MasukRheaBrandon tauchte ins Wasser, bevor ich fertigreden konnte. Einen Moment später tauchte er wieder auf, Wasser strömte über sein Gesicht und seine Schultern. Sein nasses Haar war nach hinten gestrichen und betonte die scharfe Linie seines Kiefers, die Intensität seiner Augen. Tröpfchen hafteten an seiner Haut und fingen das Licht ein.Er sah wild aus. Primal. Gefährlich schön.„Es ist perfekt“, rief er. „Komm schon, Rhea.“Jackson tauchte als Nächstes, tauchte neben seinem Bruder auf. Das Wasser ließ seine Haut glänzen. Jeder Muskel trat in scharfer Relief hervor.Beide sahen mich erwartungsvoll an. Warteten.Zwei perfekte männliche Körper. Zwei Paare dunkler Augen, die mich mit unverhohlenem Hunger beobachteten.Und ich sollte dem widerstehen?„Ich gehe nicht in dieses Wasser“, sagte ich, aber selbst ich hörte, wie schwach der Protest klang.„Doch, das tust du“, sagte Brandon. Es war keine Frage.„Du bist so angespannt, dass du gleich explodierst“, fügte Jackson hinzu. Seine Stimme
RheaEinen Moment standen wir noch auf dem gepflegten Rasen mit der gesamten Jagdgesellschaft, und im nächsten waren wir unter einem Blätterdach, so dicht, dass das Sonnenlicht kaum durchdrang. Die Temperatur fiel sofort, die Luft war kühler und feucht vom Duft von Erde und Moos.„Bleibt zusammen“, rief Greg, als die Gruppe begann, sich zu zerstreuen. „Und bleibt sicher.“Die Männer verteilten sich in verschiedene Richtungen, ihre Stimmen verblassten, während sie tiefer in den Wald vordrangen. Ich stand da, unsicher, nicht wissend, wohin ich gehen oder wem ich folgen sollte.„Komm, Dad.“ Elowen erschien an Gregs Seite, hakte sich bei ihm unter und lächelte auf eine Weise, die zu süß war, um echt zu sein. „Lass uns hier lang gehen. Ich will, dass du mir die Stelle zeigst, von der du mir erzählt hast. Die, wo du deinen ersten Hirsch erlegt hast.“Greg sah überrascht, aber erfreut aus. „Natürlich, Schatz. Das würde ich sehr gerne.“Elowen warf mir einen Blick über die Schulter zu, als si
JacksonDie Harrisons kamen als Erste, ihr Mercedes rollte sanft in die kreisförmige Auffahrt. Ich beobachtete vom Wohnzimmerfenster aus, wie Thomas Harrison ausstieg, bereits in seiner Jagdweste, obwohl wir erst in Stunden in den Wald gehen würden. Seine Frau Linda folgte, einen selbstgemachten Kuchen in den Händen.„Showtime“, murmelte Brandon neben mir.Dad stand bereits an der Tür, sein geübtes Lächeln fest im Gesicht – das, das alle täuschte, die ihn nicht gut genug kannten, um die Berechnung dahinter zu sehen.Ich drehte mich vom Fenster ab und fand Rhea sofort. Sie stand in der Nähe des Kamins bei ihrer Mutter und arrangierte Blumen in einer Kristallvase. Margaret sprach angeregt, die Hände bewegten sich, während sie redete. Rhea nickte mit, aber ich konnte die Anspannung in ihren Schultern und die Enge um ihren Mund sehen.Sie hielt sich gerade so zusammen.Weitere Autos trafen in schneller Folge ein: die Vanderbilts, die Morgans, die Ashfords. Eine nach der anderen strömten F
RheaDie Küche roch nach Kaffee und Speck, als ich die Treppe hinunterkam. Meine Mutter stand schon am Herd, das Haar zu einem lockeren Dutt hochgesteckt, und summte leise vor sich hin, während sie Pfannkuchen auf dem Grill wendete.Einen Moment lang blieb ich einfach in der Tür stehen und beobachtete sie. Sie sah müde aus. Die Art von Müdigkeit, die Schlaf nicht beheben konnte. Aber sie lächelte, und das war etwas.„Guten Morgen, Mum“, sagte ich und trat in die Küche.Sie drehte sich um, und ihr Gesicht erhellte sich, als sie mich sah. „Da bist du ja. Ich habe mich schon gefragt, wann du runterkommst. Hast du gut geschlafen?“„Wie ein Stein.“ Ich log.„Gut. Du sahst gestern Abend, als du von der Gala nach Hause kamst, völlig erschöpft aus.“ Sie deutete auf die Arbeitsplatte. „Kannst du mit dem Obstsalat anfangen? Heute kommen viele Leute, und ich will sichergehen, dass wir genug Essen haben.“Ich ging zur Arbeitsplatte und begann, Erdbeeren zu waschen. Der vertraute Rhythmus war beru
RheaIch wachte warm auf.Das war das Erste, was ich wahrnahm: Wärme, die mich von beiden Seiten umgab, fest, schwer und tröstlich auf eine Art, die mich dazu brachte, noch tiefer in den Schlaf sinken zu wollen. Dann spürte ich die Hand auf meiner Hüfte, Finger, die langsame Kreise durch den dünnen Stoff des Hemdes zeichneten, das ich trug. Jacksons Hemd. Ich war gestern Abend darin eingeschlafen, nachdem wir nach Hause gekommen waren, zu erschöpft, um mich umzuziehen.Ich hielt die Augen geschlossen, noch nicht ganz bereit, dem entgegenzusehen, was der Tag bringen würde. Noch nicht ganz bereit, über alles nachzudenken, was auf Camilas Party geschehen war.Die Hand auf meiner Hüfte wanderte höher, glitt unter das Hemd und fand nackte Haut. Ich spürte Lippen, die sich gegen meine Schulter pressten.„Ich weiß, dass du wach bist“, murmelte Jackson gegen meine Haut.Ich öffnete langsam die Augen. Er stützte sich auf einen Ellbogen und sah auf mich hinab mit dunklen Augen, die meinen Magen
RheaIch konnte nicht atmen.Jedes Auge im Raum lag auf uns, als Camila Queeneth die Treppe hinunterzerrte und von Verbrechern und Psychopathen schrie. Meine Hände zitterten so heftig, dass ich sie hinter dem Rücken verschränken musste. Der Raum fühlte sich zu heiß an, zu klein, als würden die Wände sich zusammenziehen.Queeneth stand am Fuß der Treppe, ihre Handgelenke immer noch rot markiert. Ihr Haar war ein Chaos. Ihr Makeup verschmiert. Sie sah zwischen Camila und uns hin und her, ihr Mund öffnete sich zum Sprechen.Das war es.„Erzähl es ihnen“, drängte Camila und packte Queeneths Arm. „Erzähl ihnen, was sie mit dir gemacht haben.“Der Raum wurde still.Queeneths Augen streiften über die Menge, landeten auf Camilas tränenüberströmtem Gesicht und wanderten dann zurück zu uns. Zu mir.Ich hielt ihren Blick, obwohl alles in mir wegschauen wollte. Meine Kehle war so eng, dass ich kaum schlucken konnte.„Sie haben mich nicht gefesselt“, sagte Queeneth.Die Worte hingen in der Luft.„







