Mein Gott. Julia sog scharf die Luft ein. Sie konnte kaum glauben, was sie gehört hatte. Niklas hatte tatsächlich verlangt, dass sie vor Clara niederkniete. Sie wich zwei Schritte zurück, stolperte beinahe, und Lena fing sie rasch auf. „Herr Hoffmann, wie können Sie Julia so etwas antun? Sie stellen sich ja auf Claras Seite, um sie zu demütigen!“ Niklas warf Lena einen kalten Blick zu. „Und du? Ist Clara nicht deine eigene Tochter? Was bedeuten dann deine Handlungen?“ Von der Gegenfrage getroffen, brachte Lena kein Wort mehr hervor. Claras klare, schneidend ruhige Augen ruhten auf Julias Gesicht. „Julia, wirst du knien oder nicht? Meine Zeit ist kostbar, ich will sie nicht länger an dich verschwenden.“ Sophie lachte spöttisch. „Julia, wenn du dieses Mal nicht kniest, wirst du beim nächsten Mal, selbst wenn du es willst, in der Reihe warten müssen, um Clara anzuflehen.“ Julias ohnehin schon blasses Gesicht verlor noch mehr an Farbe. Clara wandte sich ab. „Julia,
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