LOGIN18+ | Dark Mafia Romance Was passiert, wenn eine junge, naive Frau in eine Welt aus Waffen, Loyalität und Blut gerät? Sie wird unterschätzt. Benutzt. Zerbrochen. Doch sie kehrt zurück – mit Feuer in den Adern und einem Herzen, das niemand mehr kontrollieren kann. Gefangen in einem tödlichen Netz aus drei mächtigen Männern, die alles für sie tun würden, hat Megan es satt, eine Schachfigur zu sein. Klug, schlagfertig und gnadenlos entschlossen, steigt sie die Ränge der Mafia auf – egal, wen sie dabei zerstören muss. Mit Zwillingen von ihrem Ex-Mann und Geheimnissen, die sie von allen Seiten einholen, wird Rache zu einem gefährlichen Spiel. Der Mann, der sie verraten hat, will sie zurück. Der Mann, der sie trainiert hat, will sie für immer. Der Mann, der von ihr besessen ist, würde für sie sterben. Und sie? Sie will Rache.
View More***Megans POV***
Ich saß am Esstisch, stocherte in meinem Essen herum und ließ meinen Blick zum hundertsten Mal zur Treppe wandern, während ich auf Joe wartete. Endlich erschien er, ging zügig die Treppe hinunter, und sein rechter Handlanger Carl nahm ihm den Koffer ab. „Wie sieht mein Zeitplan aus?“ fragte er ihn selbstgefällig. „Treffen mit den Dealern, außerdem haben die Fernandez zu einem dringenden Meeting einberufen, das heute Abend in der Fabrik stattfindet. Alle werden erwartet.“ „Die Fernandez“, Joes Stimme verlor sich. „Was wollen die?“ „Haben sie nicht gesagt, aber es ist wichtig, dass du dabei bist. Dein Vater wird auch dort sein.“ Joe grinste. „Ich wusste es, der Alte plant wieder etwas. Ich wäre ein Feigling, wenn ich das verpasse. Mach unsere Männer bereit.“ Carl nickte und ging eilig davon. Endlich kam Joe zum Tisch. Mein Herz machte einen Sprung, ich strich mein Kleid glatt und setzte ein sanftes Lächeln auf. „Schatz“, sagte ich leise. Er ließ sich auf seinen Stuhl gleiten, ohne mich zu beachten. An seine Kälte war ich mittlerweile gewöhnt, aber es tat trotzdem jedes Mal ein bisschen weh. „Ich habe dich gestern Nacht gar nicht gehört. Wie war dein Tag gestern?“ fragte ich und füllte ihm vorsichtig seinen Teller auf. Er seufzte, nahm eine Gabel und stocherte im Essen herum. „Ich bin mir sicher, es war hektisch. Außerdem ist das das erste Mal seit Langem, dass wir zusammen frühstücken. Ich freue mich so, dass wir endlich wie eine Familie zusammen essen können …“, fügte ich mit einem nervösen Grinsen hinzu. Er ließ die Gabel abrupt fallen und starrte mich kalt an. „Hast du nie einen Moment, in dem du einfach … die Klappe hältst?“ fuhr er mich an. Ich geriet in Panik. „Es tut mir wirklich leid. Ich habe mich nur ein bisschen gefreut, dass ich mit dir essen kann, und bin nervös geworden.“ Er stand abrupt auf. „Wo gehst du hin? Du hast noch gar nichts gegessen.“ „Allein deine Stimme zu hören, Megan? Das hat mir den Appetit verdorben“, sagte er, stürmte davon, griff sich sein Jackett von der Haushälterin und knallte die Tür hinter sich zu. Ich blieb allein zurück. Wie immer. Ich gab Katie, der Haushälterin, ein Zeichen, den Tisch abzuräumen. Ich brachte keinen Bissen herunter. Verdammt, ich hatte nicht einmal Hunger. Alles, was ich wollte, war ein friedliches Essen mit Joe … Aber es klappte nie. Egal, wie verständnisvoll ich versuchte zu sein, egal, wie sehr ich mich verbog – nichts funktionierte je. Was machte ich falsch? Was konnte ich noch ändern? Ich hatte mir seine Vorlieben und Abneigungen eingeprägt, und trotzdem schien selbst das, was er angeblich mochte, ihn nur noch mehr zu reizen. Ich saß im leeren Esszimmer und fühlte mich wie ein Schatten meiner selbst. Ich hatte niemanden zum Reden. Keine Familie, an die ich mich wenden konnte. Es fühlte sich an, als hätte mich jeder, der mich eigentlich lieben sollte, weggeworfen. Mein Adoptivvater, Luca Cassano, ein Mafiaboss, war einflussreich. Er und Joes Vater, Don Julian, waren seit Kindertagen Freunde und Komplizen – so war ich bei Joe gelandet. Ich liebte ihn, und er verachtete mich dafür aus Gründen, die nur er kannte. „Ma’am, geht es Ihnen gut?