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KAPITEL FÜNF

مؤلف: Laine Martin
last update تاريخ النشر: 2026-03-26 02:04:52

Stimmen drangen durch den Nebel in meinem Kopf und zerrten mich wach. Ich schnaufte, das Geräusch schärfte sich zu Lanas und Mikes leisen Murmeln, die aus der Küche herüberwehten.

Ich stöhnte und richtete mich auf, mein Kopf protestierte bereits mit einem stechenden Schmerz. Ich schlurfte den Flur entlang und hielt mir den Schädel mit einer Hand.

Es tat höllisch weh.

„Ich verabschiede mich jetzt, Miss Robin“, sagte Mike leise, als er mich entdeckte. Er nickte knapp und verschwand durch die Küchentür.

Mike war ein Mann weniger Worte – einer der langjährigsten Chauffeuren der Betton-Familie. Lana schwor Stein und Bein, sie brauche weder Security noch das ganze Gefolge, das ihr hinterherlief, aber sie zögerte nie, die Vorteile ihres Privilegs zu genießen, wenn es ihr passte – wie Mike, der immer auf Abruf bereitstand.

„Gut geschlafen?“, fragte Lana und schob mir einen Becher Kaffee in die Hände.

„Ugh“, stöhnte ich. „Mein Kopf bringt mich um. Erinner mich bitte, warum ich zugestimmt habe, mich so zuzudröhnen?“

Ich presste die Finger gegen die Schläfen und massierte langsam, in der Hoffnung, der Schmerz würde nachlassen. „Das mache ich nie wieder.“

Sie lachte leise. „Es gibt immer ein erstes Mal. Schon mal gehört?“

Sie klappte ihren MacBook auf, drehte den Kopf zu mir und warf mir ein kleines, selbstgefälliges Lächeln zu.

Manchmal war sie unerträglich.

Ich liebte sie trotzdem.

„Nimm die hier“, sagte sie und legte zwei Tabletten auf die Arbeitsplatte. „Die helfen.“

Natürlich halfen sie. Lana litt nie unter Katern, nachdem sie getrunken hatte – irgendwie immun gegen die Folgen, für die wir anderen teuer bezahlten. Ich hatte sie in all den College-Jahren nie über Kopfschmerzen klagen hören oder gesehen, wie sie nach einer durchzechten Nacht krank wurde.

„Vielen Dank auch“, murmelte ich, verdrehte die Augen und schluckte die Tabletten – verkatert und besiegt, während sie irritierend frisch aussah.

„Du siehst heute Morgen richtig energiegeladen aus“, sagte ich trocken. „Und hat Mike hier übernachtet?“

Sie nickte, nippte an ihrem Kaffee und scrollte durch E-Mails, als wäre es ein ganz normaler Morgen.

Ich ließ mich auf einen der Küchenhocker sinken, stützte die Hände auf die Arbeitsplatte und umklammerte den Becher. Die Wärme half – ein bisschen.

Ein Klopfen hallte an der Haustür. Lanas Kopf schnellte hoch. „Kannst du nachsehen? Das ist bestimmt Mike. Du weißt ja, wie unsere Samstage ablaufen.“ Sie zwinkerte mir zu, Schalk leuchtete in ihren Augen.

Wovon redete sie? „Auf keinen Fall“, protestierte ich und versuchte, auf wackligen Beinen zu stehen. „Wir gehen heute nirgendwohin. Ich erhole mich noch von gestern Abend. Nein. Absolut nicht.“

„Du bist echt keine Stimmungskanone, Robin.“

„Da bin ich anderer Meinung.“ Ich schoss zurück, meine Stimme klang jedoch längst nicht so überzeugt, wie ich es wollte. Ich war lustig!

Ich vergrub das Gesicht in den Händen und ließ den Kopf hängen, während ich geräuschvoll zur Tür schlurfte. Jeder Schritt war eine schmerzhafte Erinnerung daran, warum ich selten so viel trank.

Nie wieder.

Definitiv nie wieder.

