Alia Writes
Als die Welt das erste Mal unterging, starb Evelyn Carter, während sie ihren Mann anflehte, die Tür zum Schutzraum zu öffnen.
Stattdessen stand Nathaniel Carter hinter dem verstärkten Glas und hielt seine schwangere Geliebte in den Armen, während das Hochwasser um Evelyn herum stieg.
Sieben Jahre lang hatte sie ihm alles gegeben. Ihr Erbe, ihre Karriere, ihre Würde und die Liebe, von der sie einst geglaubt hatte, sie würde ewig dauern.
Sie hatte sogar das Kind einer anderen Frau aufgezogen, weil sie es für ihr eigenes hielt.
Als es beim Überleben jedoch um einen letzten Platz innerhalb des Unterschlupfs ging, wählte Nathaniel seine Geliebte.
Und Evelyn wurde ihrem Schicksal überlassen.
Als sie die Augen wieder öffnet, befindet sie sich zurück in der Carter-Villa, sechzig Tage vor der Apokalypse.
Diesmal bettelt sie nicht.
Sie verlangt die Scheidung, fordert das milliardenschwere Erbe zurück, von dem ihr Mann nie wusste, dass sie es besaß, und entdeckt einen mysteriösen Dimensionsraum, der in dem Jadeanhänger ihrer verstorbenen Mutter verborgen war.
Während Nathaniel und seine Geliebte ihre Freiheit feiern, beginnt Evelyn, sich auf das Ende der Zivilisation vorzubereiten.
Nahrung. Medizin. Waffen. Treibstoff. Eine tief in den Bergen verborgene Festung.
Alle denken, sie sei verrückt geworden.
Bis der erste Sturm kommt.
Innerhalb weniger Tage versinken Städte in den Fluten. Der Strom fällt aus. Supermärkte sind leergeräumt. Und die Menschen, die Evelyn einst verspottet haben, streiten sich um die letzten Essensreste.
Der Mann, der ihren Tod mitansehen musste, kniet nun vor ihr und fleht sie an, ihn zu retten.
Evelyn hat jedoch bereits gelernt, dass manche Menschen es nicht wert sind, gerettet zu werden.
Und als Adrian Wolfe, ein gefährlicher ehemaliger Kommandant der Spezialeinheiten, in ihr Leben tritt, entdeckt sie, dass das Überleben der Apokalypse etwas weitaus Furchterregenderes erfordern könnte als den Kampf gegen Monster oder Plünderer.
99