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 Ex-Frau kehrt zurück zur Rache
Ex-Frau kehrt zurück zur Rache
Autor: Crystal L.C

Chapter 1: Der Aufbau

Autor: Crystal L.C
last update Fecha de publicación: 2026-08-31 00:21:08

„Guten Abend“, sagte Nicole Abrams und zwang ihre Stimme, ruhig zu bleiben, als sie sich der Rezeptionistin am schicken, glänzenden Empfangstresen des Monarch Hotels näherte. „Ich habe einen Termin mit Herrn Martins Grant.“

Die Rezeptionistin machte sich nicht die Mühe, ihr neugieriges Grinsen zu verbergen, als sie Nicole musterte, und tippte dann zügig in ihren Computer. „Ah ja. Er erwartet Sie. Nehmen Sie den Aufzug in den fünften Stock. Wenn Sie aussteigen, biegen Sie rechts ab, und es ist die zweite Tür auf der linken Seite.“

Nicole nickte, bedankte sich und ging zum Aufzug, wobei sie spürte, wie ihr Puls sich beschleunigte. Dieses ganze Treffen war aus dem Nichts gekommen, dank ihrer Schwiegermutter Veronica Fury.

Veronica hatte nie ein Geheimnis aus ihrer Abneigung gegen Nicole gemacht und hatte ihre Motive in Frage gestellt, seit sie in die Fury-Familie eingeheiratet hatte.

Als Veronica sie also an diesem Morgen anrief und vorschlug, dass Nicole einen „kleinen Gefallen für das Familiengeschäft“ erledigen sollte, um ihre Zustimmung zu gewinnen, hatte Nicole ohne Zögern zugestimmt. Sie wollte nichts mehr, als die Spannungen zwischen ihnen zu lindern und hoffentlich ihre wacklige Ehe mit Taylor zu stärken.

Trotzdem konnte Nicole, als sie in den leeren Aufzug stieg und die Zahlen zum fünften Stock aufleuchten sah, das Unbehagen nicht abschütteln, das an den Rändern ihres Geistes stach.

Ihr Telefon summte in ihrer Tasche und unterbrach ihre Gedanken. Sie holte es heraus und sah den Namen ihrer besten Freundin Sarah Austin auf dem Bildschirm aufleuchten. Nicole nahm ab und drückte das Telefon an ihr Ohr.

„Nicole, bist du dir sicher, dass das eine gute Idee ist?“ Sarahs Stimme war von Sorge durchzogen.

Nicole schluckte und schaffte es, zu lächeln, trotz des seltsamen Gefühls, das in ihrem Magen wirbelte. „Ich bin schon hier, Sarah. Ich weiß, es ist seltsam, aber wenn es mir hilft, die Dinge mit Veronica in Ordnung zu bringen, ist es das wert. Sie hat es so klingen lassen, als müsste ich nur eine Unterschrift von Herrn Grant holen. Sie sagte, es sei Routine – etwas Wichtiges für die Familie.“

„Pass einfach auf dich auf, okay?“ sagte Sarah diesmal etwas fester. „Du weißt, wie Veronica ist. Ich würde es hassen, wenn du in etwas Chaotisches hineingezogen wirst.“

Nicole versuchte, die Nervosität abzuschütteln, als sich die Aufzugtüren im fünften Stock öffneten. „Keine Sorge, es wird schon gut gehen. Ich rufe dich danach an, okay?“

„In Ordnung. Aber bleib wachsam.“

Nachdem sie das Gespräch beendet hatte, holte Nicole tief Luft, als sie aus dem Aufzug trat und den Teppichboden des Flurs hinunterblickte. Ihre Absätze hallten leise wider, während sie auf Zimmer 215 zuging, und der schwache Duft teuren Rasierwassers lag in der Luft. Nur ein kurzes Treffen, erinnerte sie sich selbst. Die Unterschrift holen und dann gehen.

Als sie die Tür erreichte, drückte sie auf die Klingel und faltete die Hände vor sich, um sie am Zittern zu hindern. Sie hörte Schritte, dann schwang die Tür auf. Nicoles Atem stockte, als sie den Mann vor sich sah – Martins Grant, anscheinend, und er war kaum bekleidet, trug nur eine graue Jogginghose, die tief auf seinen Hüften saß.

„Frau Fury?“ fragte er und schenkte ihr ein langsames, fast spöttisches Lächeln.

„Ja. Eigentlich Nicole Abrams“, sagte sie schnell und behielt den Blick fest auf seinem Gesicht. „Herr Grant?“

„Zu Ihren Diensten“, sagte er geschmeidig und trat zur Seite, um sie hereinzulassen.

Nicole ging an ihm vorbei in die luxuriöse, schwach beleuchtete Suite und warf einen kurzen Blick auf die prachtvolle Einrichtung. Sie setzte sich auf das Sofa, ihre Finger umklammerten fester die Tasche mit den Dokumenten. „Ich sollte Ihnen diese zum Unterschreiben bringen“, sagte sie und zog den Ordner heraus. „Veronica erwähnte, dass Ihnen der Inhalt bekannt ist?“

Martins nahm den Ordner und blätterte durch die Papiere, ein Grinsen umspielte seine Lippen. „Oh, das ist mir bewusst“, antwortete er, warf kaum einen Blick auf das Dokument und schlenderte zu einer kleinen Bar in der Ecke.

„Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?“ fragte er und hob eine Flasche Champagner.

„Nein, danke“, antwortete Nicole mit knapper Stimme. Sie wollte das nur hinter sich bringen und gehen. Der Raum fühlte sich bedrückend an, und sie konnte das seltsame Gefühl nicht abschütteln, dass sie beobachtet wurde.

Martins schenkte sich trotzdem ein Glas ein, nahm einen langsamen Schluck und musterte sie. Nicole rückte unruhig hin und her, blickte auf die Uhr an der Wand und dann wieder zu Martins. Warum braucht er so lange?

Gerade als sie fragen wollte, ob er schon unterschrieben habe, flog die Tür auf. Nicole zuckte zusammen, als Taylor, ihr Ehemann, in den Raum stürmte. Seine Augen fixierten sie, sein Gesichtsausdruck war kalt und wütend, und sie stand auf, ein erleichtertes Lächeln breitete sich über ihr Gesicht aus.

„Taylor! Gott sei Dank bist du hier. Dieses Treffen fühlte sich—“

Aber er hob die Hand und unterbrach sie mitten im Satz. „Also das treibst du hinter meinem Rücken?“ Seine Stimme war leise und gefährlich.

Nicole erstarrte, die Worte blieben ihr im Hals stecken. „Was? Nein, es ist nicht so, wie du denkst. Ich war nur hier, weil Veronica mich gebeten hat, diese Dokumente zu bringen—“

„Oh, versuch es gar nicht erst“, sagte eine Stimme hinter Taylor, durchzogen von Verachtung. Veronica Fury betrat die Suite, ihre Augen glitzerten vor Genugtuung, als sie Nicoles entsetzten Ausdruck aufnahm. „Spar dir deine Ausreden, Nicole. Wir haben alle Beweise, die wir brauchen, dass du mit diesem Mann konspiriert hast, um unsere Familie zu bestehlen.“

Nicoles Welt drehte sich, als die Anschuldigung sie traf. „Veronica, das ist nicht wahr! Ich kenne ihn nicht einmal – ich bin hierhergekommen, weil du mich gebeten hast.“

Veronica lachte, ein kaltes, spöttisches Geräusch. „Glaubst du wirklich, du kannst mich hinters Licht führen? Ich weiß genau, warum du hier bist.“

„Genug“, schnauzte Taylor und nahm den Ordner aus Martins’ Händen. Er blätterte durch die Dokumente, sein Gesichtsausdruck wurde mit jeder Seite dunkler. Als er schließlich zu ihr aufblickte, waren seine Augen von etwas weit Kälterem als Wut erfüllt – Verachtung.

„Ich dachte, du wärst anders“, sagte er, seine Stimme tropfte vor Enttäuschung. „Aber ich sehe, ich habe mich geirrt.“

Nicoles Herz fühlte sich an, als würde es entzwei gerissen. „Bitte, Taylor, du musst mir glauben. Ich weiß nicht, was hier vor sich geht, aber ich verspreche, ich würde niemals etwas tun, um dich zu verraten. Veronica hat mich gebeten, hierherzukommen, um diese Dokumente unterschreiben zu lassen—“

„Hör auf zu lügen“, spuckte Taylor aus, seine Stimme hart und unnachgiebig. „Du hast genug Schaden angerichtet.“

Nicoles Brust zog sich zusammen, als sie sein Gesicht absuchte und verzweifelt nach irgendeinem Anzeichen von Zweifel suchte. „Ich sage die Wahrheit. Warum sollte ich lügen?“

Veronica trat vor, ihr Ausdruck voller gespieltem Mitleid. „Nicole, es ist vorbei. Wir haben alle Beweise, die wir brauchen, um dich wegen Unterschlagung aus der Fury-Familie ins Gefängnis zu schicken. Taylor verdient Besseres als eine Verräterin zur Frau.“

Nicole taumelte zurück und fühlte, als ob der Boden unter ihr weggebrochen wäre. „Du… du hast mich reingelegt.“

Ein Klopfen an der Suite-Tür durchschnitt die Spannung, und Nicole drehte sich um, als zwei Polizisten eintraten, ihre Gesichtsausdrücke unleserlich.

Nicoles Hände zitterten, als einer der Beamten sanft, aber bestimmt ihre Handgelenke in die kalten Metallschellen legte. Sie drehte sich um, blickte zu Taylor und flehte ihn stumm an, einzugreifen. Aber er starrte nur zurück, sein Gesicht eine steinerne Maske.

„Du lässt sie mich doch nicht wirklich verhaften, oder?“ flüsterte sie mit zitternder Stimme.

Einer trat auf sie zu und hielt ein Paar Handschellen hin.

„Nicole Abrams, Sie stehen unter Arrest wegen Verschwörung zur Begehung von Betrug und Unterschlagung.“

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