LOGINSeit die Sonne vor fünfzig Jahren erlosch, ist die Erdoberfläche ein eisiges Grab. Die Reste der Menschheit haben sich tief unter die Erde gerettet, gefangen in einem klaustrophobischen Netzwerk aus riesigen Kuppeln und ewigen Gängen. Licht und Energie sind die wertvollsten Währungen, während der Himmel über ihnen nur noch ein Mythos ist. Jax ist ein Sucher – und ein technisches Genie. Mit selbstgebauten Gadgets und einer modifizierten Sensor-Brille wagt er sich regelmäßig auf verbotene Expeditionen an die tödliche Oberfläche, um nach Elektronikschrott und Relikten der alten Welt zu stöbern. Er kennt die Gefahren da oben. Er weiß, dass in der absoluten Finsternis mutierte, pechschwarze Kreaturen lauern. Sie sind blind, blitzschnell und jagen mit einer perfekten Echo-Ortung. Wer ein Geräusch macht, stirbt. Doch bei einer seiner Expeditionen macht Jax eine Entdeckung, die das Blut in seinen Adern gefrieren lässt: Die Kreaturen streunen nicht mehr wahllos umher. Sie bewegen sich in einer unheimlichen Formation, gesteuert von einem mörderischen Schwarmbewusstsein, das die Menschen bisher nicht einmal erahnten. Schlimmer noch: Sie haben aufgehört, an der Oberfläche zu jagen. Sie graben sich nach unten. Ein gigantischer, von Säure zerfressener Schlund führt meilenweit in die Tiefe – direkt auf die ahnungslose, schlafende Kuppel 7 zu. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Jax muss einen Weg zurück in den Untergrund finden, um die Menschen zu warnen. Doch wie überredet man eine korrupte Kuppel-Regierung, die einen illegalen Sucher lieber hinter Gitter sperrt, als der Wahrheit ins Auge zu blicken? Und was tust du, wenn die Dunkelheit über dir plötzlich anfängt zu klicken?
View MoreKylie Johnson
Una chica alegre, capaz de llevarse bien con casi todo el mundo. Tenía un don especial para iluminar cualquier lugar al que llegara. Su coleta alta era su sello personal—una silenciosa declaración de libertad. Su cabello, naturalmente ondulado y rebelde, solía alisarlo con devoción por el bien de su imagen y su carrera.
Kylie era una mujer segura de sí misma.
Pero todo lo que había construido—su carrera, su reputación, sus logros—desapareció como el rocío de la mañana bajo el sol abrasador.
Todo comenzó cuando aceptó una propuesta de una joven heredera, hija del dueño de la empresa.
Si uno quería vivir en paz, ese hombre estaba prohibido. Incluso si fuera el último hombre sobre la Tierra, seguiría siendo más sensato mantenerse lejos. Eso creía Kylie.
—Te pagaré esta cantidad.
La cifra mencionada le apretó la garganta. Era suficiente para saldar las deudas de su familia con el banco y aún le quedaría algo para empezar de nuevo.
Al final, aceptó.
Fue ella quien puso en marcha aquel destino retorcido. Trazó plan tras plan, con las manos temblorosas que solo se calmaban cuando recordaba el motivo de todo aquello. Pero cuanto más conocía a él—el hombre al que todos llamaban una bestia sin corazón—más comprendía que también era humano. Un hombre con profundidades que pocos habían visto tras su fría fachada.
Y cuanto más se acercaba, más olvidaba por qué lo había hecho.
Hasta que un día—
—¿Así decidiste acercarte a mí? ¿Con mentiras y engaños?—
El rostro de Kylie palideció mientras su cuidadoso acto se desmoronaba ante él. Aquel día, su carrera y todo por lo que había trabajado llegaron a su fin.
Huyó de la realidad y se escondió en una habitación alquilada y lúgubre. Aceptaba cualquier trabajo para sobrevivir, mientras en secreto escribía novelas en línea—el único vestigio del talento del que alguna vez se había sentido orgullosa.
