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Kapitel 8

Penulis: Klein Warm
Nach einer Weile kam Anja mit einem verkniffenen Gesicht aus dem Badezimmer, und sie trug nun ein weißes Abendkleid.

Lukas fragte: „Was ist los?“

„Ich habe mich gerade im Badezimmer umgezogen und als ich herauskam, habe ich Lea gesehen.“

„Lea?“

Anja nickte.

Anja sagte: „Ich habe Lea zusammen mit dem Mann vom letzten Mal gesehen, sie wirkten sehr vertraut miteinander...“

Dann beobachtete Anja Lukas’ Gesichtsausdruck und fügte schnell hinzu: „Aber vielleicht habe ich mich getäuscht. Wie könnte Lea jemanden wie Erik kennen… Man sagt, Erik sei ein Gesetzloser.“

„Lea Klein…“

Lukas‘ Ton wurde kühler.

Schon zuvor hatte er bemerkt, dass Erik an Lea interessiert war.

Weiß diese Frau nicht, wie man sich distanziert? Selbst einem Gesetzlosen wie Erik wollte sie sich nähern.

Lukas spürte plötzlich eine unerklärliche Beklemmung in der Brust.

Lea kam aus dem Badezimmer, bemerkte Lukas‘ Unmut und seinen skeptischen Blick.

„Was hast du gerade gemacht?“

Lukas senkte seine Stimme.

„Ich? Ich war gerade auf der Toillete.“

Lea verstand nicht, was er damit meinte.

Anja trat vor, ergriff scheinbar vertraulich Leas Hand und sagte: „Lea, ich habe alles gesehen, dieser Erik ist kein guter Mensch, lass dich nicht von ihm täuschen.“

Lea zog instinktiv ihre Hand zurück.

Anjas Hand, die Leas Hand vorher gehalten hatte, verharrte in der Luft. Sie sagte mit einem verletzten Ton: „Lea, ich wollte dich bei Lukas nicht verpetzen... Aber dieser Erik Engel ist wirklich kein guter Mensch.“

„Was für ein Mensch Erik ist, weiß ich selbst, ich brauche niemanden, der darüber urteilt.“

Leas Haltung wurde kühler.

„Ich…“

Anja biss sich auf die Lippe und wirkte verletzt.

Lukas sagte kühl: „Anja meint es nur gut mit dir, sei nicht naiv und mache nicht einfach Leute an, mit denen man sich besser nicht anlegt.“

Anja zupfte an Lukas' Ärmel, als wollte sie sagen, dass er zu streng war.

Lea beobachtete die Szene, wer es nicht besser wüsste, könnte denken, Anja sei seine Frau.

„Jedenfalls wäre es besser, wenn du dich von Erik fernhalten. Du bist eine Prinzessin, während er nur ein ungeschliffener Wildling ist. Wie könntest du dich nur mit ihm abgeben!“

‘Bumm——!’

Plötzlich erklang das Geräusch eines Stocks, der auf den Boden schlug.

Alle wandten sich dem Geräusch zu und sahen bald einen älteren Mann mit grauem Haar, der in der Mitte der Lobby stand.

Lea drehte sich um und fand den alten Mann bekannt vor. Schnell erkannte sie, dass es der alte Gärtner war, der zuvor in der Lobby die Vase aufgestellt hatte!

Der alte Mann trug nun einen Anzug und wurde von zwei Bodyguards begleitet. Seine Ausstrahlung war beeindruckend, besonders sein kalter Blick mit einem Hauch von Strenge, der andere fernhielt.

„Dies ist Herr Engel, Benedikt Engel.“

Der Bodyguard an seiner Seite stellte ihn vor.

Die Menschen um ihn herum hoben ehrerbietig ihre Gläser gegenüber dem alten Mann.

In diesem Moment war Anjas Gesichtsausdruck der einzige, der düster war.

Der alte Mann, den sie gerade angeschrien hatte, war eigentlich Herr Engel!

Bald trat Erik von hinter Herrn Engel hervor, stellte sich an seine Seite und stützte seinen Arm.

Lea bekam plötzlich ein schlechtes Gefühl.

Erik sah Lea an und ein schmaler Grinser bildete sich auf seinen Lippen.

„Meine Damen und Herren, ich habe Sie heute hierher eingeladen, um Ihnen mitzuteilen, dass Erik Engel mein Enkel ist, und auch der einzige Erbe der Familie Engel.“

Er warf einen eisigen Blick auf Anja.

Dieser Blick ließ Anja erschauern.

Herr Engel sagte kalt: „Er ist doch kein ungeschliffener Wildling.“

Alle waren überrascht, nur Leas Herz schlug heftig.

Das stimmt nicht! Die Zeitlinie stimmt nicht! Wie konnte das passieren?
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