Anastasias SichtDer Morgen der Hochzeit bricht endlich an.Dieser ganz besondere Morgen, an dem sich Los Angeles von seiner großzügigen Seite zeigt: ein klarer, goldener Himmel, eine aufkeimende Frische, die noch spürbar ist, und das Licht, das durch die Fenster der Wohnung fällt — wie in jener Jahreszeit, in der alles lebendiger erscheint.Ich wache um sechs Uhr auf. Ich bleibe noch einen Moment liegen und genieße die ganz eigene Ruhe dieses geheimnisvollen Morgens.Dann erscheint Mia auf der Türschwelle.Sie ist im Schlafanzug, die Haare zerzaust, und hält die Zeichnung in der Hand, die sie vor drei Monaten angefertigt hat: vier Silhouetten unter einer gelben Sonne, ein Haus im Hintergrund.„Ich habe sie für heute gemacht“, sagt sie. „Um sie dabeizuhaben. Weil es das ist, wofür der heutige Tag steht.“Ich richte mich auf. Ich öffne die Arme.Sie setzt sich zu mir aufs Bett, die Zeichnung zwischen uns.Ich betrachte sie. Die vier Silhouetten. Oder eher fünf jetzt, wie ich glaube, au
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