Vier Alphas für die falsche Luna

Vier Alphas für die falsche Luna

last updateLast Updated : 2026-10-16
By:  Scarlet ice.Updated just now
Language: Deutsch
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HAnnabel war ihr ganzes Leben lang übersehen worden, und sie hatte gelernt, in der Stille davon zu leben. Sie war nie in der Lage zu sprechen, also hatte sich die Welt nie die Mühe gemacht, zuzuhören. Sie wuchs im Schatten ihrer Stiefschwester auf und wurde dem Hof als Dienstmädchen präsentiert, und in all den Jahren beobachtete, las und erinnerte sie sich an alles, was die Mächtigen vergessen hatte, vor ihr zu verbergen. Dann wurde Prinzessin Seraphina vergiftet und von dunkler Magie auf dem Boden der Palastbibliothek niedergeschlagen gefunden, und Annabel wurde neben ihr kniend mit Blut an den Händen gefunden. Sie hatte keine Stimme, um sich zu verteidigen, und niemand in diesem Raum war bereit zu warten, bis sie einen anderen Weg fand. Um das Königreich vor dem Krieg zu bewahren, machte König Aldric ihr ein grausames Angebot. Annabel würde den Namen ihrer Schwester, die Krone ihrer Schwester und den Platz ihrer Schwester neben vier Alpha-Prinzen einnehmen, die jemand anderem versprochen worden waren. Sie würde ein ganzes Königreich anlügen und die Wahrheit dieser Nacht in ihr Grab tragen. Sie sagte ja, aber nicht aus dem Grund, den sie glaubten. Sie sagte ja, weil es der einzige Weg war, nahe genug zu kommen, um die Person zu finden, die die eine Seele getötet hatte, die jemals wirklich auf sie gehört hatte. Was sie nicht wusste, war, dass vier Alphas eine Lüge spüren konnten, sobald sie gesprochen wurde, und dass sich die für Seraphina beabsichtigte Bindung bereits der falschen Luna zuwandte.

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Chapter 1

DIE LEICHE IN DER BIBLIOTHEK

ANNABELS SICHT

Seraphina hatte beide Hände auf dem Kopf und ihr Gesicht verzog sich zu einem Ausdruck, bei dem keine Prinzessin jemals erwischt werden sollte, und ich lachte so sehr, dass es als das knackige, keuchende Geräusch herauskam, das ich nie verbergen konnte, obwohl sie mir nie gesagt hatte, dass es hässlich war.

"Hör auf damit", sagte sie und zeigte auf mich. "Lach mich nicht aus, Annabel, ich meine es absolut ernst."

Ich saß mit gekreuzten Beinen in der Mitte ihres Bettes, die Knie an meine Brust gezogen, während sie die ganze Länge des Raumes ging, ihr goldenes Haar locker um ihre Schultern und ihre nackten Füße schlugen gegen den kalten Stein.

"Sie starrten uns an, als wären wir exotische Tiere, und hast du gesehen, wie ein Wachmann dich immer wieder ansah? Ich dachte, seine Augen würden ihm direkt aus dem Kopf fallen.“

Ich presste meine Lippen zusammen, um nicht zu lächeln, aber sie hat es trotzdem verstanden.

„Annabel.“

Ich griff nach dem kleinen Notizblock, der an mein Handgelenk gebunden war, kritzelte zwei Zeilen und hielt ihn ihr zum Lesen hoch.

Er ist verdammt süß.

Ihr Mund fiel auf. „Igitt, igitt, du fällst jetzt auf eine Wache herein? Was zum Teufel ist los mit dir?"

Ich zuckte mit den Schultern, und sie schlug eine Hand über ihr Herz, als hätte ich sie verletzt.

„Du hast mich zutiefst verletzt, und ich möchte, dass du das weißt.“

Ich schrieb noch einmal und hielt die Seite dieses Mal höher.

Du bist dramatisch.

