Selene war in fünfundzwanzig Minuten bereit.Sie stand im alten Wald, den Chiffrierkoffer unter dem Arm, verschlossen und mit jener besonderen Stille, die sie vor größeren Operationen an den Tag legte – eine Stille, die nicht Bewegungslosigkeit bedeutete, sondern vollkommene innere Ordnung. Alles war sortiert, priorisiert, verladen und bereit. Sie hatte Kaels Einweisung zu allen drei Standorten aufmerksam verfolgt, ohne ihn zu unterbrechen, am Ende sechs präzise Fragen gestellt und die verbleibende Zeit schweigend genutzt, um ihre Vorgehensweise zu planen.Als ich sie beobachtete, empfand ich etwas, das sich nicht genau benennen ließ. Nicht direkt stolz, denn Stolz implizierte, dass ich sie zu dem gemacht hatte, was sie war, was nicht stimmte. Sie hatte sich durch zwanzig Jahre unermüdlicher, zielstrebiger Arbeit selbst zu dem gemacht, was sie war. Was ich empfand, war eher Anerkennung. Das besondere Gefühl, jemanden zu sehen,
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