“ Katie eilte an meine Seite. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich vom Stuhl gerutscht war. Meine Augen waren tränenverschleiert, ich konnte ihr Gesicht kaum erkennen. „Habe ich etwas falsch gemacht?“ fragte ich schluchzend. „Bin ich nicht gut genug?“ „Doch, Ma’am. Das sind Sie wirklich …“ „Warum hasst er mich dann so sehr? Bin ich hässlich? Rieche ich schlecht?“ „Ma’am, bitte reißen Sie sich zusammen. Sie sind wunderschön, so wie Sie sind. Und ich bin mir sicher, dass Mr. Joe das eines Tages erkennen und Sie lieben wird.“ „Eines Tages …“, wiederholte ich flüsternd. Dann lachte ich bitter. „Eines Tages? Wann soll das sein?“ Katie tätschelte sanft meine Schulter, während ich wie ein Baby in ihren Armen weinte. Mein Herz schmerzte so tief, dass es sich anfühlte, als würde ich innerlich zerbrechen. Ich wollte ihn hassen. Gott, ich wollte es so sehr. Aber wie konnte ich? Ich kannte Joe mein ganzes Leben lang. Ich hatte ihn seit unserer Teenagerzeit geliebt, auch wenn er mich nie eines Blickes gewürdigt hatte. Und ich liebte ihn immer noch. Es war, als wäre ich verflucht, gefangen in dieser einseitigen Beziehung, leidend in Stille, ohne jemanden, an den ich mich wenden konnte. Meine Familie war auch nicht besser. Ich war adoptiert, und sie ließen mich das nie vergessen. Ich hatte immer von einem Märchenleben mit Joe geträumt, von einem Haus voller Kinder, endlich geliebt, endlich glücklich. Aber hier war ich: traurig, verlassen und gehasst. Wieder einmal. ***** Ich wusste nicht, wann ich eingenickt war, aber als ich aufwachte, lag ich in meinem Queensize-Bett. Ich ging in den Flur und hinaus in den Garten, ließ die kühle Brise mich beruhigen. Ein paar Minuten später fand mich Katie mit einem Paket in den Händen. „Von Mr. Joe“, sagte sie. Aufregung stieg in mir auf, ich riss ihr das Paket aus den Händen. Ich rannte ins Haus und wickelte es vorsichtig aus. Darin war ein atemberaubendes, schwarzes, glitzerndes Kleid mit einem Schlitz an einer Seite. Mein Herz machte fast einen Aussetzer. „Er hat mir ein Kleid gekauft?“ Genau in diesem Moment vibrierte mein Handy auf der Theke, wo es den ganzen Tag gelegen hatte. Ich stürzte hin und griff danach. „Ist dein Handy nur ein Accessoire? Funktioniert es nicht?“ bellte Joes Stimme durch den Hörer. Ich zuckte zusammen und sah schnell auf die Benachrichtigungen – mehrere verpasste Anrufe von ihm. „Es tut mir leid, ich war ein bisschen down und …“ „Hast du das Paket bekommen?“ „Ja, habe ich. Es ist wunderschön.“ „Gut. Zieh es an und sei um acht fertig. Mein Fahrer holt dich ab. Dad besteht darauf, dass wir mit ihm zu einer Party eines Freundes gehen.“ Mein Herz flatterte. „Äh, du und ich?“ keuchte ich und versuchte, ruhig zu klingen. „Kommst du mit oder nicht?“ „Ja! Ja, ich komme!“ Er legte auf, ohne ein weiteres Wort. Ich schaute auf das Kleid hinunter, hielt es fest und drehte mich vor Freude im Kreis. Ein Abend mit Joe. Okay, vielleicht kein Date, aber wir würden zusammen in den Ballsaal gehen – vielleicht sogar nebeneinander. Wie ein echtes Paar. Ich schrie in das Kleid hinein und drückte es fest an mich. „Danke, Onkel Julian. Vielen Dank!