ログインEigentlich sollte sie „Ja, ich will“ sagen. Stattdessen rannte sie. In der Nacht, die ihr Schicksal besiegeln sollte, entscheidet sich Sofia für die Freiheit und gegen ein Leben, das sie nie wollte. Gefangen in Italien durch ein mächtiges Arrangement, das als Liebe getarnt war, riskiert sie alles für die Flucht – die High Heels in der Hand, das Herz rasend, die Zukunft ungewiss. Sie hat keinen Plan. Was sie jedoch nicht erwartet hat, ist, direkt in etwas viel Gefährlicheres hineinzulaufen. Luca ist kein Mann, dem man zufällig begegnet. Kalt, kontrolliert und hineingeboren in eine Welt, die von Macht und Blut regiert wird, ist er ein Mafia-Erbe mit Feinden, die seinen Tod wollen. In dem Moment, als Sofia in sein Auto springt, kollidieren ihre Leben auf eine Weise, die keiner von beiden rückgängig machen kann. Schüsse fallen. Und plötzlich reicht Weglaufen nicht mehr aus. Luca lässt sich auf keine Bindungen ein. Er vertraut niemandem so leicht und er schafft definitiv keinen Platz für Fremde. Aber Sofia ist anders. Sie fordert ihn heraus, stellt ihn infrage und weigert sich, wie all die anderen Angst vor ihm zu haben. Und trotz jedes Instinkts, der ihm sagt, er solle sie wegstoßen, tut er das Eine, was er nie geplant hatte: er beschützt sie. Denn in Lucas Welt kann es einen das Leben kosten, zu viel zu wissen. Während die Feinde näher rücken und sich die Gefahr um sie herum verdichtet, erkennt Sofia, dass ihre Flucht erst gerade begonnen hat. Die Wahrheit über Luca ist dunkler, als sie es sich vorgestellt hat, und je tiefer sie in sein Leben hineingezogen wird, desto schwerer fällt es ihr, wieder zu gehen. Doch die eigentliche Frage ist nicht, ob sie ihn verlassen kann.
もっと見るSofia wachte auf, ohne zu wissen, wann sie eingeschlafen war.Das Lampenlicht brannte noch immer schwach im Wohnzimmer. Draußen war der Regen vollständig verstummt, ersetzt durch eine Stille, die sich schwer auf das Haus legte. Irgendwo tickte eine Uhr. Langsam. Gleichmäßig. Das einzige Geräusch in der Dunkelheit vor dem Morgengrauen.Sie lag auf dem Sofa, eine Decke über sich, die sie nicht selbst geholt hatte. Ihr Kopf ruhte gegen etwas Festes und Warmes — Lucas Schulter. Seine Hand lag noch immer locker auf ihrem Rücken, als wäre sie im Schlaf dort geblieben, ohne Absicht, ohne Kontrolle.Sie bewegte sich nicht sofort.Sie blieb einfach liegen und spürte seinen Herzschlag unter ihrer Wange. Langsam. Stetig. Noch immer da.Der Verband an seiner Seite war an den Rändern leicht durchgefärbt, aber die Blutung schien endlich gestoppt zu sein. Sein Atem kam tief und regelmäßig. Er schlief tatsächlich. Zum ersten Mal, seit sie ihn kannte, wirkte sein Gesicht nicht kontrolliert. Nicht bere
Das Wohnzimmer war dämmrig. Sofia zog die Vorhänge zu, bevor sie eine einzelne Lampe einschaltete, die warmes Licht über die alten Möbel warf, die ihre Mutter seit Jahren makellos erhalten hatte. Familienfotos säumten die Regale. Schulfotos. Ihr Vater, bevor er starb, lächelnd in einem Rahmen nahe dem Fenster.Luca ließ sich schwer auf die Kante des Sofas sinken. Sie konnte jetzt sehen, wie viel er verborgen hatte — das leichte Zittern in seinen Händen, der graue Unterton unter seiner Haut, die Art, wie sein Atem etwas zu flach kam.Sie kniete sich ohne nachzudenken vor ihn.„Zieh das Hemd aus.“Ein Mundwinkel hob sich kaum. „Normalerweise bevorzuge ich mehr Romantik vorher.“„Luca.“Aber etwas in ihrer Brust lockerte sich leicht bei dem Scherz. Es bedeutete, dass er noch da war, noch kämpfte, noch anwesend, trotz allem.Er knöpfte das Hemd langsam auf, Bewegungen vorsichtig und kontrolliert. Als der Stoff weggezogen wurde, zuckte Sofia zusammen. Der Verband darunter war vollständig d
Die Dunkelheit dauerte nur Sekunden.Sofias Mutter keuchte leise irgendwo nahe der Tür. Ihr Bruder griff sofort nach seiner Waffe, das Geräusch von Metall, das Leder verließ, schnitt scharf durch den dunklen Flur. Draußen rief jemand Befehle. Schritte bewegten sich schnell über nassen Asphalt.Doch Sofia rührte sich nicht.Denn Lucas Hand hatte bereits ihr Handgelenk gefunden.Nicht greifend. Nicht festhaltend. Einfach da. Seine Finger um ihren Pulspunkt, ruhig und warm, trotz des Blutes, das sie noch immer durch sein Hemd sickern wusste. Er sprach nicht. Er musste nicht. Die Berührung sagte ihr alles — bleib still, bleib nah, ich hab dich.Die Lichter flackerten einmal.Zweimal.Dann kehrten sie vollständig zurück, summten wieder zum Leben, als wäre nichts geschehen.Sofia atmete scharf aus. Ihre Mutter stand gegen den Türrahmen gedrückt, eine Hand auf der Brust. Ihr Bruder bewegte sich bereits zum vorderen Fenster, Waffe gezogen, den Blick auf die Straße draußen gerichtet.„Sauber“,
Sofia bewegte sich zuerst.Nicht denken.Nicht analysieren.Nur Bewegung.„Nein.“Das Wort kam kaum hörbar über ihre Lippen, doch ihr Körper reagierte bereits, während Panik wie Eis durch ihre Brust schnitt.„Sofia—“ Ihr Bruder griff nach ihrem Arm.Sie riss sich sofort los. „Meine Mutter ist dort.“„Wir wissen nicht, ob—“„Doch, verdammt, wir wissen es.“Der Regen fiel inzwischen härter, prasselte gegen Asphalt und Metall, während um sie herum weiterhin Chaos herrschte. Polizeisirenen. Funkgeräte. Schüsse in der Ferne.Doch plötzlich spielte nichts davon mehr eine Rolle.Nur Zuhause.Nur ihre Mutter.Ihr Bruder fluchte leise und griff sofort zum Funkgerät. „Alle verfügbaren Einheiten Richtung Okafor Residence. Sofort.“„Zu spät“, sagte Luca ruhig.Sofia drehte sich sofort zu ihm. „Was?“Sein Blick blieb kalt. Berechnend.„Wenn Elias sie wollte, wäre es längst passiert.“„Dann warum schickt er Leute dorthin?“„Druck.“Die Antwort machte alles schlimmer.Denn sie ergab Sinn.Natürlich





