MasukIch war mit Julian Krüger, dem Don der Mafia, seit sieben Jahren zusammen. An dem Tag, an dem wir gemeinsam das Brautkleid anprobieren wollten, machte ich mich voller Freude mit meiner Schwangerschaftsbescheinigung auf den Weg zum Brautladen. Doch dort hörte ich zufällig, wie er mit seinem Vertrauten sprach. „Die Heirat mit Nina Koch gestern war eine Notlösung. Mein Bruder starb bei einem Bandenkrieg. Sie trägt das einzige Kind der Familie Krüger. Ohne rechtmäßigen Status können sie in der Familie nicht überleben.“ „Alle würden sie schikanieren.“ Er hielt eine Zigarre zwischen den Fingern. Seine Stimme klang kalt, aber mit einem Hauch von Verzweiflung. „Alles außer dem Status kann ich Sophie Schulz geben – meine Liebe, mein Geld. Aber diese Sache darf sie niemals erfahren.“ Ich klammerte mich an die Bescheinigung, und mein Herz zerbrach. Ich ließ meine beste Freundin eine neue Identität für mich anmelden, damit Julian mich niemals finden würde. Wenn er mir und unserem Kind kein vollständiges Zuhause geben konnte, dann war es besser, diese Liebe, die ohnehin nur noch aus Pflichtgefühl und Lügen bestand, endgültig zu beenden.
Lihat lebih banyakJulians Besessenheit glich am Ende einem Feuer, das ihn wie eine Selbstverbrennung bis auf die Knochen versengte.Ein Aufstand innerhalb der Mafia – sein engster Vertrauter zerrte ihn mit Beweisen für seine Zusammenarbeit mit einer verfeindeten Mafia vom Thron des Don.Julians Macht zerfiel in einem einzigen Moment.Sein gesamtes Vermögen wurde heimlich abgezogen.Der neue Don fälschte Beweise für seine Verbrechen und übergab diese an die internationale Polizei.Fahndungsplakate der internationalen Polizei hingen in allen Straßen – er wurde zu einem gehetzten und herrenlosen Hund.Ich sah Julian zum letzten Mal an einem sonnigen Nachmittag.Jochen und ich spazierten mit Leni im Park. Er fütterte sie sanft mit Eiscreme – ihr Gesicht war ganz beschmiert. Ich lachte und richtete ihm den Hemdkragen.Julian stand nicht weit entfernt unter einem Platanenbaum. Sein Anzug war zerknittert, das Haar ungepflegt, Bartstoppeln im Gesicht – er sah erschöpft aus bis zur Unkenntlichkeit.Er sah uns mi
Als die Nachricht kam, dass Julian auf Kaution freigelassen worden war, band ich Leni gerade eine verrutschte Schleife.Plötzlich wurde die Fensterscheibe von einem schweren Gegenstand getroffen. Risse zogen sich durch die Scheibe, Splitter rieselten auf die Fensterbank.Jochen zog mich in seine Arme. Lenis Weinen brach los – vermischt mit dem Aufheulen von Sirenen.„Er ist wahnsinnig geworden“, sagte Jochen angespannt. Seine Finger schlossen sich fest um mein Handgelenk. „Ich habe einen Privatjet organisiert. Wir gehen noch heute Nacht.“Ich schüttelte den Kopf und strich mit den Fingerspitzen über die dunklen Ringe unter seinen Augen. „Die Aktien der Familie Graf sind zuletzt eingebrochen. Und du hast drei Tage lang nicht geschlafen.“Er lachte leise. Sein warmer Atem streifte mein Ohrläppchen. „Gerade deshalb muss ich euch an einen sicheren Ort bringen.“Ein Schuss zerriss die Dämmerung.Julian stolperte aus dem Schatten der Bäume hervor. Sein Anzug war mit Schlamm bespritzt.In sei
Julian merkte, dass Drohungen nicht wirkten. Also nutzte er seine Macht als Don der Mafia und nahm meinen Job ins Visier.An jenem Tag rief mich die Klinikleitung plötzlich ins Büro. Mit ernster Miene teilte man mir mit, jemand habe mich anonym wegen Pflichtverletzung angezeigt – und fordere nun meine Entlassung.Mir war sofort klar – das war Julians Werk.Gerade als ich ratlos und hilflos stand, tauchte Jochen auf.Er stellte sich vor mich und sagte mit fester Stimme zur Leitung: „Ich bin Selinas Bürge. Ich kann für ihre fachliche Kompetenz und berufliche Integrität einstehen. Sollte das Krankenhaus sie entlassen, werde ich sämtliche Mittel einsetzen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und ihren Ruf zu rehabilitieren.“Mit Jochen als Bürgen wagte die Klinikleitung keinen überstürzten Schritt – der Fall wurde vorerst auf Eis gelegt.Später erfuhr ich, dass Jochen nicht nur für mich gebürgt hatte – er hatte auch im Verborgenen die Macht seiner Familie genutzt, um Julians gesamten Einf
Mit der Zeit hatten Jochen und ich immer mehr miteinander zu tun.Bei einer Unterhaltung fragte ich ihn halb im Scherz nach seiner Herkunft. Er hielt kurz inne und lächelte:„Ach, ich stamme einfach aus einer ganz normalen Familie in der Schweiz.“Doch diese Aura von Noblesse, die ihn ungewollt umgab, ließ mich daran zweifeln.Erst später erfuhr ich zufällig von Kollegen, dass er der einzige Erbe eines der mächtigsten Konzerne der Schweiz war!Völlig schockiert sprach ich ihn darauf an. Er kratzte sich verlegen am Kopf:„Ich möchte nicht von meiner Familie abhängen. Ich will einfach nur Arzt sein – weil ich es liebe.“In unserer Zeit zusammen spürte er wohl die verdeckten Wunden meiner Vergangenheit – doch er fragte nie danach.Wenn ich Überstunden machte, brachte er mir wortlos warmes Essen. Wenn Leni krank war, rief er noch in der Nacht Spezialisten an.Unter seinem fürsorglichen Schutz begann mein eingefrorenes Herz langsam aufzutauen.In jener Nacht tobte ein Regensturm. Heftiger W