“ Um sieben war ich komplett angezogen und wartete im Wohnzimmer. Katie hatte eine Visagistin gerufen, und ich sah … strahlend aus. Zumindest sagte sie das. „Sie sehen heute Abend außergewöhnlich umwerfend aus“, wiederholte Katie zum zehnten Mal. „Katie, hör auf! Wenn du mich weiter so hochpushst, glaube ich das am Ende noch selbst.“ „Sie sind umwerfend, Mrs. Megan. Glauben Sie mir.“ Ich nahm ihre Hände und lächelte. „Das alles verdanke ich dir. Danke, dass du in dieser schweren Zeit zu mir gehalten hast. Das bedeutet mir alles.“ Sie tätschelte sanft meine Hände. „Hoffentlich sieht Joe mich heute Abend mit anderen Augen“, flüsterte ich, meine Stimme verlor sich. „Ihr Fahrer ist da“, sagte sie einen Moment später. „Endlich“, keuchte ich und wurde plötzlich nervös. „Alles okay?“ fragte Katie. „Ja“, winkte ich ab. „Bis später.“ ***** Ich betrat den Ballsaal wie eine Streunerin in geliehener Pracht. Überall vertraute Gesichter, aber ich wusste, dass ich ihren Blicken besser aus dem Weg ging. Sogar meine Stiefschwestern aus der dritten Ehe meines Vaters, Harley und Ashley, die bösen Zwillinge, waren da. Miranda, das Lieblingskind meines Vaters, die kürzlich aus den Staaten zurückgekommen war, war ebenfalls anwesend. Sie hasste mich am meisten, also kam ein „Hallo“ nicht infrage. Dann sah ich ihn. Joe. Leider hatten wir nicht zusammen hereinkommen können, aber es war trotzdem schön, im selben Raum zu sein. Er war völlig anders als zu Hause – umgeben von Bekannten lachte er, vollkommen entspannt und glücklich. „Joe, warum schaffe ich es nie, dich glücklich zu machen?“ flüsterte ich, obwohl er mich nicht hören konnte. Ich versuchte verzweifelt, seine Aufmerksamkeit zu erregen. Panik stieg in mir auf, unsicher, ob ich hingehen oder warten sollte. Er schaute in meine Richtung und sah dann fast sofort wieder weg. Ich seufzte. Was hatte ich erwartet? Er würde sich nicht über Nacht ändern. Das war’s. Ich ging zu ihm. „Joe …“ „Joe!“ erklang die Stimme einer Frau, bevor ich ihn erreichte. Sie flog in seine Arme und umarmte ihn fest. Joe lächelte und hielt ihre Taille, als wären sie lang verlorene Liebende. „Miranda! Lange nicht gesehen“, sagte er warm. „Oh Joe, ich habe dich so vermisst!“ Ich biss mir auf die Lippe und zwang mich zu einem Lächeln, während ich auf die beiden zuging. Miranda – ich hatte fast vergessen, wie eng sie und Joe als Teenager gewesen waren. „Schatz“, sagte ich leise. „Ja? Megan?“ antwortete er tonlos. Mein Herz sank. „Gibt es ein Problem?“ fragte er in einem süßen, falschen Ton. „Nein, ich wollte nur … bei dir bleiben.“ „Entschuldige, Megan, ich habe ganz vergessen, dir zur Hochzeit mit Joe zu gratulieren. Fühl dich durch meine Anwesenheit nicht bedroht, okay?“ Bedroht? Warum sollte ich? Joe gehörte schließlich mir. „Ignorier sie“, sagte Joe zu Miranda und wandte sich dann an mich. „Geh einfach. Amüsier dich, okay? Geh.“ Ich grub die Zähne in meine Unterlippe. Hatte er gerade seine eigene Ehefrau aufgefordert zu gehen?Joe's POVEs waren Wochen vergangen, seit Megan damit gedroht hatte, ihre Anwälte zu schicken, um mir die Scheidungspapiere zuzustellen, und trotzdem hatte ich nichts gesehen.Keine gerichtliche Mitteilung.Keine Anwälte.Nichts.Zuerst dachte ich, vielleicht hatten meine Drohungen endlich Wirkung gezeigt. Vielleicht hatte sie begriffen, dass sie nicht einfach so von mir weggehen konnte. Oder vielleicht – nur vielleicht – plante sie etwas noch Schlimmeres.Wie auch immer.Es spielte keine Rolle.Egal, ob sie ihre Anwälte schickte oder selbst auftauchte, ich würde diese Papiere niemals unterschreiben.Niemals.Ich saß allein in meinem Hotelzimmer. Die Vorhänge waren fest zugezogen und verliehen dem Raum eine bedrückende Atmosphäre. Der Geruch von Alkohol erfüllte die gesamte Luft. Leere Flaschen lagen wie gefallene Soldaten auf dem Boden. Whiskey, Wodka, alles, was ich in die Finger bekommen konnte.Ich wusste nicht einmal mehr, wann ich an diesem Abend angefangen hatte zu trinken – od