Als ich die Tür öffnete, traf mich ein Schwall kalter Morgenluft – vermischt mit den Resten von Alkohol – hart ins Gesicht, sodass mir schwindelig wurde und die Welt sich gerade genug drehte, um mir das Gleichgewicht zu rauben. Ich schwankte hin und her, schwindlig und überwältigt von dem Chaos in meinem Kopf – und plötzlich fiel ich nicht mehr.

Starke Arme schlangen sich um meine Taille und hielten mich fest.

„Oh.“

Ich schluckte schwer, die Luft blieb mir im Hals stecken.

War das der Alkohol? Es musste so sein – außer wir standen viel zu nah. Gefährlich nah. Seine Arme lagen fest um meine Taille, gaben mir Halt, und als ich den Blick hob, fiel ich direkt in blaue Augen – tief, stechend und erschreckend vertraut.

Augen, die mich hilflos und elend zittern ließen.

„Alles in Ordnung?“

Seine tiefe, raue Stimme ließ mich am ganzen Körper beben. Sie tat Dinge mit meinem Körper, die sie nicht durfte.

Stopp.

„Ähm… mir geht’s gut“, murmelte ich und wich aus seiner Umarmung zurück, als hätte sie mich verbrannt. Woher zur Hölle wusste er überhaupt, wo ich wohnte?

Ach ja, mein verdammter Lebenslauf.

„W…was machst du hier?“, stammelte ich, wurde knallrot und starb innerlich, weil meine Zunge mir wieder einmal versagte, sobald er mir zu nah kam.

Ich brauchte Lana.

Sofort.

Die Stille dehnte sich aus, schwer und erstickend. Er stand einfach da, den Kopf leicht gesenkt, und sah zu mir auf durch dichte, lange Wimpern. Seine Augen waren durchdringend. Sein Gesicht – ein perfekter Gott – viel zu ruhig und beherrscht, brachte meine Nerven zum Flattern. Er blieb reglos, beobachtete mich mit diesem stillen, anhaltenden Blick. Ich holte tief Luft, schmolz dahin und suchte fieberhaft in meinem Kopf nach Anweisungen, fand aber nichts.

Ich war ein nutzloses Wrack.

Ich stand wie erstarrt, meine Brust hob und senkte sich viel zu schnell, um das Vergnügen zu bändigen, das durch meinen schlaffen Körper strömte.

Was wollte er?

Die Zeit schien um ihn herum langsamer zu vergehen, jede Sekunde gespannt vor unkontrollierter, unwürdiger Begierde. Mein Blick wanderte hinunter zu seiner dunklen Jeans, die tief auf seinen Hüften saß, nichts enthüllte und doch alles verbarg. Meine Fantasie raste los, stürzte sich in die lebendige Erinnerung an unser heißes Intermezzo in seinem Büro. Seine Hose saß perfekt auf den Hüften, maßgeschneidert mit höchster Präzision. Sie umschmeichelte seine Oberschenkel und ließ erahnen, wie sich die massive Erektion darunter gegen mich presste, als er mich atemlos an die Wand gedrückt hatte.

Die Erinnerung brannte, ließ mein Gesicht glühen, ein leises Ziehen breitete sich in meinem Schoß aus.

Ich bin eine schamlose Hure.

Er musste gehen. Jetzt!

Mein Puls hämmerte, jeder Atemzug war ein Kampf unter seinem brennenden Blick. Ich fühlte mich von ihm entblößt – von ihm –, mein Körper reagierte mit verwegener Lust, übertönte jede Vernunft und ließ mich erhitzt, entblößt und wahnsinnig bewusst zurück, wie sehr ich ihn wollte.

Ich knurrte leise, verzweifelt bemüht, den Moment zu durchbrechen. Dem ein Ende zu setzen.

„Du hast deine Handtasche und dein Handy in meinem Büro vergessen“, murmelte er ruhig. „Ich dachte, es wäre klug, sie zurückzubringen.“

Seine Lippen bewegten sich, aber seine Augen ließen mein Gesicht keine Sekunde los. Er machte keine Anstalten, mir etwas zu geben.

Was zur Hölle?

