Accueil / Romantik / Ex-Frau kehrt zurück zur Rache / Chapter 2: Unterschreib die Papiere

Partager

Chapter 2: Unterschreib die Papiere

Auteur: Crystal L.C
last update Date de publication: 2026-08-31 00:22:11

Tränen liefen mir über das Gesicht, während ich auf der schmalen Pritsche in der Zelle saß und an die kalte, graue Decke starrte. Wie konnte mein Leben so schnell auseinanderbrechen? Im einen Moment erledigte ich, was ich für einen einfachen Auftrag meiner Schwiegermutter Veronica Fury hielt, und im nächsten wurde ich der Unterschlagung beschuldigt. Die Erinnerung daran, wie der Beamte mir die Handschellen um die Handgelenke legte, brannte immer noch in meinem Geist, und jeder Rückblick erfüllte mich mit Demütigung und Wut.

Ich zog die Knie an die Brust, versuchte die Tränen zurückzuhalten, aber die Scham und der Unglaube waren zu groß. Taylor, mein eigener Ehemann, hatte zugelassen, dass das passierte. Er hatte mir nicht nur misstraut; er hatte sich verhalten, als wäre ich nichts weiter als eine Verbrecherin für ihn. Und Veronica… ich zweifelte keinen Moment daran, dass sie das Ganze orchestriert hatte. Und doch saß ich hier, eingesperrt, mein Leben zerfiel um mich herum.

Ein hohler Schmerz legte sich in meine Brust. Wie konnte Taylor, der Mann, der mich besser kennen sollte als jeder andere, so leicht gegen mich wenden? Wie konnte er dem Wort seiner Mutter mehr glauben als meinem? Veronica hatte mich von Anfang an verachtet, aber Taylor… er war mein Partner gewesen, mein Vertrauter. Jetzt war er derjenige, der mich hierhergebracht hatte.

Ich presste die Hände gegen mein Gesicht und spürte, wie das Gewicht der Stille in der Zelle auf mir lastete. Hier war es ruhig, nur das leise Gemurmel der Wachen draußen. Jede Sekunde dehnte sich schmerzhaft, und nichts lenkte mich von den Gedanken ab, die durch meinen Kopf stürmten. Was, wenn das das Ende für mich war – allein, beschuldigt, vergessen?

Das Klirren von Schlüsseln riss mich in die Wirklichkeit zurück, und ich blickte auf, um einen der Beamten vor meiner Zelle stehen zu sehen.

„Auf die Beine“, bellte er. „Los geht’s.“

Ich rappelte mich auf, und zum ersten Mal seit meiner Einsperrung loderten Hoffnung in mir auf. Vielleicht hatte Taylor die Wahrheit erkannt und war gekommen, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Oder vielleicht war Sarah, meine beste Freundin, endlich zu mir vorgelassen worden. Jeder wäre eine Erleichterung gewesen, aber ich wollte – brauchte –, dass Taylor derjenige war, der auf mich wartete.

Der Beamte führte mich den schmalen Flur hinunter, mein Herz hämmerte vor Vorfreude und Angst. Doch als wir die Vorhalle erreichten, blickte ich mich um und fand sie leer. Niemand wartete. Die Stühle standen unbesetzt, und die Beamten schauten gleichgültig an mir vorbei.

Ich drehte mich zu dem Beamten um, meine Stimme kam kleiner heraus, als ich wollte. „Wo ist der Besucher?“

Der Beamte zuckte mit den Schultern und versteckte kaum ein Grinsen. „Scheint, als hätten sie sich entschieden, nicht zu bleiben. Holen Sie Ihre Sachen und unterschreiben Sie die Entlassung“, sagte er und nickte zum Empfangstresen, wo meine Handtasche und andere persönliche Gegenstände lagen.

Ich schluckte schwer, Enttäuschung überflutete mich. Mit zitternden Händen ging ich hinüber, holte meine Sachen und unterschrieb die Entlassungspapiere. Bevor ich überhaupt verarbeiten konnte, was geschah, deutete der Beamte zur Tür.

„Hier entlang“, sagte er und bewegte sich bereits zum Ausgang.

Ich folgte ihm nach draußen, meine Verwirrung wuchs, als ich ein unmarkiertes Auto am Straßenrand geparkt sah. Der Beamte öffnete die Beifahrertür und gestikulierte, dass ich einsteigen sollte.

„Wohin fahren wir?“ fragte ich und versuchte, meine Stimme ruhig zu halten.

Er sah mich an und hob eine Augenbraue. „Steigen Sie einfach ein. Sie werden es bald genug erfahren.“

Ich zögerte, blickte zurück zum Gebäude und fragte mich, ob ich überhaupt eine Wahl hatte. Doch widerwillig glitt ich auf den Beifahrersitz, und er schloss die Tür, bevor er auf die Fahrerseite stieg. Wir fuhren von der Wache weg, und ich konnte nicht anders, als zuzusehen, wie vertraute Straßen hinter uns verschwanden.

