NORADer Tag dringt durch die leicht geöffneten Vorhänge ins Zimmer, sanft, aber scharf, und erleuchtet die Staubpartikel, die in der Luft wirbeln wie Fragmente meiner noch verworrenen Stimmung. Ich bin schon eine Weile wach, liege auf dem Rücken, den Blick starr an die Decke geheftet, und spüre meinen Zorn von gestern, unversehrt, unter meiner Haut brennen, dumpf und eindringlich, eine Hitze, die mein Herz ungeduldig und meine Muskeln angespannt macht, als ob jede Faser meines Körpers sich still auflehnte.Im Zimmer nebenan schläft Léa noch, ich höre sie, ihr ruhiger und regelmäßiger Atem dringt durch die dünne Wand, friedlich, als hätte sie nie den Schatten gekannt, der mich seit Wochen vergiftet. Ihre Ruhe ärgert mich so sehr, wie sie mich beruhigt. Sie hat diese Gabe, sich dem Schlaf hinzugeben, ohne Kampf, als ob nichts sie beunruhigen könnte, als ob die Ketten, die mich würgen, einfach an ihr vorbeigleiten würden. Ich wünschte, ich könnte diesen Frieden teilen, aber in diesem Au
Last Updated : 2026-03-06 Read more