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Kapitel 5

Author: Author Marr
last update Petsa ng paglalathala: 2026-07-03 09:09:19

Ich stieg mit zitternden Händen in die edle Limousine. Ich hatte nicht viel Gepäck dabei, nur eine kleine Tasche mit Wechselkleidung, meinem Handy und meiner dünnen Brieftasche. Die Kette meiner Mutter lag immer noch um meinen Hals, ich weigerte mich, sie abzunehmen. Sie war das Einzige, was mir noch ein Gefühl von Sicherheit gab.

Bevor die Autotür geschlossen wurde, drehte ich mich nach hinten um. Mein Onkel stand auf der Terrasse des Hauses. Sein Gesicht war erstarrt, dann nickte er mir langsam zu. Ein Nicken, das keine Zustimmung einholte, sondern ein Befehl war, dem ich nicht widersprechen konnte. Meine Tante stand neben ihm mit kaltem Ausdruck. Elena hingegen verbarg ihre Ablehnung nicht. Ihr Blick war scharf, voller Verachtung, als wolle sie sagen, dass ich nicht würdig sei, in einem so teuren Auto zu sitzen, und als wolle sie sicherstellen, dass ich meinen Platz nicht vergaß.

Ich wandte mein Gesicht ab, die Autotür schloss sich leise, und der Wagen begann sich zu bewegen. Ich saß steif auf dem weichen Sitz, der einen fremden Geruch hatte. Der Fahrer vorne sprach kaum. Ich umklammerte meine kleine Tasche, mein Herz schlug viel zu schnell. Ich wusste nicht, wohin man mich brachte.

Als der Wagen schließlich langsamer wurde und hielt, hob ich den Kopf. Das schwarze Eisentor öffnete sich langsam, hoch und prächtig. Der Wagen fuhr in den weitläufigen Hof ein, der von Gartenlampen erleuchtet wurde. Das Haus ... nein, es war kein Haus, es war eher wie ein Palast. Ein großes Gebäude mit hohen Säulen, breiten Fenstern und warmem Licht, das von innen strahlte.

Der Fahrer stieg zuerst aus und öffnete mir die Tür.

"Bitte", sagte er höflich.

Ich stieg mit zögernden Schritten aus. Meine Beine fühlten sich schwach an, als ich den kalten Marmorboden betrat. Ich folgte einem Diener ins Innere. Die Decke war hoch, ein großer Kronleuchter glitzerte über mir. Der Geruch von teurem Holz und etwas Maskulinem erfüllte meine Nase. Dann stand ich mitten im Raum und wusste nicht, was ich tun sollte.

Dann hörte ich es: das Geräusch von Schritten. Ich drehte mich zur großen Treppe am Ende des Raumes um. Jemand stieg die Stufen hinab, und für einen Moment blieb mein Herz stehen.

Er trug ein dunkles Hemd, das am Hals einen Knopf offen hatte, die Ärmel waren ordentlich hochgekrempelt. Sein Körper war groß, seine Schultern breit. Jeder Schritt war ruhig, als ob dieser Ort ihm gehorchte. Sein Gesicht war strenger, als ich es zuvor gesehen hatte. Seine dunklen Augen waren scharf, kalt und voller Kontrolle. Sein Kiefer war angespannt, sein Ausdruck schwer zu deuten.

Alexandro De Luca. Er blieb auf der letzten Stufe stehen, und unsere Blicke trafen sich. Er sah mich lange an, als ob er tatsächlich auf mich gewartet hätte. Ich senkte reflexartig den Kopf, meine Finger umklammerten erneut die Kette meiner Mutter.

Seine Schritte näherten sich. Ich stand vor ihm mit steifem Körper und einem Atem, der noch nicht ganz zur Normalität zurückgekehrt war. Er sagte kein Wort.

Alexandro De Lucas Blick ruhte auf mir, kalt, ruhig, als ob ich kein Mensch wäre, sondern ein Gegenstand, dessen Tauglichkeit er prüfte.

"Ich möchte etwas fragen", sagte ich.

Er antwortete nicht einmal mit einem Nicken.

Meine Hände ballten sich an meinen Seiten. "Warum hast du mich ausgewählt?"

Er schwieg immer noch. Ich hob mein Gesicht und zwang mich, ihn anzusehen. "Warum nicht Elena? Sie ist schön, attraktiv und ..."

Seine Augen musterten mein Gesicht, dann meinen Körper, ohne ein schlechtes Gewissen. Ich fühlte mich nackt unter seinem Blick, als ob jeder meiner Mängel einzeln notiert wurde. Aber er antwortete immer noch nicht. Alexandro wandte sich stattdessen zur Seite, zu dem Mann, der seit einiger Zeit einige Schritte hinter ihm stand – seinem persönlichen Assistenten.