Nach ein paar angespannten Minuten hielt ich die Stille nicht länger aus. „Wohin bringen Sie mich? Das ist nicht der Weg nach Hause.“

Der Beamte blieb still, seine Augen fest auf die Straße gerichtet. Ich drängte ihn erneut, und schließlich murmelte er: „Sie werden es sehen.“

Seine Worte schickten einen Schauer meinen Rücken hinunter, aber ich hielt den Atem an und wartete. Schließlich bogen wir in eine ruhige Straße ein, die von Bürogebäuden gesäumt war, und das Auto hielt vor einem kleinen Gebäude mit einem polierten Schild an: William Strickland, Rechtsanwalt.

Der Beamte öffnete meine Tür und gestikulierte, dass ich aussteigen sollte. „Hinein. Herr Strickland wartet auf Sie.“

Unbehagen legte sich in meinen Magen, als ich aus dem Auto stieg und zu dem bescheidenen Gebäude hinaufblickte. Warum war ich hier? Warum hatte Taylor mich zu einem Anwaltsbüro geschickt, anstatt selbst zu kommen?

Drinnen wies mich eine Rezeptionistin einen kurzen Flur hinunter zu einem Büro am Ende. Ich holte tief Luft, bevor ich die Tür aufdrückte und mich einem Mann gegenübersah, der hinter einem polierten Schreibtisch saß. Er blickte auf, als ich eintrat, und deutete auf den Stuhl vor ihm.

„Sie müssen Frau Abrams sein“, sagte er, sein Ton geschäftsmäßig, aber kühl. „Ich bin William Strickland. Bitte, nehmen Sie Platz.“

Ich setzte mich langsam, mein Magen verdrehte sich. „Herr Strickland? Warum bin ich hier? Wo ist Taylor? Warum ist er nicht selbst gekommen?“

Strickland schenkte mir ein enges, höfliches Lächeln, das seine Gleichgültigkeit kaum verbarg. „Herr Fury hat mich gebeten, Ihre Freilassung unter bestimmten Bedingungen zu regeln, Frau Abrams. Er konnte heute nicht hier sein, deshalb hat er mich an seiner Stelle geschickt.“

Mein Herz sank. „Also… darf ich nach Hause gehen?“ fragte ich, meine Stimme zitterte vor der verzweifelten Hoffnung, dass vielleicht – nur vielleicht – das alles ein Fehler war, der behoben werden konnte.

Stricklands Ausdruck erweichte sich nicht, als er einen Stapel Papiere aufnahm und sie über den Schreibtisch zu mir schob. „Nicht ganz. Herr Fury hat beschlossen, die Anklagen gegen Sie fallen zu lassen, aber er hat zur Bedingung gemacht, dass diese Angelegenheit mit Ihrer Kooperation endet. Er hat Ihre Freilassung arrangiert, vorausgesetzt, Sie unterschreiben diese.“

Ich blickte auf die Papiere hinab, mein Magen machte einen Salto, als ich den fetten Titel oben auf der Seite sah: SCHEIDUNGSVEREINBARUNG.

Meine Hände zitterten, als ich die Ränder des Papiers umklammerte. Ich konnte nicht glauben, was ich las. „Nein“, flüsterte ich, meine Augen huschten hoch, um Stricklands Blick zu treffen. „Das… das kann nicht wahr sein. Taylor hat nicht einmal mit mir gesprochen. Warum würde er Scheidungspapiere schicken, ohne auch nur meine Seite zu hören?“

Stricklands Blick blieb unerschütterlich. „Ich bin lediglich hier, um Herrn Furys Wunsch zu erleichtern, Frau Abrams. Taylors Entscheidung ist klar, und er hat gebeten, dass Sie diese unterschreiben, um weitere Komplikationen zu vermeiden.“

Komplikationen? Ich konnte nicht glauben, dass das geschah. Ich hatte Stunden in dieser Zelle verbracht, verängstigt und allein, nur um herauszufinden, dass mein eigener Ehemann nicht einmal mit mir reden wollte. „Taylor muss die Wahrheit erfahren. Veronica ist diejenige, die mich reingelegt hat – ich habe nichts davon getan. Er muss mich anhören.“

Stricklands Gesicht veränderte sich nicht. „Frau Abrams, Taylors Familie hat ihm Beweise geliefert, die sie für überzeugend halten. Er hat seine Entscheidung bereits getroffen.“

