The Reaver Chronicles: Raphael (Book 2)

The Reaver Chronicles: Raphael (Book 2)

last updateHuling Na-update : 2021-07-26
By:  GiftKumpleto
Language: English
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Vampires, I'd never seen one up close before. That is, until one tried to kill me. But he saved me, the Reaver Raphael. I know I'm only Human, but the more I learn of him, the more intrigued I become. He scares me, much more than I'd ever admit. My instincts scream at me to run. I know he's one of the four brothers who control the Underworld. I know he kills people without warning or trigger. I know the other Supernaturals fear him, and I know what he says goes… period. Yet, I find myself drawn to him, my fear tempered by a morbid curiosity. Being around someone as powerful as Raphael is daunting, yet every time I'm near him, I feel a swarm of butterflies in my stomach. But I'm aware of the danger. I've studied the Reavers, and I know their charm is designed to lure you in. Raphael doesn't even have to try… he exudes an effortless allure that draws me, and everyone else, to him. I know I should run, I want to run. But I'm frozen in place, and the warning signs only seem to heighten the allure. I've danced with danger for too long, but playing with fire has never felt so satisfying. That was, until I woke up in a strange place, surrounded by an unsettling array of supernatural creatures. Reality hit me like a slap in the face. And it's in this moment that I regret ever pursuing the man in the silver suit, who meets me in the diner... I've read enough love stories to know that love could be a fatal flaw, or a mans greatest strength. Could I be his? Or would our love become a fatal collision course from which neither of us would escape?

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Kabanata 1

Chapter 1

Giulia

Der Regen schlägt gegen die Fenster des Großraumbüros wie eine unaufhörliche Mahnung. Jeder Tropfen scheint dasselbe Wort zu skandieren: warum, warum, warum. Ich starre auf meinen Computerbildschirm, die Zahlen tanzen vor meinen Augen, ohne dass mein Gehirn sie erfassen kann. Meine Welt besteht nun aus diesem winzigen Schreibtisch, diesem quietschenden Stuhl und dem Blick, den ich von meinem Platz aus auf die große Eichentür seines Büros habe.

Sein Büro. Lorenzo.

Das vertraute Geräusch hoher Absätze auf dem Laminatboden lässt mich zusammenzucken. Es ist Sofia, die Assistentin der Geschäftsleitung. Ihr Lächeln ist eine feine Klinge.

— Rossi, Herr Conti wünscht Sie zu sprechen. Sofort.

Mein Mund ist trocken. Ich nicke nur, stehe mit einer zu abrupten Bewegung auf. Ich spüre die verstohlenen Blicke meiner Kollegen, diese Mischung aus Mitleid und krankhafter Neugier. Ich bin die Neue, die Lückenbüßerin, die der CEO persönlich zu hassen scheint. Sie wissen es nicht. Sie können es nicht wissen.

Der Weg zu seiner Tür ist ein Gang der Scham. Ich klopfe, zwei leise Schläge.

— Herein.

Seine Stimme. Fünf Jahre haben daran nichts geändert. Sie dringt durch das Holz und durchbohrt mich, eine explosive Mischung aus Samt und Eis. Ich trete ein.

Lorenzo Conti steht vor der Fensterfront, eine Silhouette, die sich im grauen Licht Mailands abzeichnet. Er dreht sich nicht sofort um. Er lässt mir Zeit, meine Angst hinunterzuschlucken, die kalte Pracht des Raumes zu betrachten, das dezente Verlobungsfoto auf seinem Schreibtisch zu bemerken. Ein gläsernes Lachen, blonde Haare im Wind. Chiara.

Der Schmerz ist so heftig, so plötzlich, dass mir der Atem stockt.

Er dreht sich schließlich um. Seine Augen, von einem Braun, das so tief ist, dass es fast an Schwarz grenzt, ruhen auf mir. Von dem verträumten jungen Mann, den ich geliebt habe, ist nichts mehr geblieben. An seiner Stelle steht dieser Mann, geformt von Erfolg und Groll, dessen Blick einen abwägt und verurteilt.

— Rossi.

Er nennt mich nie bei meinem Vornamen. Es ist immer mein Familienname, hingeworfen wie eine Herausforderung, eine Beleidigung.

— Herr Conti.

— Der Quartalsbericht. Er sollte um neun Uhr auf meinem Schreibtisch liegen. Es ist neun Uhr sieben.

— Ich … Ich habe ihn gestern Abend in das gemeinsame Managementsystem eingestellt, Herr Conti. Wie vereinbart.

Er macht ein paar Schritte auf mich zu, langsam. Der Raum scheint sich um ihn herum zu verkleinern.

— Ich sagte auf meinem Schreibtisch, Rossi. Nicht verloren in den Weiten eines Servers. Ich will Papier. Ich will greifbare Dinge. Glauben Sie, ich habe Zeit, mit Ihren begrenzten digitalen Fähigkeiten Verstecken zu spielen?

Jedes Wort ist darauf kalibriert, zu demütigen. Ich senke den Blick, die Handflächen feucht. Für dich. Das alles war für dich. Das Mantra hallt in meinem Kopf wider, ein zerbrechlicher Schild.

— Ich werde es sofort ausdrucken.

— Zu spät. Ich habe einen Termin. Sie werden ihn neu erstellen. Manuell. Eine vergleichende Analyse mit den Daten der letzten beiden Geschäftsjahre, nicht nur des letzten. Ich will ihn morgen früh um acht. Hier. Auf meinem Schreibtisch.

Das ist eine Aufgabe von fünfzehn Stunden. Eine Mission unmöglich. Ich hebe den Blick, gegen meinen Willen.

— Aber … die Zahlen der letzten beiden Geschäftsjahre sind nicht in meiner Zugriffsberechtigung, ich …

— Finden Sie einen Weg, unterbricht er mich eisig. Dafür sind Sie doch da, nicht wahr? Lösungen für Probleme zu finden, die Sie selbst verursacht haben?

Die Unterton ist deutlich. Die Vergangenheit. Mein angeblicher Verrat. Er sieht mich an, wartet auf eine Reaktion, einen Funken, ein Zeichen von Schwäche, das er zermalmen könnte.

Ich presse meine Kiefer so fest aufeinander, dass mein Kiefer schmerzt. Ich senke wieder den Blick, eine einstudierte Unterwürfigkeit, notwendig für mein Überleben.

— Gut, Herr Conti.

Stille tritt ein, schwer, aufgeladen mit all dem Ungesagten. Von der Liebe, die sich in Gift verwandelt hat. Von der Wahrheit, die mir auf der Zunge brennt. Er dreht mir den Rücken zu und blickt wieder auf die Stadt.

— Das ist alles. Hinaus.

Ich gehorche. Die Tür schließt sich hinter mir mit einem dumpfen Klicken. Ich bleibe einen Moment im Flur stehen, den Rücken gegen die kalte Wand gepresst, kämpfe darum, normal zu atmen. Das Gelächter aus dem Aufenthaltsraum dringt gedämpft zu mir herüber. Eine fröhliche, vertraute Stimme übertrumpft die anderen.

— …ganz sicher bei der Farbe der Blumen? Ich denke an Pfingstrosen, rosa und weiß …

Chiara.

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