MasukSieben Mal band ich mich an denselben Alpha. Und sieben Mal zerstörte er unser Band wegen seiner Jugendliebe. Beim ersten Mal schwor er es unter dem Mond: „Astrid, meine Luna. Von diesem Tag an gehören mein Herz und mein Wolf allein dir.“ Doch in dem Moment, als seine kostbare Liana zurückkehrte, verwandelten sich seine Versprechen in Asche. „Kannst du nicht einfach geduldig sein? Du machst sie unwohl, es sieht so aus, als würde sie einen gebundenen Alpha verführen.“ Beim ersten Mal, als er mich zurückwies, verbrannte der Schmerz des zerbrochenen Bandes beinahe meinen Wolf. Sie schickten mich zu den Heilerinnen des Rudels, aber er kam nie. Kein einziges Mal. Beim dritten Mal schluckte ich meinen Stolz als Tochter eines Alphas hinunter. Ich trat seinem Rudel als Niemand bei, nur um seinem Duft nahe zu sein. Beim sechsten Mal kannte ich bereits das Spiel. Ich packte meine Sachen und verließ unser Penthaus ohne ein Wort. Meine Zusammenbrüche. Meine Kompromisse. Meine Hingabe. Für meinen Schmerz bekam ich nur seine mechanischen Entschuldigungen und denselben Verrat. Immer und immer wieder. Bis jetzt. In dem Moment, als ich hörte, dass Liana zurückkehrte, gab ich ihm selbst die Papiere, um unser Band zu lösen. Er setzte einfach ein Datum für unsere nächste Bindungszeremonie, als wäre nichts geschehen. Er hatte keine Ahnung. Dieses Mal brach ich nicht nur das Band. Ich zerschmetterte das Herz, das sieben Mal für ihn schlug, nur um sieben Mal von seinen eigenen Händen zerdrückt zu werden.
Lihat lebih banyakAstrids POVAm privaten Strand des Stormclaw-Rudels glitzerte Mondlicht wie ein silberner Teppich über den Sand.Heute Nacht würde ich Rhys’ wahre Gefährtin werden.„Alles ist bereit.“ Maya richtete mein Kleid. „Du siehst umwerfend aus.“Ich betrachtete mich im Spiegel. Mein weißes Kleid schleifte hinter mir her, das Mondstein-Collier funkelte auf meiner Brust.So sollte ich aussehen. Nicht wie eine Frau, die um Brösel von Zuneigung bettelt, sondern wie eine Luna, die es verdient, geliebt zu werden.„Übrigens“, Mayas Blick verfinsterte sich leicht. „Es gibt etwas, das ich dir sagen muss.“„Was denn?“„Corbin ist hier.“Meine Hand hielt eine Perlenohrring halb ans Ohr. „Hier?“„Er kniet seit Sonnenuntergang gestern am Rand der Schutzkreise“, sagte Maya, ihre Stimme schwer. „Er rührt sich nicht. Gestern Nacht gab es ein Gewitter. Er hat es einfach… ausgehalten.“Ich legte den Ohrring zurück. „Was will er?“„Ich weiß es nicht. Aber er hält etwas in der Hand.“ Maya runzelte die
Astrids POVCorbin hatte mich in einem Café am See in den südlichen Rudeln gefunden. Ich traf mich gerade mit Rhys, dem Alpha des Stormclaw-Rudels.Im Glaskonservatorium streichelten Rhys’ Finger sanft den Rücken meiner Hand.Drei Jahre lang hatte dieser Alpha, der der Welt als „Stormclaw“ bekannt war, genau diese stille Geduld mir allein gezeigt.„Ich kenne dich seit drei Jahren und vier Monaten.“Plötzlich zog er eine schwarze Samtschachtel aus seiner Anzugtasche.„Ich habe beschlossen, die Tage nicht mehr zu zählen.“Als sich die Schachtel öffnete, schien das gesamte Sonnenlicht im Konservatorium sich auf das Anhänger-Collier darin zu fokussieren.Ein Mondstein, so groß wie ein Rotkehlchenei, umgeben von über zwanzig makellosen Diamanten, wie Sterne um den Mond.„Letzten Monat habe ich meine besten Krieger in die Zwergenberge geschickt, um ihn zu besorgen.“Er nahm meine Hand und legte die Kette um meinen Hals.„Sie steht dir noch besser, als ich es mir vorgestellt habe.“
Astrids POVAls das Flugzeug landete, starrte ich aus dem Fenster auf die fremde Stadt. Es fühlte sich an, als läge ein ganzes Leben dazwischen.Ich zog meinen Koffer durch die Ankunftshalle und sah eine vertraute Gestalt.Sechs Jahre.Mein Vater war noch genauso groß wie in meiner Erinnerung, aber an seinen Schläfen zeigte sich inzwischen Grau.Seine goldenen Augen scannten die Menge. Als sie auf mir landeten, füllten sich sofort Tränen.„Astrid.“Er öffnete die Arme.Ich ließ meinen Koffer fallen und rannte zu ihm.„Papa...“ Meine Stimme brach. „Ich bin zu Hause.“„Meine kleine Prinzessin.“ Er strich mir durchs Haar. „Willkommen zu Hause.“Wir weinten beide.Vor sechs Jahren hatte ich das Silber-Mond-Rudel verlassen, um Corbin zu folgen.Mein Vater hatte mir gesagt, dass, sollte ich jemals Reue verspüren, die Tore des Silber-Mond-Rudels für mich immer offen stünden.Ich dachte, ich würde dieses Versprechen niemals brauchen.Ich irrte mich.Im Auto reichte mir mein Vat
Corbins POVIch fuhr auf Autopilot zurück. Ich stellte den Motor ab. Die Welt wurde still. Schrecklich still.Das einzige Geräusch war mein eigenes raues Atmen im Wagen.Sie war wirklich weg.Astrid verließ mich wirklich.Ich stolperte zum Aufzug, mein Finger zitterte, als ich den Knopf für das oberste Stockwerk drückte.Die Türen schlossen sich, und ich war mit meinem Spiegelbild eingesperrt: wildes Haar, blutunterlaufene Augen. Ein Mann, der seine Seele verlor.Die Aufzugtüren öffneten sich.Und dann roch ich es.Weiße Rosen und Sandelholz.Astrids Duft. Ihr Duft. Der Duft, der von der Mondgöttin selbst segnete.Mein Herz hämmerte in meiner Brust.Sie ist zurück! Sie muss zurück sein!Ich stürmte praktisch in die Wohnung, folgte dem Duft und rannte ins Schlafzimmer.„Astrid!“ Ich riss die Tür auf. „Du bist zurück, ich wusste –“Die Worte starben mir im Hals.Es war nicht Astrid auf dem Bett.Es war Liana.Sie trug meinen schwarzen Seidenmantel, ihr langes blondes Ha





