Sanft wie Frühlingsregen, der die Erde lautlos tränkt; dann wieder heftig wie ein Gewitter in einer Sommernacht, rauschend und befreiend.Am Ende konnte Sophie die Augen kaum noch offen halten.„Sophie, trink etwas Wasser.“Maximilian hielt sie im Arm, das Glas in der Hand, und ließ sie einen halben Schluck trinken.„Danke.“Viel sanfter als am Tag.Maximilian nahm es lächelnd an. „Gern geschehen, Frau von Berg.“Tatsächlich – zwischen Eheleuten konnte man manche Dinge nicht mit Worten klären, da halfen nur Taten.Bei Ehepaaren konnte ein Streit so schnell verfliegen, wie er gekommen war – daran war wohl etwas Wahres.Maximilian fiel etwas ein. Er kramte herum, fand eine Salbe, schlug eine Ecke der Decke zurück und ergriff Sophies Knöchel.Er hatte bemerkt, dass ihre Fersen wund waren.Sie trug sonst keine hohen Schuhe. Heute war Hochzeit, und obwohl sie schwanger war, hatte sie während der Zeremonie welche angehabt.Und schon waren ihre Fersen aufgescheuert.Maximilian öf
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