Megans POVNachdem ich einen politischen Kampf gegen jemanden wie Joe gewonnen hatte, war der nächste wichtige Schritt der Abschluss.Vor der Öffentlichkeit zu gewinnen bedeutete nicht, dass ich frei war.Es bedeutete nur, dass der Krieg in eine neue Phase eingetreten war.Joe war nicht der Typ Mann, der eine Niederlage einfach akzeptierte. Das war er noch nie gewesen. Selbst wenn er verlor, fand er immer einen Weg, die andere Person leiden zu lassen. So lebte er. So atmete er.Wochen später, nachdem Victoria Hales die Scheidungspapiere erfolgreich vorbereitet hatte, fasste ich einen Entschluss.Ich würde Joe die Papiere selbst übergeben.Nicht durch einen Boten.Nicht durch Anwälte.Nicht durch Wachen.Meine eigenen Hände sollten ihm den letzten Schlag versetzen.„Megan …“, rief Kai leise, als ich meinen Mantel zurechtrückte.Er stand ein paar Schritte von mir entfernt, die Arme verschränkt, sein Gesicht angespannt. Ich konnte die Sorge deutlich in seinen Augen sehen. Kai versuchte i
Joe's POVDas Erste, was ich spürte, als Don Julian mir in meinem Büro direkt gegenüberstand, war Schmerz.Scharf. Heiß. Brennend.Eine Ohrfeige traf meine Wange so hart, dass sich mein Kopf drehte. Für eine Sekunde wurde alles schwarz. Mein Ohr klingelte. In meinem Mund schmeckte ich Blut.Ich taumelte einen Schritt zurück und hob die Hand an meine Wange. Ich konnte bereits spüren, wie sie anschwoll.Aber der Schmerz? Er war nichts im Vergleich zu der Wut, die in mir brannte.Don Julians Gesicht war vor Zorn rot angelaufen. Sein Griff um seinen Gehstock wurde fester. Er schwang ihn, als wollte er mich damit zertrümmern.„Du Idiot“, zischte er. „Ich habe dich gewarnt!“Ich lachte – leise, bitter und voller Hass. Ich wollte schreien, doch ich schluckte es hinunter.„Musst du wirklich noch Salz in diese Wunde streuen?“, fragte ich. Meine Stimme war leise. Vielleicht schwach, aber nicht besiegt.„Halt dein verdammtes Maul, Joe!“, brüllte Don Julian. „Du hast mich vor dem Clan gedemütigt.
Megans POVIch wusste nicht, wie lange ich Kai schon festhielt.Die Zeit fühlte sich seltsam an – gedehnt, verschwommen –, als hätte mein Körper gerade erst begriffen, dass die Last, die er tagelang getragen hatte, endlich verschwunden war. Meine Arme lagen fest um ihn geschlungen, mein Gesicht an seine Brust gedrückt, und für einen Moment vergaß ich, wo wir waren. Ich vergaß das Gericht, die Ältesten, die Augen, die uns noch immer beobachteten.Alles, was ich spürte, war er.Das gleichmäßige Heben und Senken seiner Brust. Seine Wärme.Gott.Ich hätte beinahe „Ich liebe dich“ gesagt.Die Erkenntnis traf mich so plötzlich, dass ich leicht erstarrte und mein Herz heftig gegen meine Rippen schlug. Schnell schluckte ich die Worte hinunter und biss mir auf die Innenseite der Wange, als könnte ich sie dadurch dorthin zurückdrängen, wo sie hingehörten.Nicht jetzt.Nicht so.„Du hast es geschafft“, murmelte ich stattdessen, meine Stimme gedämpft an seiner Brust. „Du hast es wirklich geschaff






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