Sein Bedauern begann, als ich ihn verließ

Sein Bedauern begann, als ich ihn verließ

last update最後更新 : 2026-06-15
作者:  Lady-Noir剛剛更新
語言: Deutsch
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故事簡介

Reue

Versöhnung nach Trennung

Missverständnis

CEO

Drama

Drei Jahre lang war Camelia Collyn in ihrer Ehe nichts weiter als eine Ehefrau auf dem Papier. Calvin Ashford – ihr Ehemann – hatte sie nie berührt und sie niemals geliebt. Als die Wahrheit ans Licht kam und sie erfuhr, dass sie lediglich ein Ersatz gewesen war, während ihr Mann sich für seine erste Liebe aufgespart hatte, wusste sie, dass das Ende ihrer Ehe längst besiegelt war. Calvin Ashford hatte bereits beschlossen, sich von ihr scheiden zu lassen. Natürlich nur, um zu Samantha Rose (Tata) zurückzukehren – seiner ersten und einzigen Liebe, die nun wieder in sein Leben getreten war. Doch ein einziger Fehler in ihrer letzten gemeinsamen Nacht veränderte alles. Camelia ging. Sie hinterließ die Scheidungspapiere und verschwand aus seinem Leben. Seltsamerweise empfand Calvin keine Erleichterung über ihr Verschwinden. Ganz im Gegenteil. Warum nur?

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第 1 章

Kapitel 1

„Ich werde mich von ihr scheiden lassen. Ich liebe nur dich.“

Calvin Ashfords Stimme war deutlich zu hören.

Camelia Collyn erstarrte hinter der leicht geöffneten Tür einer VIP-Lounge in einem Club. Ihre Finger umklammerten den Griff ihrer kleinen Handtasche so fest, dass die Knöchel weiß hervortraten. Unbewusst spannten sich ihre Schultern an. Sie war gerade erst angekommen, um ihm eine kleine Überraschung zu bereiten – einen Kuchen, den sie noch immer in den Händen hielt, denn heute war ihr dritter Hochzeitstag.

Doch die Worte, die sie eben gehört hatte, trafen sie mit voller Wucht in die Brust und raubten ihr den Atem.

Sie kannte diese Stimme nur zu gut. Drei Jahre lang war sie Teil ihres Lebens gewesen, auch wenn sie ihr nur selten Wärme geschenkt hatte.

Langsam machte Camelia einen Schritt nach vorn – nur einen einzigen, gerade genug, um ins Innere sehen zu können.

Calvin stand einer Frau gegenüber. Ihr langes Haar fiel elegant über ihre Schultern, ihr wunderschönes Gesicht wurde von einem sanften Lächeln geschmückt, das in Camelias Augen schmerzhaft wirkte.

„Wirklich?“, fragte Samantha mit schmeichelnder Stimme. „Und was ist mit deiner Frau?“

Calvin schnaubte leise. Sein Gesichtsausdruck blieb gleichgültig, als wäre die Frage völlig belanglos.

„Ich habe es dir doch gesagt. Von Anfang an war sie nur ein Ersatz“, antwortete er ohne jedes Zögern. „Ich habe sie nur geheiratet, weil ich keine andere Wahl hatte. Wenn du damals nicht gegangen wärst, hätte ich sie niemals geheiratet.“

Camelias Kehle wurde trocken.

Ihre Fingerspitzen zitterten, doch sie zwang sich, still zu bleiben. Selbst das Atmen fiel ihr schwer.

Calvin sprach weiter. Seine Stimme klang fest und überzeugt, als würde er etwas aussprechen, das er schon lange glaubte.

„Glaub mir. In den letzten drei Jahren habe ich mein Herz und meinen Körper nur für dich bewahrt. Ich wusste, dass du eines Tages zurückkehren würdest. Deshalb habe ich sie in all den Jahren nie berührt.“

Diese Worte waren wie eine Klinge, die sich langsam durch ihr Herz schnitt.

Drei Jahre.

Drei Jahre lang hatte sie versucht, die perfekte Ehefrau zu sein. Sie hatte auf ihr Verhalten geachtet, ihre Hoffnungen unterdrückt und sich eingeredet, dass die Distanz zwischen ihnen nur eine Frage der Zeit sei.

