in den Sinn. Sie war die Einzige gewesen, die mich nie verurteilt hatte. Mit ihren weisen Augen und ihren Geschichten über Kräuter und Zauber. Kurz vor ihrem Tod hatte sie mir zugeflüstert:
— „Es wartet ein Geschenk für dich auf dem Dachboden, Liebes. Für den Tag, an dem du bereit bist.“
Etwas Unerklärliches trieb mich an. Ich zog die Leiter zum Dachboden herunter und stieg hinauf. Die Luft war staubig, schwer und roch nach vergessener Zeit. In einer alten Zedernholztruhe fand ich schließlich ein in abgenutztes Leder gebundenes Tagebuch, auf dessen Einband seltsame Symbole eingraviert waren. Auf der ersten Seite stand in Agnes’ eleganter Handschrift: Hexenkunst der Ahnen.
Während ich die Seiten mit ihren fein notierten Zaubern und Ritualen durchblätterte, überfiel mich eine lebhafte Erinnerung: der Moment, in dem ich Professor Dorian zum ersten Mal gesehen hatte. Auf dem Universitäts-Parkplatz. Mit seiner Frau.
Er hatte sie liebevoll umarmt, mit einem breiten, echten Lächeln. Die Art, wie er sie ansah… als wäre sie sein gesamtes Universum.
Mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Solche Liebe hatte ich noch nie gesehen — so rein, so hingebungsvoll. Er war alles, was ich je wollte. Aufmerksamkeit. Hingabe. Leidenschaft. Und ich war entschlossen, ihn zu bekommen.
Ich presste das Tagebuch fest an meine Brust.
— Danke, Oma Agnes, — flüsterte ich in die Schatten hinein. — Ich habe endlich gefunden, wonach ich gesucht habe.
Mit neuer Entschlossenheit stieg ich vom Dachboden herunter. Während meine Eltern unten weiter über Jobs und äußeres Erscheinungsbild diskutierten, lächelte ich zum ersten Mal in dieser Nacht.
Sie wollten, dass ich mich anpasse? Dass ich normal werde?
Nein. Normalität wollte ich nicht.
Ich wollte Macht.Und mit Agnes’ Tagebuch würde ich sie endlich bekommen.
— Ihr werdet es nicht glauben! — rief sie und blieb vor dem Tisch stehen. — Apolo wurde für das regionale Finale ausgewählt!— Glückwunsch, Liebes! — Celeste klatschte in die Hände.— Das ist wunderbar. — fügte ich hinzu.— Und es ist nächsten Freitag! — Eleanor drehte sich zu mir um, mit flehenden Augen. — Ihr kommt doch, oder? Es wird ein wunderschöner Wettbewerb. Besser als der vom letzten Monat. Apolo ist in außergewöhnlicher Form. Und ich verspreche, dass diesmal kein Senator da sein wird.— Das ist ein Pluspunkt. — bemerkte Victoria.— Und auch keine Hexen im Badezimmer. — ergänzte ich leise, nur für Mortyss. Er warf mir einen Blick zu, der sagte: „spiel nicht damit“.— Also? — Eleanor faltete die Hände, als bete sie. — Kommt ihr?— Natürlich kommt ihr. — antwortete Celeste für uns. — Oder etwa nicht, Christopher?— Haben wir eine Wahl? — fragte Mortyss.— Nein. — antworteten Celeste, Victoria und Eleanor im Chor.William blätterte die Zeitung um.— Ich glaube, das ist entschied
Der Sonntag brach mit dem Duft von Zitronentorte an.Mortyss und ich verließen die Pocket-Dimension um neun Uhr morgens, nahmen den schwarzen Mercedes, den er beharrlich als „diskret“ bezeichnete (das war er nicht), und passierten das Tor der Rockefeller-Villa pünktlich um zehn. Noch bevor wir parkten, lag der zitrusartige Duft bereits in der Luft wie eine Einladung.— Celeste backt die Torte. — bemerkte ich und richtete das dunkelblaue Kleid, das ich für den Anlass gewählt hatte. Es war ein schlichtes, sittsames Modell, das die Bissmarke am Hals bedeckte. Ich hatte gelernt, Kleidung zu wählen, die keine Fragen aufwarf.— Sie backt sonntags immer Zitronentorte. — Mortyss schaltete den Motor aus und sah mich an. Seine Augen waren braun, die menschliche Tarnung an ihrem Platz. Keine Hörner, kein Schwanz, keine goldene Haut. Nur Christopher Rockefeller, der milliardenschwere Erbe, mit seinem grauen Blazer und seinem leicht gelangweilten Ausdruck. — Es ist eine Tradition. Wie der Whisky,