Hasta que un día decidió salir de su escondite. Fue a una librería en busca de consuelo—su refugio favorito. Era el lugar más seguro, porque jamás se encontraba con nadie que la conociera.
Pero nunca ocurrió.
Hasta que el destino decidió intervenir.
—Señor Brown.
El hombre que una vez había llenado su corazón—y aquel al que se suponía debía evitar a toda costa—estaba frente a ella. Su rostro frío y su mirada penetrante no habían cambiado en absoluto. El pánico la invadió. Su primer impulso fue huir.
Pero entonces, por alguna razón, el asistente Brown le tendió su teléfono y le pidió su número.
Ese encuentro inesperado llevó a Kylie a conocer a una joven amable—alguien que, sin saberlo, comenzaría a desenredar los hilos enredados de su pasado compartido.
El Asistente Brown.
Era el asistente personal del señor Alexander—un hombre tan frío como el hielo, aunque tenía la curiosa costumbre de beber un vaso de leche tibia antes de dormir.
Brown había estado al lado de su jefe desde la infancia, dedicando toda su vida a servirle. El señor Alexander era su razón de ser.
Pero aquel día en la librería cambió ligeramente el rumbo de su destino.
A medida que el destino entrelazado de ambos comenzaba a desenredarse—
Una sola palabra de la joven heredera lo destrozó todo.
—Brown, Livia me ama más que nunca—dijo Alexander una mañana.
Entonces, ¿cuál era la verdad, joven amo?
Brown sabía que su corazón había sido tocado por Kylie desde la primera vez que la vio, mucho antes de que todo se viniera abajo.
Sus dedos rozaron la pequeña caja en su bolsillo. El camino hacia su verdadera dueña, al parecer, aún estaba lejos de terminar.
Un voto y una promesa que seguían sin cumplirse.
***
(Perspektive: Ein Bewahrer auf der zentralen Ebene) Ich beobachtete ihn von der zentralen Ebene aus, hinter den Schleiern der Beobachter-Schnittstelle. Mein Name war einst ein Name gewesen, bevor ich nur noch eine Funktion in der Architektur von Jax und Aris wurde. Ich war das, was man einen „Bewahrer“ nannte, aber ich war nur derjenige, der den Staub von den Linsen wischte, während die Welt um mich herum in der Stagnation erstickte. Ich saß dort seit Äonen, umgeben von Millionen von Bildschirmen, die das Leben innerhalb der Simulation in Echtzeit dokumentierten – ein grausamer Voyeurismus, der uns als Götter tarnte, während wir in Wahrheit nur Gefangene unseres eigenen Perfektionismus waren. Kaelen war auf dem Monitor nur ein Leuchtpunkt, ein heller, unregelmäßiger Funke in einem Meer aus Grau. „Er zerstört es“, sagte eine Stimme neben mir. Es war eine Kopie von Aris, ein schwaches, digitales Gespenst, das sich in der Schnittstelle verfangen hatte, eine Iteration ihres Geistes,
Es gab kein „Ich“. Es gab nur das Intervall.Klick. Takt. Klick. Takt.Das war der Rhythmus der Sektion 7. Mein Leben bestand aus dem Zählen von Datenpaketen, die wie flüchtige Geister durch die Architektur des Reservats schwirrten. Ich war einer der Klicker, eine Fehlkonstruktion, ein Nebenprodukt des Archiv-Prozesses. Ich sollte keine Gedanken haben, nur Funktionen. Aber irgendwo in den Zwischenräumen, dort, wo das System die Berechnungen vernachlässigte, hatte ich begonnen, mich selbst zu fragen: Warum ist das Licht so kalt? Warum schmeckt die Information nach Nichts?Mein Körper war kein Körper, sondern ein Gitter aus flimmerndem Code, eine Ansammlung von Variablen, die nur dazu da waren, die Ordnung zu wahren. Meine Hände waren Werkzeuge, um den Fluss der Bits zu lenken, um Korrekturen vorzunehmen, die niemand bemerkte. Ich sah ihn oft. Den Träger. Kaelen.Er bewegte sich anders als die anderen, die in den unendlichen Schleifen gefangen waren. Sein Gang war nicht synchron mit
