ElaraDer Tag filtert durch die Jalousien und zeichnet staubige Lichtstreifen auf den Boden meines Zimmers. Ich bin zu Hause. Allein. Die Stille ist eine schwere, erstickende Präsenz nach den Geräuschen von letzter Nacht, den Atemzügen, den Flüstern, den Schreien.Ich stehe vom Bett auf, meine schmerzenden Muskeln protestieren bei jeder Bewegung. Ein dumpfer, vertrauter Schmerz, eine körperliche Erinnerung an das, was geschehen ist. Ich gehe zu meinem Schrank, meine Finger streichen über die einfachen, praktischen Stoffe meiner Alltagskleidung. Ein schlichtes Baumwollkleid. Einfache Unterwäsche. Jedes Kleidungsstück, das ich anziehe, scheint ein Kostüm zu sein, ein Vorhang, hinter dem ich mich verstecke. Die zerfetzte Seide ist dort geblieben, in jenem Zimmer, wie die Haut eines anderen Ichs.— Ich will, dass du mich nimmst, Kael. Ich will, dass du mich erfüllst. Ich will, dass du mich besitzt.Meine eigenen Worte hallen in meinem Kopf wider, eine endlose, beschämende Schleife. Ich hö
Last Updated : 2026-02-10 Read more