Orianas PerspektiveDie schwere Holztür ächzte, als ich sie aufdrückte. Ein scharfes Keuchen entkam meinen Lippen, als der Schmerz so heftig durch meinen Körper riss, dass meine Finger augenblicklich zu meinem Bauch flogen.Meine Knie wurden schwach und zwangen mich, mich an der kalten Steinwand abzustützen, ehe ich zusammenbrach, während mein Atem mit jedem mühevollen Zug unregelmäßiger wurde.Die Nachwehen der Geburt waren nur noch schlimmer geworden und ließen meine Beine unkontrolliert zittern, als gehörten sie nicht mehr zu mir. Doch ich verschluckte den Schrei, der in meiner Kehle aufstieg, und zwang mich aufgerichtet zu bleiben.Ich durfte nicht anhalten – nicht, solange mein Kind noch vermisst wurde, und nicht, solange Anton mich brauchte.Mein Herz krampfte sich zusammen und ich schloss die Augen, um über unser Band nach Anton zu greifen, doch nur Stille antwortete mir. Die Leere machte mir mehr Angst als der Schmerz, während frische Tränen in meinen Augen aufstiegen.„Mein B
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