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Wenn der Falsche dich richtig liebt
Wenn der Falsche dich richtig liebt
Author: Bethel W.C Eke

1: Prolog

last update publish date: 2026-07-28 08:38:32

Evelyn Rodriguez setzte sich ruckartig auf und kniff die Augen zusammen, um sie vor dem blendenden Sonnenlicht zu schützen. Verwirrt blickte sie sich um und suchte den Raum ab, in der Hoffnung, etwas Vertrautes zu entdecken.

Sie hatte keine Ahnung, wo sie sich befand. Das Letzte, woran sie sich erinnern konnte, war, dass sie in einer Bar gewesen war, um den Geburtstag ihrer besten Freundin zu feiern – und nun lag sie in einem Kingsize-Bett, Gott weiß wo.

Sie hielt sich mit beiden Händen den Kopf und zuckte zusammen, als der Kater-Schmerz ihren Kopf durchbohrte.

„Wo zum Teufel bin ich?“, murmelte sie leise vor sich hin.

Evelyn versuchte, sich an die Ereignisse der letzten Nacht zu erinnern und daran, wie sie hier gelandet war, doch ihr Blick fiel instinktiv auf ihren mit einer Bettdecke bedeckten Körper.

Sie spähte unter die Decke und war bis ins Mark erschüttert, als sie sich selbst nackt unter der Decke sah. Nach Luft schnappend blickte sie abrupt nach oben und dann wieder nach unten, diesmal ganz tief zwischen ihre Schenkel. Hier und da waren Blutspritzer zu sehen, sogar auf der Matratze.

„Nein, nein, nein! Das darf nicht wahr sein“, wimmerte sie und drückte die Bettdecke fest an ihre Brust. „Das kann mir doch nicht passieren.“

Es war doch unmöglich, dass sie ihre 25 Jahre währende Jungfräulichkeit auf einem Nachttisch mit Gott weiß wem verloren hatte.

Evelyn, die immer noch fassungslos versuchte, ihre aktuelle Situation zu begreifen, wurde durch ein Stöhnen von der linken Seite des Bettes aus ihren Gedanken gerissen. Sie war zu sehr damit beschäftigt, sich wieder zu fassen, um zu bemerken, dass noch jemand direkt neben ihr schlief.

Langsam drehte sie den Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Wer auch immer es war, er war von Kopf bis Fuß von der Bettdecke bedeckt und dafür verantwortlich, dass ihr Körper missbraucht worden war. Voller Wut riss sie ihm die Bettdecke vom Leib und enthüllte seinen durchtrainierten Körper.

Er stöhnte erneut, legte den Handrücken auf sein Gesicht und schirmte so das Sonnenlicht ab, das ihm in die Augen schien.

Die Sonnenstrahlen küssten seinen tief gebräunten, muskulösen Körper und ließen seine gesamte Gestalt erstrahlen. Die Adern in seinen Armen sahen aus, als würden sie jeden Moment aus seiner Haut herausspringen.

Seine fein geformte Nase stand fest, gerade und spitz, und genau an ihrer Spitze befand sich ein winziges Sommerspröschen.

Sein kantiges Kinn war so straff, als wäre es gemeißelt. Doch es war sein Mund, der ihr den Atem raubte. Üppige Lippen zuckten sinnlich über seinem hellen Bart.

Dieser Mann, wer auch immer er war, war gebaut wie ein griechischer Gott.

Seine Brustmuskeln spannten sich leicht an, als er sich aufrichtete, und mit einer einzigen natürlichen Bewegung fuhr er mit den Fingern seiner rechten Hand von der Stirn bis zum Nacken durch sein zerzaustes schwarzes Haar.

„Wer bist du?“, murmelte er leise und blinzelte mit seinen grauen Augen, die sich noch immer an die Helligkeit des Raumes gewöhnen mussten.

Evelyn starrte ihn völlig fassungslos an. Jason Lyndon?! Der weltberühmte Musiker Jason Lyndon!

Der Mann, der ihre einzige Schwester ermordet hatte, lag mit ihr im Bett?!

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