„Ich weiß die Mühe zu schätzen“, sagte ich flach, „aber das war nicht nötig. Ich wollte sie Montag abholen.“

Ich hatte mein Handy nicht einmal vermisst. Ich hatte Lana und meinen Laptop… mehr als genug.

„Bitte“, sagte ich und streckte die Hand aus.

Er rührte sich nicht.

Hatte er die Sachen überhaupt dabei? Ich sah nichts in seinen Händen.

Meine Hand sank herab.

„Mr. McCullen…“

„Jack“, korrigierte er scharf. „Und willst du mich nicht hereinbitten?“

Nein. Auf gar keinen Fall.

Ich konnte nicht mit dir umgehen. Du bist ein selbstsicherer, arroganter Mann.

„Ich kann nicht. Ich bin nicht allein.“

„Robin?“, rief Lana aus der Küche. „Warum dauert das so lange? Warum lässt du Mike nicht rein?“

Ich seufzte besiegt.

Jacks Kiefer spannte sich an. „Wer zur Hölle ist Mike?“, fragte er und bohrte nach einer Antwort.

Warum interessierte ihn das?

Ich ignorierte ihn.

„Handtasche. Bitte“, wiederholte ich und betete, dass dieser Albtraum enden würde, solange ich noch etwas Würde besaß.

„Warum bist du weggelaufen?“ Seine Stimme war leise und beherrscht. „Wir fühlen uns zueinander hingezogen. Warum also rennen?“

Mein Magen sackte ab.

Ich kämpfte gegen den Drang an, die Begegnung noch einmal zu durchleben – die Erinnerung krallte sich bereits zurück, lebendig und gefährlich. Bitte nicht!

Hatte er wirklich „hingezogen“ gesagt?

Während er vergeben war?

Die Erkenntnis setzte sich schwer in meiner Brust fest und verstärkte nur, was ich längst vermutet hatte.

Jack McCullen war ein berechnender Spieler, ein müheloser Charmeur.

Der ultimative Casanova… und die absolut falsche Wahl, um sich zu ihm hingezogen zu fühlen.

„Ich fühle mich nicht zu dir hingezogen“, log ich, die Lüge kratzte mir rau im Hals. Ich schluckte.

„Mr. McCullen, Sie müssen mir meine Sachen geben und gehen.“

Ich zwang meine Stimme zur Ruhe und klammerte mich an die Wut – das einzige Gefühl, das mich aufrecht hielt… das mich bei Verstand hielt.

„Nenn mich Jack“, fuhr er mich an. „Wie alt schätzt du mich eigentlich?“

Das würde ich tatsächlich gern wissen.

Bevor ich antworten konnte, erschien Lana und riss die Tür weit auf.

„Oh.“

Natürlich.

Jack drehte sich geschmeidig um, der Charme glitt mit irritierender Leichtigkeit an seinen Platz. „Jack McCullen.“ Er streckte die Hand aus. „Robins Chef. Du musst Lana sein.“

Sie erstarrte, die Augen weit aufgerissen. Gebannt.

Hatte er diese Wirkung auf jede Frau?

Ich stieß sie scharf in die Seite.

„Sorry“, lächelte sie verlegen und schüttelte ihm kurz die Hand. „Komm rein.“

Ich warf ihr einen genervten Blick zu, als sie in der Küche verschwand und uns allein im Wohnzimmer zurückließ. Die Luft zog sich sofort um uns zusammen.

„Sie wirkt ziemlich höflich“, bemerkte Jack, seine Lippen hoben sich zu einem Grinsen. „Warum bist du hier, Jack?“, fragte ich gereizt – zu meinem eigenen Ärger klang meine Stimme viel zu ruhig… viel zu ruhig.

Sein Blick traf meinen, wir sahen uns an, die Kraft verließ meine armen Beine, sodass ich die Arme um meinen Körper schlang, um mich zu stabilisieren. Was tat er nur mit mir?

„Ich will dich.“

Drei Worte. Völlig zerstörerische Worte, die Mr. Hot McCullen ganz beiläufig aussprach.

