Als Tobias nach Hause kam, war es still. Im Wohnzimmer brannte Licht, aber niemand war da. Auf dem Tisch lag ein Bild – ehrlich gesagt konnte man nur erkennen, dass es eine Person war, aber nicht wen. Tobias wusste trotzdem, dass Hannah Opa gemalt hatte.Daneben lagen Knete-Blumen, grob geformt, aber voller kindlicher Unschuld.Tobias lächelte, ging zur Schlafzimmertür und drückte sie leise auf. Die beiden im Bett schliefen tief und fest mit geschlossenen Augen.Leise öffnete er den Schrank, nahm seinen Schlafanzug heraus und lehnte die Tür wieder an, bevor er ging.Nach dem Duschen stand Tobias am Bett und betrachtete eine Weile Mutter und Tochter.Früher hatte er alle Energie ins Lernen und Arbeiten gesteckt. Da er innerlich erfüllt war, waren Heirat und Kinder für ihn damals beliebig.Jetzt, mit Frau und Kind, wusste er, dass es ein anderes Gefühl war.Es gab Bindung, Sehnsucht. Wenn er bei der Arbeit an sie dachte, wurde etwas in ihm ganz weich.Vorsichtig legte er sich hin
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