Reinas SichtDie Wohnung war still, aber nicht auf die Art, an die ich gewöhnt war.Im Gegensatz zu der schweren Stille der Voss-Villa, die mir auf die Brust gedrückt und mich dazu gebracht hatte, öfter auf die Uhr zu schauen, als ich zugeben wollte – immer mit der Frage, wo Cainan wohl war und ob er überhaupt nach Hause kommen würde.Ich saß im Schneidersitz auf dem Holzboden neben halb ausgepackten Kartons, umgeben von Dingen, für die ich noch keinen Platz gefunden hatte.Eine kleine Lampe am Fenster meines Zimmers warf ein warmes, goldenes Licht durch den Raum. Durch die transparente Scheibe hörte ich, wie Paris draußen noch lebendig war – fernes Lachen, das aufstieg und wieder verhallte, das leise Summen eines Rollers, der durch enge Straßen fuhr, und Musik, die schwach aus einem Café herüberwehte, das ich nicht sehen, mir aber lebhaft vorstellen konnte.Ich griff in einen weiteren Karton und zog einen Stapel Bücher heraus. Ihre Einbände fühlten sich unter meinen Fingern abgenutzt
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