Gegenüber Sophia war sie immer streng gewesen.Aber bei Elena überwog das Mitleid.Das Kind war von klein auf kränklich und dabei so verständig.Bei allem, was sie tat, dachte sie an ihre Mutter.Deshalb neigte Claudia zwischen Sophia und Elena sogar mehr zu Elena.Nur war sie nicht gut darin, Gefühle zu zeigen.Im Alltag war sie mit Firmenangelegenheiten so beschäftigt, dass sie kaum Zeit für anderes hatte.Genau deshalb übersah sie manchmal, was zwischen ihren Kindern vor sich ging.„Elena, wann immer du dich ungerecht behandelt fühlst, sag es mir. Ich stehe immer auf deiner Seite.“Elena nickte: „Mama, das weiß ich. Danke, Mama.“„Gut, geh jetzt.“Erst dann löste sich Elena aus Claudias Umarmung.Nach der Verabschiedung ging sie in ihr Zimmer und fegte im Vorbeigehen das Wasserglas vom Tisch.Danach hob und senkte sich ihre Brust heftig.Die Schalldämmung im Zimmer war gut – sie brauchte sich keine Sorgen zu machen, dass Claudia unten etwas hörte.Elena war noch immer
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