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70: Überreaktion

Author: Dark Gold
last update Petsa ng paglalathala: 2026-10-02 04:37:30

Asher

Ich lief im Zimmer auf und ab und schaute zum gefühlten hundertsten Mal auf meine Uhr. Die Zeit, zu der Willow eigentlich hätte eintreffen sollen, war längst vorbei. Die Abendluft draußen war kühler geworden, und die Schatten im Zimmer schienen sich immer weiter auszudehnen, als würden sie die Anspannung widerspiegeln, die an mir nagte. Willow hätte längst hier sein müssen. Wir hatten geplant, dass sie gegen Mittag abgeholt werden sollte, aber es war schon fast Abend, und wir hatten immer
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  • Ich will sie zurück (Ihre Alpha-Drillinge)   129: Die Flucht

    WillowEs war erstickend, diese Art von Luft, die einem auf die Brust drückt und jeden Atemzug zu einem Kampf macht. Jedes Mal, wenn ich einatmete, füllte der muffige Geruch nach Stein und Rost meine Lungen, und jedes Mal, wenn ich ausatmete, hatte ich das Gefühl, noch mehr von mir selbst zu verlieren. Der Kerker war kalt, aber die Kälte kam nicht von den Wänden oder dem Boden, sondern von der Verzweiflung, die sich bis ins Mark meiner Knochen eingenistet hatte. Endlich hatte ich mich wieder gefasst, und das Schreien war verstummt, als Lina meinen Kopf fest umschlang und einige Worte flüsterte, die ich kaum hörte.Daniel und Ella waren endlich in einen unruhigen Schlaf gefallen, ihre kleinen Körper neben mir zusammengerollt. Ich konnte ihre Wärme spüren, ihren Atem, doch das leise Wimmern im Schlaf erinnerte mich an die Schrecken, die sie seit dem Moment miterlebt hatten, als sie in diesen Albtraum hineingezogen worden waren. Ich hatte sie nicht beschützen können, nicht so, wie ich es

  • Ich will sie zurück (Ihre Alpha-Drillinge)   128: Hoffnungslos

    AsherEs fühlte sich an, als würde die Welt um mich herum zusammenbrechen, und ich konnte es nicht aufhalten. Ich konnte nicht einmal begreifen, was da geschah. In dem Moment, als ich den Schrei hörte – ihren Schrei –, drehte sich alles in mir um, und ein stechender Schmerz durchzuckte mein Herz. Es war Willow. Ich wusste, dass sie es war. Wir alle wussten, dass sie es war. Der Klang ihrer Verzweiflung ließ keinen Zweifel zu. Die Unverfälschtheit, die Verzweiflung drangen direkt in mich hinein, als würde eine Hand an meinen Eingeweiden zerren. Sie lebte noch, aber was, wenn das ihr letzter Schrei gewesen wäre?Ich bekam keine Luft mehr. Meine Brüder, Axel und Aiden, waren genauso fassungslos. Auch sie hatten es gehört. Wir sahen uns alle an, das Entsetzen in unseren Augen war unverkennbar. Es mussten keine Worte gesagt werden; wir alle spürten es. Wir waren hilflos. Und mit jeder Sekunde, die verging, schien die Distanz zwischen Willow und uns immer größer zu werden.„Willow …“, flüst

  • Ich will sie zurück (Ihre Alpha-Drillinge)   127: Der Schrei eines Rudels

    WillowDie kalten Steinwände des Verlieses drückten gegen mich, die Kälte drang mir bis in die Knochen, doch es war nicht die Kälte, die mich zittern ließ. Es war die bedrückende Stille, das Geräusch meines eigenen Atems in der Dunkelheit, die gedämpften Schreie meiner Kinder, die durch die schwere Luft hallten. Daniel und Ella waren unruhig, und ihr leises Schluchzen war wie ein dumpfer Schmerz in meiner Brust. Sie hatten nichts gegessen, bevor wir verschleppt worden waren; ihre Mägen waren leer und ihre Lebenskraft erschöpft.Ich spürte, wie der Hunger an ihnen nagte, hörte es daran, wie sie im Schlaf leise wimmerten. Aber in Wahrheit hatte ich ihnen nicht viel mehr zu bieten. Mein eigener Magen war eine Leere, eine schmerzhafte Erinnerung an unsere Lage. Aber ich war ihre Mutter, und ich musste stark bleiben. Für sie. „Das ist nicht fair, wir haben dem bösen Mann nichts getan, aber er scheint uns nicht besonders zu mögen. Ich mag ihn auch nicht, er ist …“, flüsterte Ella zwischen