Doch sie hatte sich geirrt.

Sie war lediglich ein Ersatz gewesen.

Und ohne es zu merken, hatte ihr Ehemann das Ende ihrer Ehe längst beschlossen.

Camelia rührte sich nicht, als Samantha lächelte und näher trat.

Sie sah deutlich, wie die Frau sich auf die Zehenspitzen stellte und Calvin einen Kuss auf die Wange gab.

Sie sah auch, dass ihr Mann sie nicht zurückwies.

Im Gegenteil.

Calvin lächelte.

Ein Lächeln, das er Camelia nie geschenkt hatte.

Ihre Hände ballten sich zu Fäusten. Die Nägel gruben sich schmerzhaft in ihre Handflächen, doch dieser Schmerz war nichts im Vergleich zu dem Druck in ihrer Brust.

Sie wollte hineingehen.

Sie wollte Fragen stellen.

Sie wollte alles zerstören.

Doch ihre Beine fühlten sich schwer an, als wären sie am Boden festgewachsen.

Schließlich machte sie einen Schritt zurück.

Dann noch einen.

Und wandte sich lautlos ab.

Draußen war die Nachtluft kalt, obwohl es nicht regnete.

Camelia ging schnellen Schrittes zu ihrem Wagen, öffnete die Tür und setzte sich hinein, ohne den Motor sofort zu starten.

Ihre Brust hob und senkte sich hektisch.

Ihr Atem war unregelmäßig.

Ihre Augen brannten, doch keine einzige Träne fiel.

„Es reicht“, murmelte sie.

Calvins Worte hallten erneut in ihrem Kopf wider.

Sein Herz und seinen Körper nur für eine andere Frau bewahrt.

Camelia lachte leise auf.

Bitter.

Also war das der Grund.

Nicht weil sie ungenügend gewesen war.

Nicht weil sie versagt hatte.

Sondern weil all das niemals für sie bestimmt gewesen war.

„VERDAMMTER MISTKERL! DU BIST EIN ELENDER BASTARD, CALVIN ASHFORD!“

Mit voller Wucht schlug sie auf das Lenkrad.

Sie atmete tief durch und wischte sich grob über die Augenwinkel.

Es hatte keinen Sinn, wegen eines Mannes wie Calvin zu weinen.

Sie startete den Wagen und fuhr davon.

Die Lichter der Stadt verschwammen hinter der Windschutzscheibe, während Erinnerungen in ihrem Kopf auftauchten, die sie längst vergessen wollte.

Zehn Jahre?

Ein lautloses Lächeln erschien auf ihren Lippen.

Vor zehn Jahren hatte Calvin Ashford ihr das Leben gerettet.

Damals wäre sie beinahe im Meer ertrunken.

Verängstigt und orientierungslos war sie untergegangen, bis er sie an die Oberfläche gezogen und festgehalten hatte, damit sie weiter atmen konnte.

„Halte dich an mir fest. Lass nicht los.“

Seit diesem Tag hatte Camelia ihn niemals wirklich losgelassen.

Die Liebe, die sie zehn Jahre lang still in ihrem Herzen getragen hatte, fühlte sich nun wie ein grausamer Scherz an.

„Wie lächerlich“, flüsterte sie.

Als Camelia nach Hause kam, schloss sie die Tür hinter sich und stellte ihre Tasche sowie den unversehrten Kuchen auf den Tisch.

Einen Moment lang betrachtete sie ihn.

Dann wandte sie den Blick ab.

Ohne weiter nachzudenken, ging sie ins Badezimmer.

Warmes Wasser strömte über ihren Körper.

Sie lehnte ihre Stirn gegen die geflieste Wand und ließ das Wasser über ihren Rücken laufen, während ihre Gedanken langsam klarer wurden.

„Mein Herz und meinen Körper bewahrt ...“

Leise wiederholte sie Calvins Worte.

Der Anflug eines Lächelns erschien auf ihren Lippen.

Kein echtes Lächeln.

Eher Spott.

„Gut ... dann beenden wir heute Nacht alles, Mr. Calvin.“

Langsam seifte sie sich ein.

