Orianas SichtEs war der vierzehnte Tag im Wald. Vierzehn Tage in einem fremden Forst. Vierzehn Tage voller Hunger, Angst, Schmerz und Schweigen.Wenn mir jemand gesagt hätte, dass das mein Leben werden würde, hätte ich es niemals geglaubt. Und doch saß ich hier, unter einem Baum, mit Schmutz auf meinem Kleid, Schwäche in den Knochen und Tränen, die ständig brennend hinter meinen Augen lauerten.Manchmal ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wenn sie die Hinrichtung durchgezogen hätten. Vielleicht wäre der Tod gnädiger gewesen als dieses schleichende Leiden.Ich hatte kaum etwas zu essen. Tagelang hatte ich von Früchten überlebt, die ich im Wald gefunden hatte, und selbst die waren nie genug. Mein Körper brauchte echtes Essen, etwas Warmes, etwas Sättigendes, aber Früchte waren alles, was meine Hände erreichen konnten.Es war fast Nachteinbruch, und mein Magen wollte einfach nicht aufhören zu knurren. Meine Kehle war trocken, schmerzhaft trocken,
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