Die Dankbarkeit des jungen Wolfs begleitete mich tagelang und prägte meine Wahrnehmung der Welt um mich herum. Doch eine andere Begegnung in dieser Woche erinnerte mich daran, wie zerbrechlich der Frieden war.Ich schlenderte durch das Marktviertel, als ich laute Stimmen hörte. Eine Menschenmenge hatte sich um zwei Wölfe versammelt, die sich gegenüberstanden. Beide standen mit aufgestellten Nackenhaaren da.„Glaubt ihr, eure Versammlung schützt euch?“, knurrte einer. „Glaubt ihr, Verträge und Abstimmungen zählen, wenn Stärke das einzige wahre Gesetz ist?“„Die Versammlung schützt alle gleichermaßen“, entgegnete der andere. „Genau darum geht es. Eure Stärke macht euch nicht besser als mich.“Ich drängte mich durch die Menge. Beide Wölfe waren jung, vielleicht Mitte zwanzig, und repräsentierten eine Generation, die gespalten war zwischen denen, die die neue Ordnung begrüßten, und denen, die sie ablehnten.„Genug“, sagte ich leise, aber mit so viel Nachdruck, dass beide Wölfe erstarrten.
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