"Ich bin nicht dramatisch, ich bin aufmerksam." Sie hob ihr Kinn, als hätte sie gerade einen Krieg gewonnen. "Es gibt einen Unterschied."

Ich hob eine Augenbraue, und sie warf mir ein Kissen direkt ins Gesicht.

Das war meine Lieblingsversion von ihr, weil sie nicht diejenige war, die mit geradem Rücken und ordentlich gefalteten Händen vor ihr für das Gericht lächelte. Es war diejenige, die zu laut lachte und mit ihren Händen sprach, als ob Worte allein nie genug gewesen wären, und die durch den Raum ging, wenn sie Angst hatte, was sie den ganzen Abend getan hatte.

Sie ließ sich neben mir auf das Bett fallen und atmete tief durch, während sie an die Decke starrte. Das Zimmer war ganz aus dunklem Holz und schweren Vorhängen, und die Steinmauern hielten die Kälte zurück, selbst wenn das Feuer brannte, und nichts an dem Geruch erinnerte mich an zu Hause.

"Hast du Angst?" Fragte sie leise.

Ich dachte darüber nach, sie anzulügen, aber am Ende neigte ich meinen Kopf von einer Seite zur anderen.

Ein bisschen.

"Ich auch." Sie drehte ihren Kopf auf das Kissen und sah mich an. "Sag es niemandem."

Ich klopfte mit zwei Fingern gegen meine Lippen und drehte sie wie ein Schloss zu, und sie lächelte mich an, und ich hielt dieses Lächeln viel länger fest, als ich hätte tun sollen.

Als ich aufwachte, war das Bett auf der anderen Seite des Zimmers leer, die Laken zurückgezogen und kalt und ihre Hausschuhe saßen immer noch an der Tür, wo sie sie gelassen hatte.

Ich stand da mit meiner Hand um den Bettpfosten gewickelt und sagte mir, sie sei nur für Wasser oder für Luft gegangen, oder um an einem Fenster zu stehen und zu laut zu denken, wie sie es immer tat, und dann nahm ich meinen Notizblock und schlüpfte in den Flur.

Der Palast in der Nacht war nicht wie der Palast, durch den ich mittags gelaufen war. Die Fackeln waren zu einem duffen Orange verbrannt und die Schatten erstreckten sich über die Wände, und jeder Schritt, den ich machte, klang zu laut gegen den Stein, als ob der Boden selbst mich von etwas beschuldigen würde. Ich wusste nicht, wo sich die Korridore bogen oder welche Treppe zu welcher Etage führte, aber meine Füße drehten sich nach links, bevor mein Verstand beschlossen hatte, sich zu drehen, und sie nahmen die Treppe zwei auf einmal, während ich sie ließ, weil ich sie nicht hätte aufhalten können, selbst wenn ich es versucht hätte.

Zwei Wachen standen am östlichen Korridor und sahen mir zu. Ich sah sie direkt an, und ich hätte dir nicht sagen können, wer ihre Augenfarbe haben, oder ob sie jung oder alt waren, oder ob einer von ihnen überhaupt geblinzelt hatte.

Die Bibliothekstür stand handbreit offen, und warmes Licht strömte durch die Lücke und lag dünn über dem Boden des Flurs. Meine Finger waren kalt geworden, und mein Magen schien etwas verstanden zu haben, was der Rest von mir immer noch nicht akzeptieren wollte.

Ich stieß die Tür auf.

Die Kerzen waren fast zu nichts verbrannt und ertranken in ihrem eigenen Wachs, und die Regale stiegen von allen Seiten in die Dunkelheit. In der Mitte des Raumes, auf dem Boden mit einem Arm neben ihr, lag eine Leiche in einem blassen Nachthemd, das ich kannte, weil ich ihr bei der Auswahl geholfen hatte.

Sie schlief wieder beim Lesen ein, das macht sie die ganze Zeit.

