Zu spät, Ex-Mann. Ich bin jetzt Frau Moreeti

Zu spät, Ex-Mann. Ich bin jetzt Frau Moreeti

last updateDernière mise à jour : 2026-07-19
Par:  Jude SimpleMis à jour à l'instant
Langue: Deutsch
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„Ab heute... ist dein Vater für uns gestorben.“ Fünf Jahre lang opferte Olivia alles, um ihrem Ehemann Nathan zu helfen, ein reicher Milliardär zu werden. An dem Tag, an dem sie endlich erfährt, dass sie schwanger ist, eilt sie nach Hause, um ihn zu überraschen. Stattdessen taucht Nathan mit seiner wunderschönen Mätresse auf und fordert die Scheidung, während er Olivia als nutzlose, unfruchtbare Lügnerin beschimpft. Er nennt ihr ungeborenes Kind sogar einen Bastard. Gedemütigt und mit gebrochenem Herzen unterschreibt Olivia die Papiere und verschwindet in der Nacht, mit dem Schwur, dass er sie beide nie wiedersehen wird. Jahre später ist Nathans Geschäft ruiniert. Er besucht eine Luxusparty, um das mächtige, mysteriöse Oberhaupt des Moretti-Imperiums um Hilfe anzuflehen. Als Nathan Olivia dort sieht, lacht er selbstgefällig zu seinem Freund: „Ich wusste doch, dass sie angekrochen kommt, weil sie ohne mein Geld nicht überleben kann.“ Er hat keine Ahnung, dass die unnahbare, ultrareiche Milliardärin, vor der die ganze Welt niederkniet, seine „arme“ Ex-Frau ist. Was wird Nathan tun, wenn er begreift, dass die Frau, die er wie Müll weggeworfen hat, nun sein ganzes Leben in ihren Händen hält? Wird Olivia Gnade zeigen, oder wird sie ihn für jede einzelne Träne bezahlen lassen, die sie vergossen hat?

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Chapitre 1

Kapitel 1:Das Wunder

Urheberrechtshinweis

Alle Rechte vorbehalten

Dieses Buch ist ein vollständiges Fiktionswerk, das von ganzem Herzen von Jude Simple geschaffen wurde.

Jeder Charakter, Name, Ort und jedes Ereignis entstammt der eigenen Fantasie des Autors. Jede Ähnlichkeit mit realen Personen oder tatsächlichen Ereignissen ist absolut zufällig.

Kein Teil dieses Buches darf ohne die ausdrückliche Genehmigung des Autors kopiert, gestohlen, geteilt oder übersetzt werden. Vielen Dank, dass Sie mein Originalwerk respektieren und unterstützen!

Copyright © 2026 von Jude Simple.

Der Krankenhauskorridor roch nach starkem Bleichmittel und kalter Luft, doch Olivia Hayes fühlte sich völlig taub. Sie saß auf der Kante des harten Plastikstuhls, ihre Finger vergruben sich in das Leder ihrer verblassten Handtasche. Ihr Herz hämmerte so heftig gegen ihre Rippen, dass sie sicher war, die Krankenschwester am Empfang könne es hören.

Seit fünf langen Jahren war diese Kinderwunschklinik ein Ort des stillen Grauens. Fünf Jahre voller schmerzhafter Nadeln, demütigender Untersuchungen und der erdrückenden Enttäuschung über einzelne Linien auf Plastikstäbchen.

Jeden einzelnen Monat musste sie den qualvollen Weg zurück in die Villa antreten, nur um den grausamen, verurteilenden Blicken von Nathans Familie gegenüberzustehen.

Sie verargen ihren Abscheu nie. Seine Mutter blickte auf Olivias Bauch, seufzte lautstark und murmelte darüber, dass eine mächtige Milliardärsfamilie eine starke, fruchtbare Frau brauchte, um ihr legendäres Erbe fortzuführen, und keine „nutzlose, leere Hülle“. Seine Schwestern tuschelten bei jedem Familienessen hinter ihrem Rücken und lachten darüber, dass Nathan eine kaputte Maschine geheiratet hatte, die ihm nicht einmal ein Kind schenken konnte. Nathan selbst war kalt geworden; sein Schweigen bei diesen Essen wirkte wie ein scharfes Messer in Olivias Herzen. Er verteidigte sie nie. Er ließ seine Leute einfach auf ihrer Würde herumtrampeln und überließ es ihr, die erstickende Scham völlig allein zu tragen. Seit Wochen schon schlief er nicht mehr mit ihr, und es war zum Ersticken – er sagte immer, er könne nicht mit seinesgleichen schlafen und sein Sperma für nichts verschwenden.

