LOGINCassians SichtDie Ehe fühlte sich seltsam an, vielleicht weil ich nach Jahren mit verschiedenen Frauen im Bett und furchtbaren Entscheidungen nun eine Ehefrau hatte, die mein Bett belegte und es irgendwie geschafft hatte, mich völlig in ihren Bann zu ziehen.Ehrlich gesagt genoss ich jede Sekunde. Athena stand in einem weiten, dunklen Seidenmorgenmantel am Fenster unseres Zimmers, die Hand schützend auf dem Bauch. Sie sah wunderschön und faszinierend aus. Ich saß in meinem Rollstuhl neben dem Bett und beobachtete sie schweigend.„Du ignorierst mich seit genau dreiundzwanzig Minuten“, sagte ich zu ihr.„Ich denke nach“, antwortete sie.„Worüber? Über mich oder darüber, wie gut mein Schwanz ist?“, neckte ich sie.„Mit dir stimmt etwas nicht“, fuhr sie mich an.„Mit mir stimmt so einiges nicht, Liebling. Du musst schon genauer werden.“Das brachte mir das Lächeln ein, das ich wollte. Ich liebe es, sie zum Lächeln zu bringen. Ich rollte näher heran.„Oh, dein Vater hat gestern Abend noch
Kardors Sicht„Atme, Leila.“„ICH ATME DOCH, DU IDIOT!“, schrie sie aus Leibeskräften. Ich zuckte zusammen. Seit drei Stunden lagen die Wehen in ihren Händen, und ich verlor bereits den Verstand.Ich verlor ihn endgültig, als sie meinen Namen so laut schrie, dass fast jeder im Königreich mitbekam, dass ihre Königin kurz vor der Geburt stand.„Warum hat sie solche Schmerzen?“, fuhr ich die Heilerin an.„Eure Majestät“, sagte die Heilerin etwas unbehaglich. „So verläuft eine Geburt normalerweise. Ihr könnt draußen bleiben, wenn ihr es nicht mehr aushaltet.“„Wagt es nicht, mich hier zurückzulassen! Ich hasse dich, Kardor! Du hast mir das angetan!“, rief sie. Mein Herz sank.„Sie meint es nicht so“, flüsterte Roberto neben mir.„Was, wenn sie es doch so meint?“, flüsterte ich zurück.Ein weiterer schmerzvoller Schrei entfuhr Leilas Lippen, und ich eilte zurück zu ihr. Schweiß bedeckte ihre Stirn, während ihre Finger meine schmerzhaft zerquetschten. Ich wünschte, ich könnte ihr den Schmer
Kardors Sicht„Sie hat gestanden“, sagte Zeth. Ich rührte mich nicht, das Dienstmädchen weinte nur laut weiter.„Eure Majestät, bitte … bitte verzeiht mir.“„Sieh mich an“, befahl ich.Sie schwieg und hob den Kopf.„Wer hat euch geschickt?“„Niemand …“, schluchzte sie. „Ich schwöre es.“Einer der Wachen schlug sie heftig zu Boden.„Sie hat schon dreimal gelogen. Wir haben herausgefunden, dass sie mit der Heilerin der alten Königin verwandt ist, jener, die der alte König nach dem Tod der Königin enthaupten ließ.“„Ihre Tante arbeitete vor Jahren für die alte Königin. Sie muss das schon länger geplant haben.“„Ich wusste nicht, dass es der Königin schaden würde. Meine Tante hat es mir nur erzählt …“„Bringt sie weg! Lasst sie dasselbe Schicksal erleiden wie ihre Tante.“Das war kein Zufall, die Geschichte sollte sich wiederholen.„Sie sagte, die königliche Blutlinie zerstöre alles, und die nächste Königin dürfe nicht überleben, wenn sie einen Thronfolger austrägt.“ Die Magd schrie auf,
Leilas SichtIm Palast war es still geworden, seit Kardor krank war. Zeth behandelte mich, als wäre ich zerbrechlich, und ließ mich das Zimmer nicht verlassen. Roberto drückte mir ständig Tee in die Hand. Die Heiler überwachten mich fast genauso aufmerksam wie Kardor. Kardor versuchte alle paar Minuten, sich aufzusetzen, doch Zeth stieß ihn wütend zurück ins Bett.„Du bist noch in der Genesungsphase, bleib liegen“, zischte Zeth.„Muss ich dich daran erinnern, dass ich hier der König bin und das letzte Wort habe?“„Du bist ein kranker König, dessen Worte nichts bedeuten. Dein Kopf schmerzt bestimmt, weil du ihn nicht richtig benutzt. Bleib einfach liegen und halt den Mund.“Kardor wirkte tief gekränkt von Zeths Worten, beschwerte sich aber nicht mehr.„Du genießt das zu sehr“, flüsterte er schwach.„Ich liebe solche Gelegenheiten. Es macht mir Spaß, dich zum Schweigen zu bringen.“Ich lachte leise vom Stuhl neben dem Bett. Kardor drehte sich zu mir um. „Du solltest dich ausruhen“, sagt
