LOGINNach einer herzzerreißenden Zurückweisung glaubte Willow, die Drillinge nie wiederzusehen. Doch das Schicksal hat andere Pläne. Als sie zurückkriechen und um eine zweite Chance betteln, muss Willow entscheiden, ob sie bereit ist, ihr Herz noch einmal zu riskieren. Wird sie vergeben und vergessen, oder sind die Narben ihres vergangenen Verrats zu tief, um zu heilen? Können die Drillinge beweisen, dass ihre Liebe echt ist, oder wird Willow für immer von ihnen weggehen?
View MoreAsherDas Haus, zu dem Willow uns führte, war eine abgeschiedene Oase, weit genug von den Hauptstraßen entfernt, dass selbst der hartnäckigste Verfolger nur durch Zufall darauf stoßen könnte. Es war urig und bescheiden, bot aber genug Platz, damit wir alle aufatmen konnten. Vor allem aber fühlte es sich sicher an – etwas, das wir seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr erlebt hatten. In dieser Nacht lag eine angespannte Stimmung in der Luft. Keiner von uns sagte nach unserer Ankunft viel, wir richteten uns einfach still in unseren jeweiligen Ecken des Hauses ein. Axel und Aiden übernahmen sofort die Wache an den Fenstern, während Lina sich damit beschäftigte, nach Ella und Daniel zu sehen. Willow verschwand in einem der Zimmer, ihr Gesicht war blass und unlesbar. Was mich betraf, so war Schlaf das Letzte, woran ich dachte. Ich saß an einem kleinen Fenster im Hauptraum und starrte hinaus auf den mondbeschienenen Wald. Meine Gedanken kreisten um meinen Vater und die Enthüllung, das
AsherIch hatte den Jungs gesagt, sie sollten Willow in Bezug auf die Kinder in Ruhe lassen. Aber ehrlich gesagt war ich von ihrer Geschichte nicht überzeugt. Nicht ganz. Vielleicht hätte ich es auf sich beruhen lassen sollen, aber ich konnte den nagenden Verdacht im Hinterkopf nicht loswerden. Der Junge? Er sah genauso aus wie wir. Beide sahen aus wie Axel, Willow, Aiden und ich, mit denselben markanten Gesichtszügen, demselben rebellischen Funkeln in den Augen. Und das Mädchen? Sie hatte die Augen unserer Mutter, dasselbe eindringliche Grün und die goldenen Sprenkel drumherum.Vielleicht lag es an all den Lügen, mit denen wir während unserer Kindheit gefüttert worden waren, aber irgendetwas fühlte sich falsch an. Ich hatte Willows Verzweiflung gesehen, wie sie zusammenbrach, wenn sie sprach, wie ihre Augen glasig wurden, wann immer wir versuchten, Antworten zu erpressen. Sie war gebrochen, und ich konnte es ihr nicht übel nehmen, dass sie log. Ich konnte es ihr nicht übel nehmen, da
WillowIch hatte es gerade so geschafft, die Decken über Ellas winzigen Körper zu ziehen, als ich vor der Wohnung leises Scharren hörte. Mein Herz setzte einen Schlag aus. Ich war den ganzen Tag schon nervös gewesen, da ich nicht wusste, was als Nächstes passieren würde. Doch als ich das leise Geräusch von jemandem hörte, der draußen herumschlich, gerieten meine Nerven völlig aus dem Ruder. Es waren sie. Axel, Aiden und Kingston hatten es endlich zu seiner Wohnung geschafft. Ich konnte es kaum glauben. Nach allem, was passiert war, nach all den Veränderungen, hätte ich nie gedacht, dass ich ihnen jemals wieder gegenüberstehen würde – schon gar nicht hier und schon gar nicht so. Es wäre einfacher gewesen, wenn es nur Kingston gewesen wäre, aber Axel und Aiden waren das Hauptproblem, vor allem, da ich ihnen noch nichts von den Kindern erzählt hatte. Ich hätte mich freuen sollen, sie zu sehen. Schließlich waren wir uns einst sehr nahe gestanden, oder? Aber nach allem, was ich erfahren
AsherDie Nacht hatte die Welt in ihre Stille gehüllt, und der Mond stand tief am Himmel – ein blasser Zeuge des Unbehagens, das sich in meinem Bauch zusammenballte. Die kalte Luft biss mir in die Haut, doch es war nicht die Kälte, die mich zittern ließ. Es war die Ungewissheit, das nagende Gefühl, dass uns die Zeit und die Möglichkeiten ausgingen. Kingston hatte uns gerade gesagt, wir könnten uns zurück in seine Wohnung schleichen, aber ich war mir nicht sicher, ob das eine gute Idee war. „Ich weiß nicht so recht“, murmelte ich und krallte meine Finger in den Stoff meiner Jacke. „Das ist zu riskant. Deine Wohnung liegt, soweit ich mich erinnere, nicht gerade am Ende der Straße.“ „Oder es ist genau das, was wir brauchen“, entgegnete Axel, sein Tonfall locker, aber mit einem Anflug von Besorgnis. „Kingston hat recht“, fügte Aiden hinzu, seine Stimme leise, während er an der Tür stand und die Schatten der Nacht ihn umhüllten. „Wir können nicht ewig hier draußen bleiben. Aber wir k





