Techno-Collection

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last updateTerakhir Diperbarui : 2026-04-23
Oleh:  PhloxPeBaru saja diperbarui
Bahasa: Deutsch
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Die Zukunft beginnt nicht mit großen Revolutionen. Sie beginnt im Badezimmer. Am Berg. Auf dem Weg zur Arbeit. Ein smarter Rasierer denkt für dich mit. Ein Exoskelett bringt dich weiter, als du je gegangen bist. Ein Gehweg bewegt dich, ohne dass du einen Schritt machst. Alles wird einfacher. Effizienter. Bequemer. Doch irgendwo zwischen Komfort und Kontrolle verschiebt sich etwas. Unmerklich. Leise. Unaufhaltsam. Die Techno-Collection, bestehend aus acht Kurzgeschichten, zeigt keine allzu ferne Zukunft – sondern eine, die schon begonnen hat. Geschichten: Das Exoskelett, Der Nanitenrasierer, Der elektrische Gehweg, Die selbstreinigende Küche, Staub und Stille, Passepartouts Beobachtung (samt ASCII-Sternkarte), Wendekinder II - Musikkassetten, Das Gelenkflugzeug

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Bab 1

Story 1 (von 8)

Das Exoskelett

„Hey, gleich geht’s den Berg hinauf“, freute sich Olaf. Olaf würde gleich den Watzmann ersteigen. Er war nie zuvor einen Berg hinaufklettern! Jedenfalls keinen Berg in dieses Kalibers. Bis jetzt hatte Olaf lediglich sanfte Hügel erklommen. Er war übergewichtig! Er brachte, bei einer Körpergröße von einem Meter neunundsechzig, einundneunzig Kilogramm auf die Waage. Olaf war eine Couchpotato, ein Sofahocker, ein Mensch der des Öfteren eine Tüte Tortillachips und Käse-Dip am Start hatte. Er war jemand, der sein Abo für eine Streamingplattform im weitesten Umfang nutzte und den Fernseher nur abschaltete, um seiner Arbeit als Programmierer nachzugehen oder um den Holzkohlegrill anzuheizen. Doch nun erfühlte er sich einen Lebenstraum. Einmal einen richtig großen Berg ersteigen!

  Er wurde gerade festgeschnallt. Er steckte in einem stählernen Anzug, der mit Gestängen, Gelenken, Stellmotoren und einer Pneumatik ausgestattet war. „Dieses Baby wird mich gleich den Berg hochtragen“, freute sich Olaf.

  Der Instruktor: „Das Exoskelett wird sie nicht selbsttätig hochtragen. Dieser Anzug ist lediglich dazu da, ihre Bewegungen zu unterstützen.“

  Olaf: „So um die 30 Prozent soll die Muskelverstärkung betragen.“

  Instruktor: „Das ist Richtig. Die Servos, die in vertikaler Richtung wirken, verstärken ihren Impuls um 30 Prozent und in horizontaler Richtung wird mit 22 Prozent verstärkt.“

  Olaf [schelmisch]: „Also muss ich mich bewegen?“

  Instruktor: „Sie wollen doch ein Erfolgserlebnis haben, oder nicht?“ Olaf, der in seinem Exoskelett steckte, schritt den schmalen, holprigen Pfad, der zum Gipfel des Berges führte, entlang. Er freute sich dabei wie ein Schneekönig. Er hatte es geschafft! Er war zwar noch nicht am Gipfel angekommen, aber die Tatsache, dass er die Häuser im Tal mit dem kleinen Finger seiner rechten Hand verdecken konnte, erfreute ihn.

  Er fühlte eine lauwarme Brise, welche über seinen Nacken strich. Atmete die frische Luft. Schaute sich um. Genoss die Aussicht über das Bergische Land. Sorgen über einen Sturz machte er sich kaum. Die Gliedmaßen des Exoskeletts boten guten Halt auf dem teils sandigen, teils steinigen Untergrund. Drohte der Anzug, samt Träger, wegzurutschen, bohrten sich vier metallische Zähen in den Boden. Bei Bedarf konnten die Greifer sogar mit Spreizdübeln ausgerüstet werden. Dann konnte man mit dem Anzug sogar Steilwände ersteigen. Im Falle des Watzmanns war das jedoch nicht erforderlich. Ein Wanderweg führten von einem Parkplatz im Tal direkt hinauf bis zum Gipfel. Unterwegs wandelte sich der Wanderpfad von einem breiten, ebenen und mit reichlich Vegetation gesäumten Weg, zu einem engen, holprigen und steilen Trampelpfad.

  Als er zwei Drittel des Weges zurückgelegt hatte, machte Olaf an einer Ladestation halt. Man hatte ein Solarpanel direkt an der Flanke des Berges angebracht. Darunter befanden sich Steckdosen. Olaf erinnerte sich daran, dass die Installation der Anlage auf den Widerstand der Einheimischen gestoßen war. Eine Steckdose an einem Berg. Wo hatte es das schon gegeben? Die Solarzellen würden die Natur verschandeln. Olaf und der Instruktor genossen ihre Brotzeit. Sie diskutierten den Arbeitsmarkt und die allgemeine wirtschaftliche Situation des berchtesgadener Land. Mit einem Piepsen kündigte das Exoskelett das Ende des Ladevorgangs und die Arbeitsbereitschaft an. „Lass uns aufbrechen“, meinte der Instruktor. „Auf geht’s“ stimmte Olaf ein.

  Der Instruktor: „Olaf der Weg, der vor uns liegt, wird nun eng, steinig und kann manchmal auch glitschig sein. Bitte bewege dich mit Bedacht und nicht so hastig.“

  Olaf: „Gut ich passe auf wo ich hintrete.”

Im Prinzip war diese Warnung unnötig, solange die Stromversorgung gesichert war. Die Gliedmaßen des Anzugs boten eine ausreichend große Aufstandsfläche und verfügten über vier metallische Zähen, welche sich den Untergrund anpassten. Für den Fall, dass man trotzdem hinfiele, waren die Greifer der oberen Gliedmaßen, anstelle von Fingern, mit Spreizdübeln ausgestattet. Damit liessen sich Spalten im Gestein zur Verankerung nutzen. Gingen die Akkus zur Neige, blockierte der Anzug die Spreizdübel und sorgte damit dafür, dass das Exoskelett, samt Menschlein, nicht abstürzten. Natürlich wäre dies keine Dauerlösung. Ein Rettungsteam müsste mit einem Batteriepack zum havarierten Exoskelett klettern und die Akkumulatoren wechseln. Zum Glück hatte jemand eine Steckdose am Berg angebracht. Für Olaf jedoch sollte dieser Ausflug zu einem unvergessenen Tag werden. Er war erfüllt von Tatendrang.

Mannheim, den 3. Februar 2023

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