Ich überquerte den Raum auf Beinen, die sich nicht wie meine anfühlten, und kniete mich neben sie, nahm dann ihre Hand und schüttelte sie sanft.

Sehr lustig, Seraphina, jetzt steh auf und komm zurück ins Bett mit mir.

Ihre Augen waren offen, und sie schauten auf nichts, nicht auf mich oder an die Decke oder auf die Kerze, die neben ihrem Kopf rinnte, nur weit und grün und völlig still.

Ich sagte ihren Namen. Mein Mund formte jeden Buchstaben davon und meine Kehle zog sich um das Geräusch zusammen, aber nichts kam heraus, und als ich es erneut versuchte, brannte meine Brust vor Anstrengung und es kam immer noch kein Ton.

Meine Hände waren nass. Ich schaute auf sie herab, und dann auf meine Ärmel, die dunkel und schwer an meinen Handgelenken hingen, und dann auf die Vorderseite ihres Kleides, wo die Farbe falsch war. Ihre Lippen hatten sich in einen schwachen Blauton verwandelt, der fast grau war, und in der Mitte ihrer Brust befand sich ein Fleck mit geschwärzten Kanten, der direkt durch den Stoff gebrannt war, als hätte etwas sie von innen getroffen und sich herausgerissen.

Ich drückte meine Handfläche darüber, weil ich wusste, dass es nichts tun würde, und dann drückte ich trotzdem härter.

Wer würde ihr das antun, und warum sollte es jemand wollen? Sie war die Prinzessin und sie sollte unantastbar sein, sie war der Grund, warum zwei Königreiche endlich aufhören würden, sich zu hassen.

Hinter mir schlug die Tür gegen die Wand, und ich war zu langsam, um mich umzudrehen.

Die Hände umklammerten meine Arme und zogen mich nach hinten, während Stimmen übereinander schrien, bis sich der ganze Raum anfühlte, als würde er gegen meine Ohren drücken. Ich schrie, und was aus meinem Mund kam, war kein Wort, denn das war es nie. Ich schüttelte meinen Kopf so hart, dass meine Haare über mein Gesicht peitschten, und ich zeigte auf die Tür und auf die Dunkelheit dahinter und auf die Regale und die Schatten, auf alles und überall, was nicht ich war, weil ich ihnen sagen wollte, dass ich gerade erst angekommen war und dass sie meine Schwester war und dass ich den ganzen Palast niedergebrannt hätte, bevor ich jemanden einen Finger auf sie legen ließ.

Mein Notizblock schwang die ganze Zeit von meinem Handgelenk, und keiner von ihnen schaute darauf.

„Sie ist es“, sagte einer der Wachen, und seine Stimme war von etwas, das der Freude nahe kam, dick. „Der stumme kleine Schatten zeigte endlich ihre Zähne.“

Ich kämpfte gegen sie mit allem, was ich hatte, kratzte an den Händen, die mich hielten, und trat gegen den Steinboden und drehte mich, bis etwas in meiner Schulter schrie, aber sie waren stärker als ich und lauter als ich, und sie brauchten mich nicht, um ein einziges Wort zu sagen, um zu entscheiden, wer ich war.

Das Letzte, was ich sah, bevor sie mich durch die Tür zogen, war ihre Hand, die immer noch offen auf dem Boden lag und die Finger leicht nach innen gekräuselt waren, als hätte sie nach etwas gegriffen, als es passierte.

Ich wusste nicht, was es war.

Sie schleppten mich den Korridor hinunter, während das Blut an meinen Händen klebrig und kalt wurde, und ich starrte es den ganzen Weg an und dachte, das war nicht sie, weil Seraphina ging, wenn sie Angst hatte und mit ihren Händen sprach und das nie in ihrem Leben für jemanden liegen würde.

Ich hielt an diesem Gedanken mit allem fest, was ich hatte, denn der andere war viel zu groß für ein Mädchen ohne Stimme, um es allein zu tragen.I'm 

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