Ein Kloß bildete sich in meinem Hals, als die Realität einsickerte. „Ich bin seine Frau“, sagte ich und hielt meine Stimme kaum davon ab, zu brechen. „Er schuldet mir die Chance, mich zu erklären. Das verdiene ich zumindest.“

Strickland seufzte, zog einen Stift von seinem Schreibtisch und schob ihn zu mir. „Ich verstehe, dass das schwierig ist, Frau Abrams. Dennoch ist Taylors Haltung klar. Sie haben Glück, dass Sie ohne rechtliche Konsequenzen davonkommen. Alles, was Sie tun müssen, ist zu unterschreiben, und Sie sind frei.“

Ich konnte nicht glauben, was ich hörte. Meine Hand schwebte über dem Stift, mein Herz zog sich zusammen vor einer Mischung aus Schmerz und Trotz. Ich wollte schreien, die Papiere zerreißen, mich weigern. Aber das würde die Dinge nur verschlimmern.

Ich schob die Papiere zurück und traf Stricklands Blick, meine Stimme zitternd, aber fest. „Nein. Ich unterschreibe nichts, bis ich mit ihm gesprochen habe. Er muss mir in die Augen sehen und es mir selbst sagen.“

Continuez à lire ce livre gratuitement
Scanner le code pour télécharger l'application

Dernier chapitre

  • Ex-Frau kehrt zurück zur Rache   Kapitel 112: Versöhnung

    Nicole saß hinter ihrem Schreibtisch und starrte aus dem großen Glasfenster ihres Büros, in Gedanken versunken. Der Morgen war ein Verschwimmen von Meetings und Papierkram gewesen, doch ihr Geist war woanders. Die vergangenen Wochen waren stürmisch gewesen: ihr Sieg gegen die Fury-Familie, das Zurückfordern dessen, was sie verloren hatte, und endlich Gerechtigkeit für die Unrechte, die ihr angetan worden waren. Doch tief innen wusste sie, dass es noch lose Fäden zu knüpfen gab.Ein leises Klopfen an ihrer Tür riss sie aus ihren Grübeleien. Es war Emilia, die hineinlugte. „Ma’am, Sie haben einen Besucher.“„Wer ist es?“ fragte Nicole und nahm an, irgendein anderer Geschäftspartner oder wieder ein Journalist auf der Suche nach einem Interview.Emilia zögerte. „Es ist Taylor Fury.“Nicoles Atem stockte. Taylor? Hier? Von allen Menschen?„Lass ihn herein“, sagte sie, obwohl ihre Stimme nicht die plötzliche Unruhe widerspiegelte, die in ihrer Brust aufgestiegen war.Die Tür schwang auf,

  • Ex-Frau kehrt zurück zur Rache   Kapitel 111: Wiederentfachte Liebe

    Die Abendluft war frisch und erfüllt vom tröstlichen Summen des Stadtlebens, als Nicole aus dem Auto stieg, die Absätze klackerten leicht gegen den Bürgersteig. Das Gewicht der vergangenen Wochen lastete noch immer auf ihren Schultern, doch heute Abend war sie entschlossen, ihm zu entkommen, wenn auch nur für ein paar Stunden. Die Ereignisse des Gerichts, der Vergleichsvorschlag und die unerwartete Entscheidung, den Fall zurückzuziehen, wirbelten noch immer in ihrem Kopf, doch sie wollte sich für diesen Abend davon freimachen. Die kühle Brise strich über ihr Gesicht und half ihr, die Anspannung der letzten Tage ein wenig abzuschütteln.Sie richtete den Mantel, der über ihre Schultern drapiert war, und nickte den Leibwächtern zu beiden Seiten zu.„Ihr seid für die Nacht entlassen“, sagte sie. „Hier werde ich in Ordnung sein.“Collins zögerte. „Boss, sind Sie sicher? Wir können draußen warten.“Nicole schenkte ihm ein kleines Lächeln. „Geht nach Hause. Ihr beide verdient die Ruhe. Komm

  • Ex-Frau kehrt zurück zur Rache   Kapitel 110: Die unerwartete Entscheidung

    Der Gerichtssaal war vollgepackt, die Luft dick von Erwartung. Journalisten säumten die hintere Reihe, die Stifte bereit, die finalen Momente eines Prozesses einzufangen, der die Stadt in ihren Bann gezogen hatte. Gemurmel ging durch das Publikum in gedämpften Tönen, während jeder Theorien über das Urteil warf. Einige fühlten tatsächlich, dass Veronica Fury freikommen würde, während andere glaubten, dass die Frau zum ersten Mal ihre fällige Zeit im Gefängnis absitzen würde. Nicole saß am Klägerisch mit einem unlesbaren Ausdruck im Gesicht. In ihrem eleganten, doch schlichten schwarzen Anzug war sie eine Vision von Selbstvertrauen, doch tief in ihr tobte ein Sturm.Sie hatte um diesen Tag gekämpft, Jahre damit verbracht, die Kraft zu sammeln, Veronica vor Gericht zu bringen, und jetzt kam alles darauf an – die finale Entscheidung. Ihre Anwältin, eine scharfsinnige Frau, erhob sich von ihrem Sitz und machte sich auf den Weg in die Mitte des Gerichtssaals. Sie straffte die Schulter

