Ich nehme die Dokumente, ich schaue sie an, ich blättere sie durch, ich überfliege sie, ich sehe die Namen, die Daten, die Orte, die Unterschriften, die Stempel, all das, was beweist, dass ich nicht die bin, für die ich mich hielt, dass mein Leben nicht das ist, das ich gelebt habe, dass meine Geschichte nicht die ist, die man mir erzählt hat, dass alles Lüge ist, von Anfang an, seit immer, seit meiner Geburt, seit ich die Augen in dieser Entbindungsstation öffnete, in dieser Stadt, in dieser Familie, in diesem Leben, das man für mich hergestellt, erfunden, ausgedacht, geträumt, erhofft, gewollt, genommen, gestohlen, behalten, beschützt, verteidigt, geliebt, gehasst, zerstört, vernichtet, ausgelöscht, vergessen hat, alles, alles, alles. — Danke, Monsieur Delattre, sage ich mit einer Stimme, die ich ruhig halten will, kontrolliert, die die der Geschäftsfrau sein soll, der Chefin, der, die einundneunzig Prozent dieser Stadt besitzt, aber die nur ein Hauch ist
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