登入Drei Jahre lang war Camelia Collyn in ihrer Ehe nichts weiter als eine Ehefrau auf dem Papier. Calvin Ashford – ihr Ehemann – hatte sie nie berührt und sie niemals geliebt. Als die Wahrheit ans Licht kam und sie erfuhr, dass sie lediglich ein Ersatz gewesen war, während ihr Mann sich für seine erste Liebe aufgespart hatte, wusste sie, dass das Ende ihrer Ehe längst besiegelt war. Calvin Ashford hatte bereits beschlossen, sich von ihr scheiden zu lassen. Natürlich nur, um zu Samantha Rose (Tata) zurückzukehren – seiner ersten und einzigen Liebe, die nun wieder in sein Leben getreten war. Doch ein einziger Fehler in ihrer letzten gemeinsamen Nacht veränderte alles. Camelia ging. Sie hinterließ die Scheidungspapiere und verschwand aus seinem Leben. Seltsamerweise empfand Calvin keine Erleichterung über ihr Verschwinden. Ganz im Gegenteil. Warum nur?
查看更多Die Tür zu Calvins Apartment öffnete sich genau in dem Moment, als die Uhr beinahe Mitternacht zeigte.Samantha trat mit schnellen Schritten ein und streifte ihre High Heels achtlos ab. Kaum erblickte sie Calvin, der noch immer im Wohnzimmer stand und sein Arbeitshemd noch nicht gewechselt hatte, hellte sich ihr Gesicht sofort auf.„Calvin!“, rief sie freudig.Ohne auf eine Antwort zu warten, fiel sie ihm um den Hals. Ihre schlanken Arme legten sich um seine Taille, während sich der Duft ihres teuren Parfums in der Luft ausbreitete.„Ich habe dich vermisst“, sagte sie schmollend und schmiegte ihre Wange an seine Brust.Calvin war einen Moment lang überrascht, dann tätschelte er ihr sanft den Rücken.„Du bist gerade erst nach Hause gekommen?“„Ja“, antwortete Samantha und blickte zu ihm auf. „Ich war mit ein paar Freunden beim Abendessen. Es war ziemlich anstrengend.“Sie lächelte, trat näher und hob leicht das Kinn. An ihren Lippen war deutlich zu erkennen, dass sie ihn küssen wollte.
Kapitel 15Sechs Jahre später.Der Internationale Flughafen von New York hatte sich kaum verändert. Doch für Camelia Collyn fühlte sich dieser Ort fremd an – und zugleich bedrückend.Sie stand in der Nähe des Ausgangs der internationalen Ankunftshalle und schob mit einer Hand einen großen Koffer vor sich her. Zu ihrer Rechten klammerte sich ein kleines Mädchen mit dunkelbraunem Haar an einen Teddybären, der beinahe so groß war wie sie selbst. Zu ihrer Linken ließ ein kleiner Junge unablässig den Blick durch die Menschenmenge schweifen.Camelia holte tief Luft.Endlich … bin ich zurück.Ihr Handy vibrierte. Auf dem Display erschien der Name Juna.Camelia nahm den Anruf entgegen.„Großer Bruder.“„Bist du angekommen?“, erklang Jonathans Stimme am anderen Ende der Leitung, leicht abgehackt durch die Zeitverschiebung.„Ja. Ich bin gerade aus dem Flughafen gekommen“, antwortete Camelia und warf dabei einen Blick auf ihre beiden Kinder.„Ich bin noch in Mailand. Es tut mir leid, dass ich di
Zwei Monate vergingen wie im Flug, doch für Calvin Ashford fühlte sich jeder einzelne Tag zunehmend schwerer an.An diesem Morgen hatte Calvin gerade am Esstisch Platz genommen, als ihn erneut eine Welle der Übelkeit überkam. Er presste sich die Hand vor den Mund, sprang hastig auf und eilte ins Badezimmer.„Ugh—“Das Geräusch seines Erbrechens war deutlich zu hören.Samantha, die gerade im Schlafzimmer seinen Anzug aussuchte, blickte erschrocken auf.„Calvin?“Einige Minuten später kam Calvin mit blassem Gesicht wieder heraus. Er spülte sich den Mund aus und lehnte sich erschöpft gegen die Wand.„Das ist heute schon das dritte Mal“, murmelte er verärgert.Samantha trat besorgt auf ihn zu.„Tut dein Magen immer noch weh?“„Es sind keine Schmerzen“, antwortete Calvin und strich sich über die Brust. „Mir ist einfach übel. Es fühlt sich seltsam an.“„Du warst doch letzte Woche beim Arzt“, sagte Samantha vorsichtig. „Er meinte, dein Magen sei nicht die Ursache.“„Und genau das macht mich
Camelia Collyn schloss die Augen.Ihr Körper lag ausgestreckt auf dem Sofa in Jonathans Apartment, nur von einer dünnen Decke bedeckt. Es war bereits tief in der Nacht, und die Lichter der Stadt schimmerten gedämpft hinter den Vorhängen hervor.Doch gerade diese Stille machte ihre Gedanken umso lauter.Langsam kehrten alte Erinnerungen zurück.Vor zehn Jahren.Damals war Camelia gerade fünfzehn Jahre alt. Sie war noch ein unvorsichtiges Mädchen voller Selbstvertrauen.An jenem Tag wirkte das Meer ruhig. Kleine Wellen, glitzerndes blaues Wasser.Ohne es zu bemerken, ging sie immer weiter hinaus, bis ihre Füße den sandigen Grund nicht mehr berührten.Zunächst geriet sie nicht in Panik.Doch dann erfasste sie die Strömung.Salzwasser drang in ihre Nase und ihren Mund. Verzweifelt versuchte sie, an die Oberfläche zu gelangen, doch je heftiger sie kämpfte, desto tiefer wurde sie hinabgezogen.„H-Hilfe ...“Camelia verschluckte sich und ruderte panisch mit den Armen.Plötzlich packte eine k