Leilas SichtWenn mich jemand fragen würde, wer von Kardor und mir das Baby austrägt, würde ich ohne zu zögern auf meinen Mann zeigen. Denn seit die Heilerin meine Schwangerschaft bestätigt hat, scheint Kardor völlig den Verstand verloren zu haben. Er hat meine Kurse vorerst ausgesetzt, und Roberto ist der Einzige, der nach Obsidian geht. Ich hingegen pendele zwischen Online-Kursen und gar keinem Präsenzunterricht.Am Krönungstag hatte ich fast das Gefühl, ihn an den Thron verloren zu haben, aber jetzt ist mein Mann zurück. Er behandelt mich wieder wie ein Ei. Seiner Meinung nach trage ich den letzten Thronfolger des Königreichs in mir, eine falsche Bewegung, und das Königreich würde über uns zusammenbrechen. Anfangs war es süß, dann wurde es heftig. Er war ständig an mir dran.„Kardor, ich kann laufen“, seufzte ich, als er mich wieder den Palastflur entlangtrug, als ob ich nichts wiegen würde.„Du wärst gestern fast ausgerutscht“, erwiderte er und lieferte eine passende Ausrede.„Da
Kardors SichtDie schwere Tür des dunklen Raumes schloss sich hinter mir mit einem Geräusch, das wie ein Todesurteil widerhallte. Der Raum war still, nur zwei alte Fackeln brannten. Die uralten schwarzen Wände waren mit alten Schnitzereien und den Namen von Todeskönigen bedeckt. Das Jahr ihrer Herrschaft und das Jahr ihres Todes.Ich stand dort allein, nur mit schwarzen Zeremonialgewändern bekleidet. Vaters letzte Worte an mich waren, dass der Raum Könige zwingt, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, bevor sie den Thron besteigen. Ich wartete auf die Konfrontation, doch sie blieb aus. Vielleicht waren die Gerüchte falsch. Doch plötzlich war es Mitternacht, und ich begann zu flüstern. Zuerst dachte ich, ich bilde es mir nur ein.Aber es wurde viel lauter, als käme es aus der Ferne. Ich konnte das undeutliche Geräusch von Trommeln hören.„Du bist nicht genug.“„Du wirst alles zerstören.“Ich drehte mich um, doch da war nichts. Nur Dunkelheit. Das Flüstern ging weiter.„Du wirst sie
Isabellas SichtIch hörte zuerst das laute Dröhnen der Motoren, das ohrenbetäubende Quietschen der Reifen, dann das Zuschlagen der Autotüren. Ich rannte zum Fenster und zog den Vorhang zurück.Schwarze SUVs parkten hintereinander in der Einfahrt. Irgendetwas stimmte nicht, als die Männer so schnell
Die HochzeitIsabellas SichtDie Kameras blitzten unaufhörlich und blendeten mich fast. Das war der Beweis, dass die Presse anwesend war. Der Saal gehört der Familie De Luca, und laut ihrer Tradition muss jedes Familienmitglied hier heiraten.Der Saal war gefüllt mit Gästen aus aller Welt, der Elit
Isabellas SichtHeute sollte der Tag meiner Schwester sein, doch plötzlich änderte sich alles. Ich seufzte, als ich mir ihr Lachen vorstellte. Ihre Abwesenheit erfüllte mich mit Leere, und dass ich ihren Platz eingenommen hatte, beschämte mich. Ich war nur die zweite Wahl.Ich kicherte über meine S
Anmerkung der Autorin„Zwangsverheiratet, rücksichtslos geliebt von der Milliardärsmafia“ ist eine düstere Liebesgeschichte. Einige Elemente könnten verstörend wirken. Triggerwarnungen umfassen unter anderem detaillierte erotische Szenen, Kraftausdrücke, Mord, Rauchen, Blut, Zwangsheirat, rücksicht







