MasukDer reichste Mann in Havenburg, Niklas Hoffmann, lag drei Jahre lang im Koma. Seine Ehefrau, Clara Weber, hatte ihn in dieser Zeit aufopferungsvoll gepflegt. Doch als er endlich erwachte, fand Clara auf seinem Handy eine zweideutige Nachricht. Seine erste Liebe war zurückgekehrt. Seine Freunde, die sie nie ernst genommen hatten, spotteten: „Der schöne Schwan ist zurück Zeit, das hässliche Entlein loszuwerden.“ Erst da wurde Clara klar, dass Niklas sie nie geliebt hatte. Sie war nichts weiter als ein erbärmlicher Witz in seinem Leben. Eines Abends erhielt Niklas dann das Scheidungsdokument von Frau Hoffmann. Der angegebene Trennungsgrund: „Der Ehemann ist körperlich nicht in der Lage.“ Mit finsterem Blick stürmte Niklas los. Doch dann sah er Clara – einst unscheinbar, jetzt in einem langen Kleid, mit eleganter, lässiger Haltung im Schein glitzernder Lichter – verwandelt in eine angesehene Medizinerin. Als sie ihn kommen sah, lächelte sie anmutig und sagte: „Herr Hoffmann, sind Sie hier zur Untersuchung in der Andrologie?“
Lihat lebih banyakJulia geriet in Panik. „Ich ...“ Sie warf rasch einen Blick auf Lena. Lena sagte sofort: „Nicht Julia! Ich war es! Ich war diejenige, die mit dem Narbenmann Kontakt hatte und diese gesamte Entführung geplant hat!“ Clara beobachtete Lena. Da Lena nun selbst hervorgetreten war, schien es, als wären sie und Julia wirklich in die Enge getrieben. Um Julia zu schützen, nahm Lena alle Schuld auf sich. Clara lächelte kalt. War das Mutterliebe? Warum? Sie war doch Lenas leibliche Tochter, und dennoch behandelte Lena Julia wie ihr eigenes Kind. Was hatte sie nur getan, dass alles so schief lief? Von der eigenen Mutter so behandelt zu werden, tat Clara im Herzen weh. Die Anwesenden starrten Lena entsetzt an. „Frau Weber, Sie waren es?“ Sophie rief wütend: „Frau Weber, Clara ist doch Ihre leibliche Tochter! Sie haben einen Verbrecher angeheuert, um Clara zu entführen, und wollten sie sogar töten! Sind Sie verrückt geworden?“ Lena hatte nicht erwartet, dass alles ans
Niklas war als reichster Mann von Havenburg so einflussreich, dass er mit einer bloßen Handbewegung über Aufstieg und Fall anderer entscheiden konnte. Solange er da war, wagte niemand, Julia zu kritisieren. Mit anderen Worten: Julia hatte Niklas – und das war der höchste Stolz der Familie Weber. Das Stimmengewirr der Menge verstummte allmählich. Lena lächelte selbstgefällig und sagte: „Clara, ich weiß, dass du mich hasst, aber du kannst doch Julia nicht einfach sterben lassen, oder?“ Julia fiel ihr sofort ins Wort: „Clara, du weißt genau, dass ich eine Herzkrankheit habe. Damals hat Niklas keine Mühen und keine Kosten gescheut, um dich zu bitten, mich zu behandeln. Doch du hast abgelehnt. Du wolltest mich einfach sterben sehen. Ist dein Herz wirklich so grausam?“ Julia und Lena spielten sich gegenseitig in die Hände. Sie brachten absichtlich Julias Herzkrankheit ins Spiel, um Clara die Schuld zuzuschieben. Clara wusste längst, dass dieses Mutter-Tochter-Duo heute nich
Die Leute drängten sich um Frau Weber und Lena, alle staunten darüber, wie sie eine so außergewöhnliche Tochter wie Clara haben konnten. Bei dem heutigen Bankett waren all jene anwesend, die in ihren jeweiligen Bereichen als Elite galten – es war genau die Gesellschaft, von der Frau Weber ihr Leben lang geträumt hatte. Eitelkeit war stets ihre Triebkraft gewesen, ihr größter Wunsch bestand darin, auf der höchsten Bühne zu stehen und von allen beneidet zu werden. Sie hatte ihre Hoffnungen auf Julia und Frieda gesetzt und noch vor Kurzem davon geträumt, dass Julia Niklas und Frieda Dr. C heiraten würden. Mit Hilfe dieser beiden wollte sie den Gipfel der gesellschaftlichen Bewunderung erreichen. Doch was Julia und Frieda nicht geschafft hatten, hatte Clara spielend leicht vollbracht. Und nun war es tatsächlich so weit – alle beneideten sie. Aber es war nicht die Art von Bewunderung, nach der sie sich gesehnt hatte. Frau Weber verzog die Lippen zu einem gequälten Lächeln
Clara lächelte. „Friedrich, ich habe oft gehört, dass Frieda deine Vorzeigestudentin ist.“ Sie setzte sich. „Frieda, du solltest mir gegenüber etwas respektvoller sein.“ Jetzt saß Clara in der Mitte der Halle. Ihre klaren Augen ruhten mit einem kaum bemerkbaren Lächeln auf Frieda.Frieda hatte das Gefühl, dass ihre stolzeste Errungenschaft – ihre akademische Bildung – von Clara in einem Augenblick zunichtegemacht worden war. „Richtig“, rief Friedrich. Friedrich blickte zu Frieda und sagte: „Frieda, entschuldige dich bei Dr. C.“ Frieda rührte sich nicht. Clara zog sanft ihre roten Lippen zu einem Lächeln. „Warum kommst du nicht?“ Einige Leute in der Nähe lachten. „Frieda, Dr. C ist Mentorin von Dr. Keller, und es ist ein Glück für dich, dass du mit ihr zu tun hast – warum entschuldigst du dich dann nicht bei ihr?“ Frau Weber und Lena standen hinter Frieda und wagten kein Wort zu sagen. Sie wirkten kleinlaut und hilflos. Widerwillig ging Frieda zu Clara hinübe






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