  • Ex-Frau kehrt zurück zur Rache   Kapitel 109: Ein neues Imperium

    Das Fury-Anwesen war in eine unheimliche Stille gehüllt, als Taylor und Sarah im schwach beleuchteten Wohnzimmer saßen, die Augen auf den Fernsehbildschirm fixiert. Es hatte sie in den letzten Wochen ausgelaugt, das Gefühl im Raum, das der Niederlage, hing schwer in der Luft. Veronica saß zurückgelehnt in einer Ecke, der Ausdruck unlesbar, mit einem festen Griff um die Armlehne des Ledersessels. Die Abendnachrichten liefen, zuerst mit Politik, aktuellen Ereignissen von Interesse rund um die Welt, als die Stimme der Nachrichtensprecherin sich änderte.Zu ihrer schockierendsten Szene war die Erklärung des Verkaufs von Taylons Enterprises an seinen neuen Eigentümer. Die Firma, die schwere finanzielle Rückschläge erlitten hatte, wurde von niemand anderem als Nicole Okeke, Chief Executive Officer und Präsidentin der Okeke Group, erworben.Auf dem Bildschirm war eine klare Aufnahme von Nicole, die direkt vor dem Hauptquartier der Firma stand; das neu installierte Logo der Okeke Group war

  • Ex-Frau kehrt zurück zur Rache   Kapitel 108: Hinter verschlossenen Türen

    Nicole stieg mit geübter Anmut die Gerichtsgebäudetreppen hinab, der Ausdruck unlesbar, als die Meute von Journalisten und Reportern vorwärts drängte. Kameras blitzten wie Wildfeuer am grauen Himmel. Ihnen zugewandt, gingen Ströme von Stimmen hysterisch, wobei jeder andere Reporter seine Fragen lauter schrie als der letzte. „Ms. Okeke, glauben Sie wirklich, dass das Gericht auf Ihrer Seite sein wird?“ „Ms. Okeke, sind Sie nur darauf aus, die Fury-Familie aus persönlicher Rache zu stürzen?“ „Wie antworten Sie auf Behauptungen, dass dieser Fall absolut nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat, sondern in Wirklichkeit eine persönliche Vendetta ist?“Carter trat vor Nicole, die chaotische Menge drängte gegen ihn, während Collins die Autotür nur wenige Meter entfernt offen hielt. Die Sicherheit der Leibwächter war in diesem Moment heftig.„Zurück!“ bellte Carter, die Stimme fest, als er ein Mikrofon von Nicoles Gesicht wegschob. Nicole jedoch hob eine Hand, um ihre Leibwächter zurückzuruf

  • Ex-Frau kehrt zurück zur Rache   Kapitel 107: Emotionale Zeugenaussagen

    Der Gerichtssaal war an jenem Morgen ungewöhnlich still, das Gewicht des Prozesses lastete schwer auf allen Anwesenden. Nicole saß an ihrem Tisch, die Finger ineinander verschränkt, und beobachtete, wie die Richterin ihren Platz einnahm. Ihre Anwältin sah sich die Tagesordnung an, doch Nicole war woanders. Sie bereitete sich auf eine weitere schmerzhafte Enthüllung vor. Sie wusste kaum, was kommen würde. Der Anklagevertreter erhob sich und rief den nächsten Zeugen: „Wir möchten Sarah Fury in den Zeugenstand rufen.“Veronicas Augen weiteten sich schnell vor Schock. Wie war das möglich? Nicoles Kopf schnellte hoch, und ihre Augen weiteten sich vor Unglauben. Sie lehnte sich zu ihrer Anwältin, die ihren Blick vermied und nur mit den Notizen fummelte. „Sarah?“ flüsterte Nicole mit einem Hauch von Verwirrung und Anklage. „Es war ihre Entscheidung“, sagte ihre Anwältin sehr leise.Die Anwältin blickte schließlich zu ihr zurück. Ihr Ausdruck mahnte sie. „Sie kamen vor Tagen zu mir, un

Plus de chapitres
Découvrez et lisez de bons romans gratuitement
Accédez gratuitement à un grand nombre de bons romans sur GoodNovel. Téléchargez les livres que vous aimez et lisez où et quand vous voulez.
Lisez des livres gratuitement sur l'APP
Scanner le code pour lire sur l'application
DMCA.com Protection Status