  • Ich will sie zurück (Ihre Alpha-Drillinge)   126: Verloren und vergessen

    JasonDie Welt verschwamm vor meinen Augen und drehte sich um mich herum, als ich zu Boden sank und mir die klaffende Wunde umklammerte, wo einst mein Fuß gewesen war. Der Schmerz war so stark, dass ich kaum atmen konnte. Mein Blick verschwamm, die Welt neigte sich aus ihrer Achse. Ich stand kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren, aber ich konnte es nicht. Noch nicht. Nicht, solange es noch Dinge gab, die ich verstehen musste. Der Schmerz war unerträglich. Es fühlte sich an, als stünde jeder Nerv in meinem Körper in Flammen und pochte mit einer solchen Intensität, dass ich mich fragte, ob ich überhaupt noch am Leben war. Ich spürte immer noch den scharfen Stich in meinem Bein, wie das Blut aus mir herausfloss, aber es gab etwas Schlimmeres als den körperlichen Schmerz. Es war die Last der Ablehnung, die Erkenntnis, dass ich nichts weiter als ein Fehler gewesen war, eine Last für den einzigen Menschen, der mein Beschützer hätte sein sollen. Asher hatte mich nicht getötet. Und da

  • Ich will sie zurück (Ihre Alpha-Drillinge)   125: Das Duell

    AsherIch spürte, wie ihre Blicke auf mir lasteten – das Gewicht ihres Urteils, ihrer Sorge. Axel und Aiden standen zu meiner Linken, ihre Gesichter von Frustration gezeichnet. Sie verstanden nicht, welche Turbulenzen in mir vor sich gingen – niemand verstand das. „Du begehst einen riesigen Fehler, Asher“, sagte Axel mit leiser, aber fester Stimme. Seine Hand umklammerte meine Schulter fest, seine sonst so ruhige Art war einer dringlichen Bestimmtheit gewichen. „Wir wissen alle, dass Jason nicht mehr derselbe ist wie früher. Er ist jetzt gefährlich“, fügte Aiden hinzu, seine Stimme voller Sorge. „Du begibst dich da hinein, obwohl du weißt, dass er schwarze Magie einsetzen wird.“ Ich spürte die Spannung in der Luft zwischen uns, dicht und erstickend. Sie hatten Angst. Angst um mich. Angst vor dem, was ich vorhatte. Auch ich hatte Angst, aber Angst war nicht das Fehlen von Mut, sondern das Vorhandensein eigener Gefühle. Hätte ich jedoch einfach nachgegeben, hätte ich das Duell ve

  • Ich will sie zurück (Ihre Alpha-Drillinge)   124: Ein Krieg, der nicht geführt wurde

    AsherDie beißende Kälte des Steins unter mir passte zu der Kälte, die mir bis in die Knochen drang, als ich aufwachte. Mein Kopf pochte, während ich in die trübe, erstickende Dunkelheit blinzelte. Es dauerte einen Moment, bis sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, aber ich merkte sofort, dass ich nicht mehr dort war, wo ich zuvor gewesen war. Der Raum war dunkler, stiller, und der Geruch nach Schimmel war stärker. Langsam erkannte ich den Ort – den Kerker hinter dem Palast. Das war nicht die Zelle neben dem Übungsplatz, in der ich zuvor festgehalten worden war. Diese hier war schlimmer. Es war ein Ort für vergessene Seelen, ein Ort, an dem Gefangene dem Verfall überlassen wurden. Meine Erinnerungen waren verschwommen, aber ich erinnerte mich gerade noch genug, um zu wissen, warum wir hier waren: wegen der Spielchen meines Vaters. Ein Stöhnen aus der Ecke erregte meine Aufmerksamkeit, und ich drehte den Kopf, um meine Brüder Axel und Aiden zu sehen, die sich nahe der W

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