Femina war schön. Davin bestritt es nicht. Doch Feminas Schönheit war eine produzierte Schönheit. Gepflegt, poliert, gestylt, kalkuliert. Eine Schönheit, die von Diamanten in den Ohren, Make-up im Gesicht und Kleidern am Körper abhing.Windys Schönheit war eine Schönheit, die all das überstieg. Eine Schönheit, die gerade dann am betörendsten war, wenn sie ungeschminkt war. Wenn ihr Haar offen und ungestylt herabhing. Wenn ihre Kleidung nur eine gewöhnliche Arbeitsbluse war. Wenn der einzige Schmuck, der ihren Hals zierte, ein Schal war, der die Spuren von Gewalt verbarg.Und Davin, der sechsundzwanzig Jahre lang erfolgreich eine Eisfestung zwischen sich und jeder Frau, die versuchte, sich ihm zu nähern, errichtet hatte, spürte, wie diese Festung Risse bekam. Keine kleinen. Sondern einen großen Riss, der sich vom Fundament bis zur Spitze erstreckte.*Schön*, dachte Davin, und dieses Wort fühlte sich fremd in seinem Geist an, denn er hatte es noch nie zuvor benutzt, um jemanden zu besch
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