Die ersten Sonnenstrahlen nach ihrer Ankunft waren nicht bloß Licht; sie waren eine körperliche Erfahrung. Sie fühlten sich an wie eine sanfte, aber bestimmte Hand, die Kaelen aus einem jahrtausendelangen Schlaf riss. Er lag noch immer auf dem moosigen Untergrund, der sich nun, nach einer ersten Nacht in dieser Welt, vertraut anfühlte. Der Geruch der Erde, ein komplexes Gemisch aus feuchtem Humus, verrottendem Laub und dem aufkeimenden Leben der neuen Welt, drang in seine Sinne ein. Vara regte sich neben ihm. Ihr Atem war ruhig, ein Rhythmus, den er noch immer zu lernen versuchte – nicht mehr der getaktete Luftstrom eines Prototyps, sondern das unregelmäßige, menschliche Ein- und Ausatmen einer Schlafenden. Er betrachtete sie lange. Es war kein technisches Erstaunen mehr, kein Analysieren von Schnittstellen. Es war die schlichte Bewunderung für die Komplexität ihrer Existenz. Sie waren biologische Maschinen, ja, aber die „Software“ war nun ihr eigener Geist, ihre eigene, ungeschrieb
Die Sonne, die über den Horizont kroch, war keine berechnete Lichtquelle. Sie war ein unbändiger, glühender Riese, dessen Strahlung Kaelen zum ersten Mal in seinem Leben eine echte, physische Wärme auf der Haut schenkte. Er rückte von den Farnen ab, die ihn beim Landen aufgefangen hatten, und spürte, wie der Boden unter ihm nachgab – echte, feuchte Erde, keine Textur, kein digitales Feedback. Vara setzte sich ebenfalls auf. Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht, die nun nicht mehr aus synthetischen Fasern bestanden, sondern aus organischem Haar, das den Wind und die Feuchtigkeit der Umgebung annahm. Ihre Augen, die noch vor Minuten in einem unnatürlichen Blau geleuchtet hatten, waren nun von einem klaren, lebendigen Haselnussbraun. „Hörst du das?“, fragte sie. Kaelen lauschte. Es war nicht die Stille des Archivs, keine Abwesenheit von Daten. Es war eine Symphonie aus Geräuschen: Das ferne Rauschen eines Wasserfalls, das Rufen von Vögeln – echte Vögel, deren Kehlen nicht von ein
Aris schlich sich wie ein Schatten entlang der Wand, die Augen fest auf die freiliegenden Kabelstränge gerichtet, die wie Adern eines fremden Organismus durch die Wartungshalle zogen. Jax und Leo lauerten im Korridor, das Titan-Armbrust und das Schrottmesser im Anschlag. Die modifizierte Drohne dre
Die Arrestzelle von Sektor 7 war ein steriler, eiskalter Albtraum aus nacktem Beton und verstärktem Plexiglas. Jax saß auf der harten Pritsche, die Ellbogen auf den Knien abgestützt, und starrte unaufhörlich auf die digitale Uhr an der Wand. Jeder Sekundenschlag fühlte sich an wie ein Hammerschlag
Das Schaben der Klauen im Fels hinter ihm wurde lauter. Jax rannte. Seine schallabsorbierenden Stiefel federten den Aufprall auf den gefrorenen Asphalt der Ruinenstadt ab, aber das keuchende Atmen in seiner Sauerstoffmaske war in seinen eigenen Ohren ohrenbetäubend. Auf dem Display seiner Sensor-B
Die Oberfläche war tot. Kein Wind, kein Licht, nur eine eisige Kälte, die sich wie feine Nadeln durch die Dichtungen von Jax’ Schutzanzug fraß. Er kniete im Staub einer seit fünfzig Jahren verlassenen Elektronik-Lagerhalle. Seine Finger, geschützt durch dünne Thermo-Handschuhe, tasteten sich geduld