LOGINMila hatte eine schwere Kindheit. Ein Vater der mit Alkohol und Aggressionen zu kämpfen hat. Als der Neue CEO anfing war es für Mila wie Liebe auf den ersten Blick jedoch waren ihre Ängste zu gross im Kopf. Doch irgendwann nähern sie sich und sie wagt es. Kann Elias Milans Ängste überwältigen ? Werden sie ein Happy End haben?
View MoreIch dachte lange, ich würde nie lieben.
Nicht weil ich es nicht wollte, sondern weil ich nie gelernt habe, wie sich Liebe wirklich anfühlt. Meine Kindheit war nicht schön. Sie war laut, kalt und voller Angst. Mein Vater war Alkoholabhängige. Der Alkohol bestimmte sein Leben- und damit auch unseres. Wenn er trank, wurde er aggressiv. Seine Wut hing wie ein dunkler Schatten über unserem Zuhause. Ich erinnere mich kaum an ihm ohne eine Flasche in der Hand. In meinen Erinnerungen ist er entweder betrunken oder wütend jedoch oft beides. Meine Mutter hatte selbst eine schwere Kindheit hinter sich. Einen Vater, der nie für sie da war und eine Mutter, die Sie überforderte. Sie versuchte stark zu sein, doch manchmal war sie es nicht. Manchmal war sie einfach nur müde und manchmal einfach nur Leer. Als ich geboren wurde, gab sie mir den Namen Mila- benannt nach ihrer damaligen beste Freundin aus Kindertagen. Vielleicht war es ein versuch etwas Warmes aus der Vergangenheit festzuhalten. An meinen Vater erinnere ich mich nur bruchstückhaft. An seine laute Stimme und an seinen kalten Blicken. Daran, wie er meinen kleinen Bruder schlug, oder meine Mutter, wenn er die Kontrolle verlor. Diese Bilder haben sich in meinem Gedächnis eingebrannt. Heute hab ich keinen Kontakt mehr zu ihm- und das ist auch gut so. Mache Menschen darf man loslassen, um selbst zu überleben. Die Schule war damals mein Zufluchtsort, den dort war alles einfacher. Ich hatte viele Freunde, lachte viel und meine Noten waren gut. Für ein paar Stunden am Tag, konnte ich so tun als wäre mein Leben normal, als wäre ich ein ganz normales Mädchen mit einer ganz normaler Familie. Vielleicht war es genau deshalb, dass mein Berufsleben für mich früh feststand. Ich wollte Sicherheit und Struktur. Etwas das mir niemand nehmen konnte. Ein Bürojob schien mit den richtigen Weg zu sein. Also machte ich meine Ausbildung in einem Büro und zog sie durch- Schritt für Schritt ohne nach links oder rechts zu gehen. Während der Ausbildung arbeitete ich zusätzlich als Babysitterin und half ab und zu samstags in einem kleinen Kiosk aus. Nicht weil ich musste, sondern weil ich ein Ziel hatte. Ich wollte weg. Raus aus der alten Umgebung, in eine neuen Stadt sogar in ein neues Land. Mit achtzehn war ich fertig mit der Ausbildung und ich ging. Ich zog von Deutschland in die Schweiz . Natürlich hab ich meine Mutter mit in die Schweiz genommen, den ich wollte sie nicht alleine in Deutschland lassen, nicht mit ihrem Zustand den sie gerade hatte. Ich lebte dort bis zu meinem einundzwanzigsten Lebensjahr in einer Wohngemeinschaft und arbeitete in einem Büro. Es war nicht perfekt, aber es war mein eigenes Leben. Ein Jahr später zog ich in meiner ersten eigener Wohnung und begann Bein Brandt Office zu arbeiten. Heute bin ich Vierundzwanzig und arbeite seit zwei Jahren bei Brandt Office. Ich habe einen Job, eine Wohnung und ein eigenes Leben, das sich zum ersten Mal stabil anfühlte und trotzdem trage ich meine Vergangenheit noch immer in mir. Ich komme aus der Kälte. Doch vielleicht- nur vielleicht- muss ich dort nicht fürimmer bleiben.Der erste Morgen zurück fühlt sich seltsam an. Nicht falsch, auch nicht leer aber anders. Mila lag in ihrem Bett, die Decke bis zum Kinn gezogen und starrte an die Decke , als wäre dort irgendwo die Antwort auf eine Frage geschrieben, die sie noch nicht