„Olivia Hayes?“

Die Stimme der Ärztin durchbrach ihre rasenden Gedanken. Olivia schreckte hoch und stolperte fast über ihre eigenen Füße. Sie schluckte den dicken Kloß der Angst in ihrer Kehle hinunter und betrat das private Sprechzimmer.

Dr. Evans, eine ältere Frau mit gütigen, faltigen Augen, blickte von einer Krankenakte auf. Sie hatte nicht ihren üblichen, müden Gesichtsausdruck. Stattdessen erhellte ein strahlendes, breites Lächeln ihr Gesicht.

„Herzlichen Glückwunsch, Frau Olivia“, sagte Dr. Evans, und ihre Stimme hallte wie eine wunderschöne Melodie in dem ruhigen Raum wider.

Olivia erstarrte direkt an der Tür. Ihre Hände zitterten so stark, dass sie sich am Rand des Schreibtisches festhalten musste, um Halt zu finden. Ihr stockte der Atem. „Doktor... bitte. Was sagen die Ergebnisse? Ist mein Körper völlig kaputt? Sind es wieder schlechte Nachrichten?“

Dr. Evans stieß einen leisen, glücklichen Seufzer aus, schloss die Akte mit einem kurzen, entschlossenen Knall und blickte direkt in Olivias verängstigte Augen.

„Nein, Olivia. Ihre Hormonwerte sind nicht einfach nur gestiegen. Sie sind explodiert. Keine Nadeln mehr, keine schmerzhaften Behandlungen mehr. Sie sind in der sechsten Woche schwanger.“

Die Worte schlugen in den Raum ein wie eine gewaltige, lebensverändernde Bombe.

Olivia hörte völlig auf zu atmen. Die Luft wich augenblicklich aus ihren Lungen. Sie glaubte, ihr Verstand spiele ihr einen grausamen, perfiden Streich, weil sie genau diesen Satz schon tausende Male in ihren dunkelsten Alpträumen halluziniert hatte.

„Schwanger?“, Olivias Stimme war ein brüchiges, atemloses Flüstern, und sofort schossen ihr Tränen in die Augen. „Sind... sind Sie sicher? Gibt es kein Vertauschen? Ich bekomme wirklich ein Baby?“

„Es gibt absolut kein Vertauschen“, lächelte Dr. Evans warm und schob den offiziellen Laborbericht über den Schreibtisch.

Das Wort POSITIV war in fettgedruckter, unbestreitbarer roter Tinte über die Oberseite gestempelt. „Nach allem, was Ihr Körper und Ihr Geist durchgemacht haben, ist dies wahrlich ein Wunder. Sie werden Mutter, Olivia. Das Warten hat endlich ein Ende.“

Eine heiße, schwere Träne stahl sich über Olivias Wimpern, gefolgt von einem heftigen, schluchzenden Atemholen. Sie sank auf den Stuhl und bedeckte ihr Gesicht mit beiden Händen, während ihre Schultern unkontrolliert bebten. Doch dies waren nicht die bitteren, qualvollen Tränen des Kummers, die sie ein halbes Jahrzehnt lang geweint hatte. Dies war pure, blendende, überwältigende Freude. Es fühlte sich an, als sei ein schwerer, dunkler Berg der Scham endlich von ihrer Brust genommen worden.

All die grausamen Worte von Nathans Mutter, all das spöttische Lachen seiner Schwestern und all das Getuschel der feinen Gesellschaft lösten sich in Nichts auf. Sie war nicht kaputt. Sie war kein Versager.

Ich werde Mutter, schrie ihr Herz und schwoll an vor einer heftigen, beschützenden Liebe, die sie in ihrem ganzen Leben noch nie gefühlt hatte. Wir haben es geschafft. Nathan, wir haben es endlich geschafft. Deine Familie kann nie wieder auf mich herabsehen.

Dr. Evans reichte ihr ein frisches Taschentuch, und ihr Gesicht wurde ein wenig ernst, als sie eine ernste Warnung aussprach. „Nun, Olivia, hören Sie mir sehr aufmerksam zu. Aufgrund Ihrer Vorgeschichte und des immensen Stresses, dem Ihr Körper ausgesetzt war, ist diese Schwangerschaft unglaublich kostbar. Ihr System ist im Moment fragil. Ab genau dieser Sekunde müssen Sie Stress um jeden Preis vermeiden. Kein schweres Heben, keine Panik und absolut keine emotionalen Schocks. Verstehen Sie mich? Sie müssen um des Lebens dieses kleinen Wesens willen ruhig, ausgeruht und glücklich bleiben.“

„Ja! Ja, ich verstehe vollkommen!“, nickte Olivia hektisch und wischte sich mit zitternden Fingern die nassen Wangen ab. Sie legte ihre rechte Hand flach auf ihren Unterbauch. Er war noch völlig flach, aber das Wissen, dass sich darin ein winziger, kostbarer Herzschlag bildete, gab ihr das Gefühl, die reichste und mächtigste Frau der Erde zu sein. „Ich werde alles tun, was Sie sagen, Doktor. Ich werde mein Baby mit meinem Leben beschützen.“

Als Olivia aus der Klinik trat, fühlte sich die Nachmittagssonne blendend hell und wunderschön an. Sie hatte das Gefühl, über den Beton zu schweben, und ein breites, wunderschönes Lächeln war auf ihr Gesicht gezaubert, das sie nicht mehr wegwischen konnte.