"Morgen den Termin für die Brautkleidanprobe organisieren."

Ich war schockiert.

"So schnell wie möglich", fügte er knapp hinzu.

Der Assistent nickte. "Jawohl, Sir."

Dann ging Alexandro wieder zur Treppe, als ob das eben Gesagte nie stattgefunden hätte. Als ob meine Frage keiner Antwort würdig gewesen wäre.

"W-Warte!", rief ich in Panik.

Ich eilte ihm nach, zu schnell und zu ungeschickt, sodass mein Fuß an der Kante des Teppichs hängen blieb. Mein schwerer Körper verlor das Gleichgewicht, und ich stürzte. Der Schmerz zog vom Knie bis zur Handfläche, und mein Stolz fiel mit mir auf den kalten Marmorboden.

Das Geräusch von Schritten verstummte sofort. Ich blickte auf und sah Alexandro sich umdrehen. Sein Blick fiel auf mich. Er stand einfach da und sah mich an, als ob ich ein kleines Kind wäre, das einen dummen Fehler gemacht hatte. Ich unterdrückte den Schmerz und versuchte aufzustehen, aber meine Knie zitterten.

Er stieg eine Stufe hinunter.

"Hör auf", sagte er.

Ich hielt inne.

"Du hast kein Recht, zu widersprechen", sagte er.

Ich biss mir auf die Lippe. "Ich will nur eine Antwort."

"Deine Frage ist nicht wichtig", erwiderte er gleichmütig.

"Es geht um mein Leben", sagte ich.

Er beugte sich leicht vor, gerade so viel, dass unsere Gesichter auf gleicher Höhe waren.

"Von heute Nacht an steht dein Leben unter meiner Kontrolle", sagte er.

Ich schwieg.

"Du kannst gehorchen, oder du kannst lernen zu gehorchen."

Ich schluckte. "Was, wenn ich mich weigere?"

Der Winkel seines Mundes zuckte leicht. Kein Lächeln, eher eine Warnung.

"Im Hinterhof halte ich Löwen", sagte er.

Mein Blut gefror fast.

"Das Gehege ist groß, aber nicht freundlich für störrische Menschen."

Ich zitterte, nicht nur wegen der Drohung, sondern weil er sie ohne jede Emotion aussprach, als ob es gleichermaßen vernünftige Optionen wären.

Alexandro richtete sich wieder auf. "Steh auf."

Ich versuchte aufzustehen. Mein Knie schmerzte, meine Hände zitterten, aber ich zwang mich dazu.

"Das ist die einzige Warnung", sagte er, bevor er sich wieder umdrehte. "Ich werde sie nicht wiederholen."

Er stieg wieder hinauf, seine Schritte blieben ruhig, und ließ mich unten mit einem wild pochenden Herzen zurück. Ich rannte ihm nicht mehr hinterher.

Sein persönlicher Assistent kam näher, sein Gesicht wirkte menschlicher, wenn auch immer noch professionell. "Folgen Sie mir, Fräulein Lucia."

Ich nickte schwach. Er führte mich in ein Zimmer im oberen Stockwerk. Es war groß, viel zu groß für mich. Ein breites Bett mit sauberen weißen Laken, ein großes Fenster mit Blick auf den dunklen Garten.

Bevor er ging, überreichte der Assistent mir einen dünnen, schwarzen Ordner.

"Das ist der Ehevertrag. Herr Alexandro bittet Sie, ihn heute Nacht zu lesen."

Der Mann ging, und die Tür schloss sich leise, nachdem er gegangen war. Ich setzte mich auf den Bettrand, der Ordner auf meinem Schoß, und meine Hände zitterten, als ich ihn öffnete.

Seite für Seite enthielt Regeln. Einige Beispiele waren: Ich durfte das Haus ohne Erlaubnis nicht verlassen. Ich durfte keine Kontakte zu den Medien haben. Ich hatte kein Anrecht auf Vermögen. Diese Ehe war vertraglich. Gefühle waren nicht Teil der Vereinbarung. Die erste Partei, Alexandro, war frei, mit jeder Frau zusammen zu sein, aber ich als zweite Partei durfte keinen Kontakt zu anderen Männern haben, außer zu denen von Alexandro.

Es war äußerst ungerecht. Jede Regel, die auf diesem Papier stand, fühlte sich an wie eine Schlinge, die sich immer fester um meinen Hals zog. Ich umklammerte die Kette meiner Mutter fest, als ob ich von ihr Kraft erbitten würde.

Und auf der letzten Seite des Vertrages stand eine kleine Zeile, die mein Herz für einen Moment aussetzen ließ.

Dieser Vertrag ist absolut und kann nach Unterzeichnung nicht widerrufen werden.

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