RaymondIch hatte mich immer für einen vernünftigen Mann gehalten, doch offenbar hatten sich in dem Moment, in dem ich erfahren hatte, dass Selina schwanger war, sämtliche vernünftigen Gedanken in meinem Kopf verabschiedet.Ich ertappte mich dabei, ständig zu überprüfen, ob sie gegessen hatte, ob sie genug geschlafen hatte, ob ihr schwindelig war und ob die endlosen Korridore der Akademie irgendwie zu gefährlich für sie waren, um allein hindurchzugehen.Am dritten Morgen hatte Selina mich dabei erwischt, wie ich einen Stuhl näher an ihren Frühstückstisch rückte, und der Blick, den sie mir zuwarf, ließ vermuten, dass meine Tage, in denen ich meinen Frieden genießen konnte, offiziell gezählt waren.„Raymond, wenn du mich noch ein einziges Mal fragst, ob ich gegessen habe, werde ich dir dieses Brot eigenhändig an den Kopf werfen“, warnte sie mich und hielt dabei die Scheibe hoch, die ich gerade auf ihren Teller gelegt hatte.Ich lehnte mich gegen den Tisch und kämpfte darum, einen ernste
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