formulieren konnte. Die Stille ihrer Wohnung war nicht unangenehm- aber sie war laut auf einer Weise, die sie nicht kannte. In New York war immer ein Geräusch gewesen. Eine Bewegung oder ein Atem oder Elias…Jetzt war nur sie alleine.Sie drehte sich auf die Seite, griff nach ihr Handy und sah auf die Uhr. 6:12 Uhr. Zu früh, um aufzustehen aber zu spät um weiterzuschlafen.Sie hatte das Gefühl, dass ihr Herz noch irgendwo auf dem Atlantik schwebte. Mila seufzzte leise, setzte sich auf und liess die Füsse aus dem Bett gleiten. Der Boden war kalt, der Raum Still und plötzlich war sie wieder ganz in ihrem alten Leben. Kein Hotel, keine Skyline, keine gelben Taxis, keine fremden Strassen, kein Jatlag und das wichtigste kein Elias neben
Der Morgen kam leise. Nicht mit Lärm, nicht mit Hektik, sondern mit diesem sanften Licht, das sich langsam durch die Vorhänge schob und die Konturen des Zimmers weich zeichnet. Mila wachte auf, ohne sofort die Augen zu öffnen. Sie blieb still liegen, lauschte auf ihren eigenen Atem- und dann auf einen zweiten, ruhigen Atemzug neben ihr. Elias. Er lag auf dem Rücken, ein Arm locker über die Decke gelegt, sein Gesicht entspannt. Für einen Moment betrachtete sie ihn einfach nur. Sie versuchte, jedes Detail in sich aufzunehmen: die leichte Falten zwischen seinen Augenbrauen, die selbst im Schlaf da war, seine ruhige Art wie sich seine Brust hob und senkte, die Nähe die sich nicht nur körperlich, sondern auch emotional so vertraut anfühlte. Sie hatte lange geglaubt, dass sie nie wieder so aufwachen würde- neben jemandem ohne Angst, ohne Druck, ohne diesen inneren Alarm, der sie sonst immer zurückzog und doch war es genau so. Ruhig, echt und warm. Mila setzte sich vorsichtig auf
New York hatte eine ganz eigene Art, einen in den Bann zu ziehen. Es war nicht nur die Skyline, die sich wie ein Versprechen aus Stahl und Glas in den Himmel reckte, sondern auch dieses Gefühl, dass hier alles möglich wäre- jeder Traum, jede Liebe und jeder Neuanfang. Für Mila fühlte sich die Stadt wie ein zweites Herz an, das plötzlich im gleichen Rhythmus schlug wie ihres. Der Morgen begann früh. Das Sonnenlicht fiel in goldenen Streifen durch die hohen Fenster der Hotelsuite und tanzte auf dem weissen Laken. Mila blinzelte, als sie die Augen öffnete und brauchte einen Moment, um zu realisieren wo sie ist. Den in einer Suite in New York. Ein Fünf-Sterne Hotel mit Elias und ein Wochenende, das sich schon jetzt wie etwas Besonderes anfühlte. Sie lag auf der Seite, den Blick zur Decke gerichtet während sie die leisen Geräusche der Stadt hörte- entfernte Sirenen, das Rauschen von Verkehr, das Murmeln einer Welt die niemals schlief. Neben ihr bewegte sich Elias leicht, drehte sich
Der Flughafen war erfüllt von Stimmen, dem Rollen unzähliger Koffer und dem rhythmischen Piepen der Anzeigetafeln. Mila zog ihren Mantel enger um sich, während sie suchend durch die Halle blickte. Als sie Elias entdeckt, entspannte sich etwas in ihr. Er stand ruhig da, den Blick auf sein Handy gerichtet doch als er sie sah, lächelte er sofort. „Hey“, sagte er als sie sich näherten. „Hey“, erwiderte Mila und spürte dieses vertraute Kribbeln, das sie immer noch überraschte. Sie checkten ein, gaben ihr Gepäck auf und setzten sich schliesslich nebeneinander ins Flugzeug. Kaum waren sie in der Luft, machte sich die Müdigkeit der anstrengenden Woche bemerkbar. Der Langstreckenflug zog sich ruhig dahin, fast unspektakulä. Elias bot ihr seine Schulter an, ohne etwas zu sagen. Es fühlte sich sicher an so natürlich. Irgendwann schliefen sie beide ein, begleitet von gleichmässigen Brummen der Triebwerke. Als sie in New York landeten, war Mila noch benommen. Doch sobald sie den Flughaf





