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Kapitel 2

Author: Herbst
In diesem Moment leuchtete die Kinoleinwand hell auf, und im selben Augenblick erkannte ich das Profil des Mannes.

Es war mein Schwager!

Claudia und Julian trieben es tatsächlich mitten im Kino ...

Trieben sie es wirklich so wild?

Mir war das Ganze irgendwie peinlich. Ich wusste, dass ich wegsehen sollte, aber mein aufgeheizter Körper ließ mich immer wieder zu den beiden hinübersehen, während meine Gedanken wild kreisten.

Wenn ich doch nur an Claudias Stelle über Julians Schoß gebeugt wäre ...

Ich hasste mich selbst für diesen Gedanken, konnte ihn aber einfach nicht unterdrücken.

Claudia und Julian hatten bei ihren Geschäften all ihr Geld verloren und mussten sogar ihr Haus verkaufen. Jetzt waren sie bei mir untergekommen.

Unter einem Dach lief man sich ständig über den Weg.

Julian hatte einen extrem starken Trieb und verlangte fast jeden Tag nach Sex. Selbst durch die Wand zwischen unseren Schlafzimmern hörte ich regelmäßig Claudias hilfloses Flehen, wenn sie ihm nicht mehr gewachsen war.

Jedes Mal schoss mir dann derselbe Gedanke durch den Kopf: Wenn Julian mein Freund wäre, würde ich ihn niemals so unbefriedigt zurücklassen wie sie.

Bei dieser Vorstellung schoss mir erneut eine heiße Welle durch den Unterleib.

Doch was als Nächstes geschah, war noch erregender.

Der Saal war spärlich besucht, und die wenigen Zuschauer saßen ganz weit vorne. Deshalb hob Julian völlig hemmungslos Claudias Rock an und zog sie mit dem Rücken zu sich rittlings auf seinen Schoß.

„Ah ... Schatz, du bist so hart, du stößt ganz tief in mich rein.“

Claudias verführerisches Stöhnen drang deutlich an mein Ohr.

Julian hielt sie fest an der Taille umschlungen und stieß mit seinen Hüften rhythmisch von unten nach oben. Ich konnte sogar das Quietschen des Kinosessels hören.

Ganz schön gewagt.

Einerseits fürchtete ich, jemand könnte sie entdecken oder sie könnten mich bemerken; andererseits konnte ich den Blick unmöglich abwenden. Mit hochrotem Kopf schob ich schließlich meine Hand zwischen meine Oberschenkel.

Ich hatte gehört, dass die Überwachungskameras in diesem Kinosaal defekt waren.

Da wurde ich mutiger. Ich drückte nur ein wenig fester – und schon entkam mir ein leises, unkontrolliertes Stöhnen. Vor Schreck setzte mein Herz einen Schlag aus, und ich wagte nicht, mich weiter zu bewegen.

Nach zwei Sekunden merkte ich, dass weder Claudia noch Julian sich umdrehten, und wagte endlich wieder zu atmen.

Mein Herz hämmerte nur noch schneller.

Dieses berauschende Gefühl, gerade noch einmal davongekommen zu sein, weckte in mir nur noch mehr Verlangen nach diesem Nervenkitzel.

Heimlich öffnete ich den Knopf meiner Jeans, zog den Reißverschluss herunter und schob meine Hand hinein ...

Kaum war meine Hand darin, spürte ich, wie nass ich schon war.

Mit glühenden Wangen begann ich ganz langsam, mich selbst zu berühren.

Wenn die beiden wüssten, dass ich hier im dunklen Winkel des Kinosaals saß, ihnen beim Sex zusah und es mir heimlich selbst machte – sie wären bestimmt ziemlich enttäuscht von mir.

Heftige Schuldgefühle und unerträgliche Geilheit zerrten an mir. Ich durfte nicht weiter nachdenken. Ich wollte es nur noch schneller, immer schneller ... bis die überwältigende Lust alles andere in mir überdeckte.

„Ah ... Schatz, ich komme!“

Bei Claudias kaum unterdrücktem Aufstöhnen verkrampfte sich mein ganzer Körper. Ich kam tatsächlich mitten im Kino.

Hektisch zog ich meinen Reißverschluss wieder hoch. Da sah ich, wie Julian Claudia an den Hüften nach unten drückte und sie nicht aufstehen ließ.

Julians Stimme klang gequält: „Ich bin immer noch hart. Noch einmal.“

Claudia flehte ihn an: „Schatz, ich kann wirklich nicht mehr. Es tut weh, alles ist schon ganz geschwollen.“

Mürrisch ließ Julian von ihr ab: „Wenn du doch nur irgendwann mal so versaut wärst wie deine Schwester.“

Ich riss die Augen auf und starrte ihn völlig fassungslos an.

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