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Kapitel 9

Author: Jude Simple
last update publish date: 2026-07-25 14:04:24

„Zügel deine Zunge!“, zischte Nathan und trat näher an sie heran, bis er nur noch einen halben Meter von ihr entfernt war. „Glaubst du etwa, nur weil du ein geliehenes Kleid trägst und dir die Haare gemacht hast, gehörst du hierher? Du bist nichts! Du warst eine nutzlose, mittellose Niemand, als ich dich vor fünf Jahren rausgeworfen habe, und du bist auch jetzt eine Niemand!“

Tiffany trat direkt vor Olivias Gesicht, ihre Augen voller Gift. Sie blickte auf Olivias glatten, flachen Bauch unter de
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    „Heute, da wir zusammenkommen, um die bevorstehende Ankunft ihres zweiten Sohnes zu feiern“, fuhr Mr. Vance fort, „möchte ich Meister Damon bitten, ein paar Worte zu sagen.“Damon erhob sich geschmeidig und knöpfte seinen kohlegrauen Hemdkragen leicht zu, während er zum Mikrofon trat. Er hielt ein Kristallglas mit Sprudelwasser in der Hand, und seine dunkelblauen Augen wanderten über die warmen Gesichter in der Menge, bis sie auf Olivia hielten, die ihn anlächelte, mit Lily zu ihrer Linken und Leo zu ihrer Rechten.„Danke, dass Sie alle heute gekommen sind“, begann Damon, und seine tiefe, volle Stimme erfüllte die ruhige Terrasse. „Die meisten von Ihnen in diesem Raum kannten mich, bevor ich meine Frau traf. Sie kannten einen Mann, der glaubte, dass Macht, Reichtum und Sieg die einzigen Dinge waren, die auf dieser Welt zählten.“Er wandte langsam den Kopf und blickte Olivia direkt in die Augen, mit einer kraftvollen, atemberaubenden Intensität, die ihr den Atem raubte.„Als Olivia in

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    Die frische Luft des Spätherbstes strich über die sanften Hügel rund um das Moretti-Anwesen und verwandelte die dichten Blätter in leuchtende Töne von tiefem Gold, Karminrot und Kupfer. Drei Monate waren vergangen, seit Lucian Lombardi in schweren Stahlhandgeistern von den Stufen des Zentralen Obersten Gerichtshofs gezerrt worden war. In diesen drei kurzen Monaten hatten sich die dunkelgrauen Wolken, die über der Familie Moretti gehangen hatten, komplett verzogen und einen Himmel aus klarem Blau und ungestörter Ruhe hinterlassen.Im Inneren des großen Anwesens erfüllte eine warme, lebendige Energie jeden weiten Flur.Olivia stand in der Mitte des neu dekorierten Kinderzimmers im zweiten Stock und legte sanft eine Hand auf ihren Bauch. Im siebten und halben Monat schwanger, war ihr Babybauch herrlich hoch und rund. Sie trug ein weiches, elegantes cremefarbenes Kleid, das bequem über ihre Figur fiel. Ihr Gesicht strahlte das sanfte, gesunde Leuchten der späten Schwangerschaft aus.Direk

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    Die Morgensonne brach durch den grauen Stadtdunst und warf ein gleißendes Licht auf die Suite im obersten Stockwerk des Grand Regency Hotels.In der Suite war die stille Verzweiflung der vergangenen Tage wie weggeblasen. An ihre Stelle war eine laute, hektische Energie getreten. Papiere verstreuten sich über den Mahagoni-Esstisch, digitale Bildschirme zeigten leuchtende Grundstückskarten, und drei europäische Senior-Anwälte standen um Lucian Lombardi herum und musterten ein einzelnes gedrucktes Dokument mit großen, gierigen Augen.Lucian saß in seinem hochlehnigen Samtstuhl und hielt einen goldenen Füllfederhalter. Sein blasses Gesicht war von aufgeregter Röte überströmt, und seine goldbraunen Augen strahlten vor intensiver, bösartiger Freude.„Sind Sie absolut sicher, dass dieses Dokument echt ist?“, verlangte Lucian zu wissen, seine Stimme zitterte vor hochriskantem Nervenkitzel. „Lesen Sie das Siegel noch einmal vor, Victor!“Victor, sein Chef für Nachrichtendienste, zeigte mit zit

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