Er lehnte sich vor, sein Daumen strich in gemessenen Bewegungen über meine Wange, jagte einen Schauer vom Nacken die Wirbelsäule hinunter, während eine Welle glühender Hitze durch meinen Schoß schoss und eine unkontrollierte Pulsation androhte. Ich schluckte.

„Ich habe noch nie so eine Anziehung gespürt“, fügte er hinzu, seine Augen machten meinen Körper nutzlos. „Du bringst mich aus der Bahn, Robin. Ich hasse Ablenkungen, und doch bist du hier.“

Seine Hand streichelte immer noch mein Gesicht.

Oh Gott. Wo war Lana?

Ich zitterte unter seiner Berührung, mein Körper überwältigt von Lust. Ich war hilflos – vollkommen verloren durch diesen Mann. Ich schaffte es gerade noch, mich loszureißen, bevor seine starken Arme sich um meine Taille legten und jede Flucht verhinderten.

Ein leises Stöhnen entwich meinen Lippen.

Reiß dich zusammen.

„Ich will dich nicht“, log ich. Sein Griff zwang mich, mich noch fester an den harten Schwung seines Bizeps zu klammern.

„Hör auf, dich selbst zu belügen“, flüsterte er ruhig. „Ich sehe es, Robin. Ich spüre es.“

Ich lehnte mich näher an ihn, seine Arme drückten mich gegen seine Brust. Sein Duft – frisches Wasser mit einem Hauch Oud… sauber, männlich, berauschend – hüllte mich ein. Ich schloss die Augen und sog ihn ein. Unsere Herzen schlugen im gleichen Takt, während wir uns in die Augen sahen.

„Gestern Abend hast du mich angefleht, du hast mich begehrt.“

Er beugte sich vor, seine Lippen strichen sanft über meine. Ich stieß ihn weg, meine kleinen Hände drückten, so fest sie konnten.

„Stopp.“ Sein Gesicht verhärtete sich sofort.

„Ich will dich nicht. Ich will das nicht – was auch immer das ist“, sagte ich und zwang Stahl in meine Stimme. „Kann ich jetzt meine Handtasche haben?“

„Hol sie dir Montag ab.“

Ich starrte ihn fassungslos an. Ernsthaft?

„Das kann nicht dein Ernst sein.“

Meine Hände flogen hoch, frustriert und schockiert über seine Dreistigkeit. Ich hatte Lust, ihm ins perfekte Gesicht zu schlagen.

„Du hast mich gehört.“

Er schob die Hände in die Hosentaschen, völlig ungerührt.

„Argh! Du bist unglaublich, Jack!“ Ich fuhr mir mit der Hand durch die Haare, kochend vor Wut.

Sein Kopf bewegte sich in einem kaum merklichen Nicken, als wollte er meine Frustration auskosten. Er schloss die Lücke zwischen uns mit einem langen Schritt, lehnte sich vor, seine Stimme dunkel, gemächlich und sinnlich. Sein heißer Atem stach auf meiner Haut, ließ mich erschauern. Er schmiegte sich absichtlich an mein Haar und flüsterte mir ins Ohr:

„Du wirst mich wollen, Robin.“

Es war keine Drohung. Es war ein Versprechen.

„Du wirst schreien“, fügte er leise hinzu, jedes Wort bewusst betont. „Du wirst mich anflehen, während ich dich ficke. Hart. Ich werde dafür sorgen.“ Ein scharfer Feuerstoß explodierte tief in meinem Schoß.

Er küsste sanft meine Wange, schickte Schauer meine Wirbelsäule hinunter – die sich in meinem angespannten Schoß festsetzten. Meine Beine wurden weich, ein Puls pochte schmerzhaft zwischen meinen Schenkeln. Er trat langsam zurück, Zufriedenheit kräuselte sich zu einem arroganten Lächeln. Er genoss es, mich zu quälen.

„Und ich werde dich nie in Ruhe lassen. Einen schönen Tag noch, Ms. Clay. Ich erwarte dich Montag in meinem Büro.“

Und dann war er weg.

Ich sackte auf die Couch, meine Beine trugen meinen Körper offenbar nicht mehr. Ich würde nicht überleben, mit ihm allein zu sein.

Und das machte mir eine Heidenangst.

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