Sie stieg in ihre bescheidene Limousine, presste den medizinischen Bericht eng an ihre Brust und weinte Tränen der puren Dankbarkeit. Sie konnte sich Nathans Reaktion bereits bildlich vorstellen. Er war jetzt ein kalter, mächtiger Milliardär, ein skrupelloser CEO, der der Außenwelt gegenüber niemals einen einzigen Tropfen Gefühl zeigte. Aber sie wusste, wie verzweifelt er sich einen Erben wünschte, der seinen Namen weiterführen würde.

Im vergangenen Jahr war er erst um Mitternacht nach Hause gekommen, hatte ihre täglichen Textnachrichten ignoriert und sie in ihrem eigenen Zuhause wie einen Geist behandelt. Wann immer seine Familie ihre Fruchtbarkeit beleidigte, hatte sein kaltes Schweigen sie zerbrochen. Aber er war nur verletzt, dachte sie verteidigend, während eine Welle süßer Erleichterung und Ausreden ihr Herz überspülte. Er hat nur um die Familie getrauert, die wir noch nicht hatten. Er stand unter so großem Druck von seinen Eltern.

Dieses Baby wird alles wieder gutmachen. Unsere kalten Nächte sind endlich vorbei, und wir können eine echte, glückliche Familie sein.

Um dies zur unvergesslichsten, magischsten Nacht ihres Lebens zu machen, fuhr Olivia direkt in ein Luxus-Einkaufsviertel. Sie wollte ihm ein physisches Zeichen dieses wunderschönen Neuanfangs schenken. Sie betrat eine Nobelboutique und nutzte ihre verbliebenen persönlichen Ersparnisse, um ein Paar wunderschöne silberne Manschettenknöpfe in Form von Eichenblättern zu kaufen – das Symbol für tiefe, unzerbrechliche Wurzeln und eine starke Familie.

Sie ließ sie von der Ladeninhaberin sorgfältig in eine kleine goldene Schachtel einpacken, die mit einer roten Seifenschleife gebunden war.

Sicher in dieser goldenen Schachtel verstaut, direkt unter den luxuriösen Manschettenknöpfen, lag der gefaltete Schwangerschaftsbericht.

Als sie ihr riesiges, einsames Anwesen erreichte, drehten sich ihre Gedanken um wunderschöne Pläne. Das Haus war riesig und still, aber heute Abend würde sie es mit Wärme füllen. Sie verbrachte Stunden damit, den großen Esstisch mit frischen weißen Rosen zu dekorieren. Sie kochte sein absolutes Lieblingsgericht – ein Rezept für geschmortes Rindfleisch, das ihre Großmutter ihr beigebracht hatte, bevor sie verstarb.

Sie nahm sich Zeit, um sich fertig zu machen, und zog das elegante blaue Kleid an, das Nathan früher so geliebt hatte, als sie noch jung und unsterblich verliebt waren.

Gegen elf Uhr abends war das große Esszimmer vollständig hergerichtet. Das Essen war perfekt heiß und verströmte ein köstliches Aroma in der Luft. Die hohen Kerzen waren angezündet und warfen einen warmen, romantischen und weichen Schein über den gewaltigen Raum.

Olivia stand an den großen Glasfenstern und hielt die winzige goldene Schachtel fest an ihr Herz gepresst. Ihre Augen leuchteten vor absoluter Hoffnung und purer Vorfreude, während sie die lange, dunkle Einfahrt beobachtete und darauf wartete, dass die Scheinwerfer seines Autos auftauchten.

„Ich kann es kaum erwarten, es dir zu sagen, Nathan“, flüsterte sie in das stille Haus hinein, während ihr Herz vor süßer, nervöser Freude flatterte. „Ich kann es kaum erwarten, dich wieder anlächeln zu sehen. Wir werden so glücklich sein.“

Sie stand da und spürte das winzige Wunder in ihrem Inneren, völlig ahnungslos, dass der Ehemann, den sie liebte, gleich durch diese Vordertür gehen – und ihre Welt in blutbefleckte Stücke reißen würde.

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