Der Duft der Seife erfüllte das Badezimmer – weich und beruhigend.

Nachdem sie fertig war, blieb sie vor dem Spiegel stehen.

Ihr Haar war noch feucht.

Ihre Haut wirkte makellos.

Und ihr Blick hatte sich verändert.

Kalt.

Entschlossen.

„Ich war lange genug geduldig. Und es tut mir leid ... meine Geduld ist aufgebraucht.“

Sie öffnete den Kleiderschrank und nahm ein dünnes, bordeauxrotes Nachthemd heraus, das sich sanft an ihre Figur schmiegte.

Ohne zu zögern zog sie es an.

Anschließend sprühte sie etwas Parfüm auf ihre Handgelenke und hinter ihre Ohren.

Der Duft war sanft und zugleich betörend.

Kurz darauf waren Schritte vor dem Schlafzimmer zu hören.

Die Tür öffnete sich.

Calvin trat ein, während er seine Krawatte lockerte.

Doch als sein Blick auf Camelia fiel, blieb er stehen.

„Du bist noch wach?“, fragte er gleichgültig.

Camelia drehte sich langsam zu ihm um.

Ein kleines Lächeln erschien auf ihren Lippen – ungewohnt für sie.

„Hast du vergessen, welcher Tag heute ist?“, fragte sie ruhig. „Heute ist unser Hochzeitstag. Ich habe auf dich gewartet.“

Calvin runzelte die Stirn.

Sein Blick glitt kurz über sie, bevor er wieder ihr Gesicht musterte.

Er wirkte unbehaglich.

„Oh. Tut mir leid. Ich habe es vergessen. Ich bin müde. Ich habe keine Zeit, irgendetwas zu feiern.“

Camelia trat näher.

Langsam.

Zielsicher.

„Müde?“, wiederholte sie und blieb direkt vor ihm stehen. „Ich bin auch müde ... sehr müde.“

Calvin seufzte.

„Dann solltest du dich ausruhen.“

„Nein“, antwortete Camelia sanft. „Ich möchte feiern.“

Ihre Blicke trafen sich.

Calvin wirkte plötzlich nicht mehr ganz so ruhig.

Camelias Finger glitten zu seinen Lippen, dann langsam über seinen Hals bis auf seine Brust.

„Camelia ... spiel nicht mit dem Feuer.“

Seine Stimme klang tiefer als zuvor.

Camelia lächelte leicht.

„Ich möchte nur unseren Hochzeitstag feiern.“

Calvin wandte den Blick ab.

„Ich will das nicht.“

Camelia antwortete nicht.

Sie drehte sich um, ging zu einem kleinen Tisch und nahm ein Glas Wasser in die Hand, das sie bereits vorbereitet hatte.

Ihre Hand blieb vollkommen ruhig.

Dann sah sie ihn wieder an.

Ihr Blick war scharf.

„Hast du nicht einmal gesagt, dass wir uns mehr Mühe geben sollten, eine richtige Ehe zu führen?“

Calvin sah sie an.

„Was willst du damit sagen?“

Camelia zuckte leicht mit den Schultern.

„Nichts. Ich möchte nur eine gute Ehefrau sein. Wenigstens heute Nacht.“

Sie hob das Glas leicht an.

Ihre Augen ließen ihn keine Sekunde aus den Augen.

„Jetzt hör auf, Camelia! Hör auf, mich zu provozieren! Ich werde mich nicht von dir verführen lassen!“

Doch sein Kiefer spannte sich an.

Sein Adamsapfel bewegte sich, als er schluckte.

Camelia bemerkte jedes Detail.

Wieder trat sie näher.

Diesmal gab es keinen Abstand mehr zwischen ihnen.

Ihre Arme legten sich um seinen Nacken.

„Ist es falsch, meinen eigenen Ehemann zu verführen?“, flüsterte sie.

Dann berührten ihre Lippen die seinen für einen kurzen Augenblick.

Dieser flüchtige Kontakt genügte, um alles zu verändern.

„CAMELIA COLLYN!“

Calvins Stimme hallte durch den Raum.

Sein Atem ging schwer.

„GUT! WENN DAS IST, WAS DU WILLST, DANN WERDE ICH ES DIR GEBEN!“

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