Die Straße änderte sich nicht, aber die Atmosphäre tat es. Sofia spürte es daran, wie sich ihr Griff um das Lenkrad verfestigte, und daran, wie jedes kleine Geräusch lauter schien, als es sein sollte. Sie blickte nicht noch einmal zurück. Weder in den Spiegel noch auf die Gestalten, an denen sie gerade vorbeigefahren waren. Zurückzublicken würde nicht helfen. Das tat es nie. Neben ihr hatte Luca sich kaum bewegt, aber sein Schweigen war jetzt anders – schwerer, als koste es ihn immer mehr Kraft, präsent zu bleiben.„Bleib wach“, sagte sie, ihre Stimme leise, aber bestimmt.„Bin ich.“„Dann beweis es.“Eine Pause, dann: „Du machst das gut.“Sie runzelte leicht die Stirn. „Danach habe ich nicht gefragt.“„Es ist aber das, was du brauchst.“„Ich brauche, dass du nicht ohnmächtig wirst.“„Werde ich nicht.“„Das sagst du ständig.“„Und ich behalte ständig recht.“Sie antwortete nicht. Nicht, weil sie ihm glaubte, sondern weil sie nicht die Energie hatte, dasselbe Thema noch einmal zu disku
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