Drei Tage lang führte uns der silberne Pfad tiefer in den Wald. Wir gingen schweigend, zu ängstlich, um zu sprechen, zu bewusst, dass ein falscher Schritt abseits des Pfades den Tod bedeuten konnte. Die Bäume beobachteten uns mit einer Art Intelligenz, ihre Äste wiegten sich selbst in Windstille.In der dritten Nacht sahen wir es.Der Heilige Hain erschien plötzlich, als hätte der Wald beschlossen, ihn preiszugeben. Eben noch waren wir von dichtem Wald umgeben, im nächsten Moment standen wir am Rand einer perfekten, kreisrunden Lichtung, die in Mondlicht getaucht war, das von überall und nirgends zugleich zu kommen schien.In der Mitte stand ein uralter Steintempel, mit Ranken und Moos bewachsen, aber dennoch majestätisch. Silbernes Licht pulsierte aus seinem Inneren, rhythmisch wie ein Herzschlag. Um den Tempel herum blühten weiße Blumen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, ihre Blütenblätter leuchteten sanft.„Es ist wunderschön“, flüsterte Lyra.„Es ist gefährlich“, korrigierte K
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