Mein rechtes Bein lag zwischen ihren, spreizte sie, und mein Schwanz war immer noch tief in ihr begraben. Hart, pulsierend, aber ohne Eile.Die Hast der ersten Runden war verflogen, ersetzt durch etwas Tieferes. Etwas Intimeres.— Fühlst du dich wohl? — murmelte ich gegen ihren Nacken, die Lippen streiften die erschauerte, schweißnasse Haut.— Sehr. — Sie seufzte, die Hüften bewegten sich langsam gegen mich. — Du bist ein ausgezeichneter Heizkörper.— Das ist jetzt meine Aufgabe? Heizkörper?— Unter anderem. — Sie wackelte mit dem Arsch, und ich stöhnte gegen ihren Hals. — Das ist eine davon.Ich begann mich zu bewegen. Nur ein langsames, rhythmisches, tiefes Hin und Her. Mein Schwanz glitt mit absurder Leichtigkeit in ihr, sie war so nass, so voll von Säften, dass jedes Eindringen so weich war wie Seide. Evelyn stöhnte leise, verzogene, langgezogene Laute, die gegen meine Brust vibrierten.— So… — murmelte sie, die Augen geschlossen, die Lippen leicht geöffnet. — So geil… so langsam…
Noch keuchend schob ich ihn zur Seite, rollte mit ihm im Bett, ohne ihn aus mir herauszulassen. Meine Beine zitterten noch, meine Muschi pulsierte noch von den Nachwirkungen des letzten Orgasmus, aber ich wollte mehr. Immer mehr.— Was machst du da? — fragte er, die Stimme heiser, die violetten Augen glänzend vor Neugier und Geilheit.— Ich übernehme wieder die Kontrolle.Ich drehte mich auf ihm, kam mit dem Rücken zu ihm, immer noch aufgespießt auf seinem Schwanz. Die Bewegung entlockte uns beiden ein Stöhnen, einen tiefen, langgezogenen Laut, der im Zimmer vibrierte.Ich spürte jeden Zentimeter von ihm in mir, jede Ader, jedes Pulsieren. Er war so tief, dass mein Bauch sich mit dem Eindringen wölbte.— Scheiße… — stöhnte Mortyss hinter mir, die Hände fanden sofort meine Arschbacken. Er packte sie fest, spreizte sie, entblößte alles. Der Anblick, den er hatte — mein Körper mit dem Rücken zu ihm, aufgespießt auf seinem monströsen Schwanz, die Arschbacken von seinen Händen geöffnet — m
Das Licht der Abenddämmerung fiel durch die Buntglasfenster der Universitätsbibliothek. Ich wusste, dass es ein Fehler war, nach Schließung noch hier zu sein – allein mit ihr. Doch mein Körper gehorchte mir nicht mehr. Er antwortete auf einen tieferen, urtümlicheren Ruf.— Professor? — Laras Stimme
Die Vorlesung endete mit dem gedämpften Geräusch von zurückgeschobenen Stühlen, doch ich hörte kaum etwas außer dem Pulsieren meines eigenen Blutes in den Ohren. Während die Studenten sich zum Ausgang drängten, blieb mein Blick starr auf Dorians Nacken gerichtet. Er wischte gerade ein Byron-Zitat v
Ich erwachte keuchend, die Laken um meinen Körper geschlungen wie erstickende Schlangen. Mein Herz hämmerte gegen die Rippen, als wollte es fliehen. Das Bild brannte noch immer hinter meinen Lidern.Lara. Aber nicht die Lara, die ich aus meinen Vorlesungen kannte.In meinem Traum war sie… anders. K
Ein feiner Regen fiel wie ein grauer Schleier über die Stadt, als ich aus dem Bus stieg und die alten Viertel betrat. Ich presste Agnes’ Tagebuch fest an meine Brust, als wäre es ein Schild, während ich nach der Adresse suchte, die ich auf den letzten Seiten des Buches gefunden hatte.Der Laden ver











